Beiträge von fredo47

    @Altsachse, wie kommst du zu dieser Ansicht?


    Ich verstehe es so, dass Wertpapierüberträge von einem Depot in ein anderes Depot kostenlos sein müssen, laut BGH Urteil XI ZR 200/03 von 2004:
    Pressemitteilung Nr. 142/04 vom 30.11.2004


    Eine Einschränkung auf Überträge ohne Inhaberwechsel lese ich da nicht.



    Konkret dürfen Banken in Deutschland dafür keine eigenen Gebühren verlangen, wohl aber Fremdkosten (z.B. Lagerstellenwechsel) weiterreichen.

    Habe gerade den Artikel im Finanztip-Newsletter gelesen, und da wurde auch zu diesem Forumsthema hier her verlinkt.


    Was ich nicht verstehe: Warum wurde die ING von der Broker/Depot-Empfehlungsliste gestrichen?
    Als Grund wurde genannt, dass die ING beim Girokonto Kontoführungsgebühren einführt. Aber was hat das Girokonto mit dem Depot zu tun?
    Immerhin kann man bei der ING ein Depot haben, ohne gleichzeitig ein Girokonto dort haben zu müssen. Das Verrechnungskonto ist dann einfach das Extrakonto (Tagesgeldkonto), welches weiterhin gebührenfrei ist.
    Die Gebühreneinführung beim Girokonto ist für das Depot irrelevant, meiner Meinung nach.

    Das problematische Recht gilt so schon länger, wurde durch den aktuellen SPD Finanzminister nur verschärft (Verlustverrechnung 10 TEUR) und soll weiter verschlechtert werden (Finanztransaktionssteuer).


    Die Verschärfung gilt nur für Totalverluste (und ab nächstem Jahr auch für Termingeschäfte).


    Für ganz normale Veräußerungsverluste (mit Nicht-Termingeschäften) ändert sich nichts.

    Als Arbeitnehmer nicht.


    Als freiwillig in der GKV versicherter Privatier wird das gesamte Einkommen (auch Kapitalerträge) für die Berechnung des KV-Beitrages herangezogen.


    Als Renter nicht, wenn man Mitglieder in der KVdR (Krankenversicherung der Rentner) ist.

    Angeregt von https://www.dkb.de/privatkunden/aktion-etf-sparplaene.html, habe ich dort einen kleinen Sparplan beauftragt, musste allerdings feststellen, dass die Kostenkalkulation über 5 Jahre (die lag dann im Postfach) bei EUR 130 liegt - wobei einmalige Kosten von 90 Euro gelistet sind; das ist mir ehrlich gesagt zu teuer. Man muss also nicht nur die einmaligen Kauf- und Verkaufkosten betrachten, sondern auch Kosten, die nicht offensichtlich angezeigt werden...

    Die 90 Euro sind ganz einfach die Kaufkosten, wenn du fünf Jahre lang monatlich einen ETF besparst, denn bei der DKB kostet eine Sparplanausführung (derzeit) 1,50 Euro.
    Und 1,50 x 12 Monate x 5 Jahr = 90 Euro.


    Die Kosten während der Haltezeit werden aus dem Fondsvermögen selbst bezahlt. Hierfür musst du kein Geld nachschießen.


    Was die angegebenen Verkaufskosten in fünf Jahren betrifft:
    Erstens sollte dein Anlagehorizont länger als fünf Jahre sein, wenn du in Aktien bzw. Aktien-ETF investierst.
    Und zweitens kann niemand garantieren, wie hoch die Gebühren dann beim Verkauf tatsächlich sein werden. Zur Not könntest du für einen Verkauf die Wertpapiere auch zu einem günstigeren Broker übertragen lassen.


    PS: Solltest du irritiert sein, weil du einen Aktions-ETF besparen wolltest:
    Eventuell werden die Aktions-Bedingungen nicht in der Kostenkalkulation berücksichtigt, obwohl sie dann natürlich beim echten Kauf bzw. Sparplanausführung zur Geltung kommen.
    Und es kann durchaus sein, dass der gewählte ETF ab nächstem Jahr nicht mehr unter die Aktions-ETF fällt und/oder die Aktions-Bedingungen wieder geändert werden.

    Bei Zahlungsschierigkeiten wird Fremdkapital immer vorrangig gegenüber Eigenkapital behandelt.
    Also werden Anleihen immer vorrangig gegenüber Aktien bezahlt.


    Dass ein Recht auf Zahlung des vereinbarten Kupons, sowie auf Rückzahlung des Nennbetrags besteht, ist bei Anleihen generell so gegeben.
    Anmerkung: Dieses Recht ist keine Garantie. Wenn die Firma insolvent ist und kein Geld mehr hat, dann kommt natürlich auch keine Zins-/Rückzahlung mehr.


    Kurzgesagt: Die drei genannten Eigenschaften gelten m.W. für *alle* Anleihen.
    Sie sind kein Herausstellungsmerkmal der genannten Anleihe gegenüber anderen Anleihen.
    Und sie sagen daher nichts über die Sicherheit aus.

    @Lothar-HH, in wievielen Themen hast du jetzt diesen exakt identischen Beitrag gepostet?
    Auf jeden Fall mehr als fünf...


    Arbeitest du für Smartbroker, oder wie kommst du darauf, dass es der "derzeit beste Online-Broker" sei?
    Es gibt nicht den "besten", weil jeder Broker anders ist und auch jeder Kunde ein anderes Nutzerprofil hat.

    Da muss ein Missverständnis vorliegen.


    Sondervermögen bedeutet, das Vermögen der Anleger wird getrennt vom Vermögen der Gesellschaft verwaltet und bilanziert.
    Das gilt generell für hier zugelassene offene Investmentfonds (also auch ETF), unabhängig von der Replikationsmethode.


    Wenn zukünftig optimiert repliziert wird, dann werden eben nicht mehr alle Aktien des Index als Sondervermögen für die Anleger verwahrt, sondern nur noch eine sinnvolle Teilmenge davon.

    Zu den 15 Jahren vllt auch dieses Video von Finanzfluss ansehen, insbesondere die besprochene Grafik zwischen 6:35 und 7:25 min.


    Kurz gesagt: In der Vergangenheit hatte man nach 15 Jahren Anlagedauer immer eine positive Rendite.
    Das heißt nicht, dass kurz vor Ablauf der 15 Jahre (also bspw. schon nach 12, 13 oder 14 Jahren) die Rendite nicht noch besser gewesen sein kann, aber in diesen kürzeren Jahren gab es eben auch schon mal Zeiträume, nach denen man im Minus war.


    PS: Das ganze gilt natürlich nur für den breiten Aktienmarkt, nicht für einzelne Aktien.

    ETF sind ein einfaches und kostengünstiges Mittel zur Diversifizierung.
    Es ist ein Finanzprodukt (das erste?), wo Privatanleger denselben Typ handeln wie institutionelle Anleger. Denn bei (aktiv gemanagten) Fonds gibt es ja für private und institutionelle meist verschiedene Varianten.


    Aktuell gilt:
    Aktien sind das "direktere" Produkt, da keine Fondsgesellschaft dazwischen ist.
    Auch sind Aktien (noch?) nicht von der neu eingeführten Vorabpauschale betroffen. Und sie haben auch keine laufenden Kosten (TER).
    Allerdings haben Aktien ihren eigenen Verlusttopf. Und es kann (auch kostenmäßig) aufwändiger sein, ein Rebalancing durchzuführen.


    Wie das alles (also die Regulierung, die Besteuerung, usw.) in 30 Jahren aussieht, kann heute niemand verlässlich sagen.

    Mit diesem Satz liegt der Autor meines Erachtens falsch:

    … greift das Gesetz (Originaltext ist hier) umfänglich zum 1. Januar 2021. Was aber z.B. die Nichtanrechenbarkeit von Verlusten aus Termingeschäften mit anderen Einkünften angeht, gelten die Änderungen bereits seit Beginn dieses Jahres.


    Die Nichtanrechenbarkeit von Verlusten aus Termingeschäften mit anderen Einkünften gilt meiner Meinung nach erst ab dem 01.01.2021.
    Denn diese Einschränkung steht im Satz 5, und dessen Gültigkeit wird im zweiten Absatz des verlinkten Gesetzes zur Änderung des EStG wie folgt terminiert:


    § 20 Absatz 6 Satz 5 in der Fassung des Artikels 5 des Gesetzes vom 21. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2875) ist auf Verluste anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2020 entstehen. § 20 Absatz 6 Satz 6 in der Fassung des Artikels 5 des Gesetzes vom 21. Dezember 2019 (BGBl. I S. 2875) ist auf Verluste anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2019 entstehen."

    Was schon jetzt ab 01.01.2020 gilt, ist die Deckelung der Anrechnung von ganz oder teilweisen Totalverlusten, wie sie in Satz 6 (also in § 20 Abs. (6) Satz 6 EStG) steht.

    Hallo @Sara,
    aber wo soll nun der Vorteil getrennter Depots sein?


    Wenn ich es richtig verstehe, läuft es doch so ab:


    1) Alles in einem Depot:
    Alle Erträge werden von Anfang an freigestellt, bis man die 801 EUR erreicht. Bis zu diesem Zeitpunkt wird die anrechenbare Quellensteuer im Topf geparkt, und nach diesem Zeitpunkt wird sie angerechnet.


    2) Separate Depots:
    a) Im quellensteuerfreien Depot wirkt der Freistellungsauftrag, allerdings dauert es hier länger, bis er ausgeschöpft wird.
    b) Im Depot mit quellensteuerbehafteten Aktien wird direkt von Anfang an (und das ganze Jahr über) jedesmal 10% deutsche Abgeltungssteuer und 15% ausländische Quellensteuer abgezogen.


    Auf das ganze Jahr (Jahressummen) betrachtet läuft es auf das gleiche raus. Ich sehe da keinen Vorteil.


    Hat man mit separaten Depots nicht sogar einen leichten Nachteil, weil man ggf. bis zu den Dividendenterminen der deutschen Aktien im Mai warten muss, bis dann endlich der FSA im quellensteuerfreien Depot greift?
    Also muss man mit getrennten Depots die deutsche Steuer schon früher zahlen als wie wenn man alles in einem Depot hätte, oder? Auch wenn der Unterschied gering ist.

    Bei den Erträgen, bei denen schon Abgeltungssteuer abgeführt wurde, ist deine Steuerschuld bereits abgegolten. Du musst sie nicht mehr erklären.


    Hast du Erträge, die noch nicht der deutschen Besteuerung unterlegen haben, so musst du *diese* in der Steuererklärung angeben.
    Hierbei reicht es anzugeben, wieviel Freibetrag du bereits für die anderen (abgegolten vesteuerten) Erträge verbraucht hast (in Anlage KAP, Zeile 13). Der Rest des Freibetrag wird auf die bisher noch nicht versteuerten Erträge angewendet.


    Die Form der Steuerbescheinigung ist nur für deutsche Institute festgelegt.


    Bei Erträgen aus dem Ausland ist die Form der Bescheinigung völlig offen. Du musst dich hier selbst um einen entsprechenden Nachweis kümmern. Nimm das, was du dort bekommst. Auf was anderes hast du keinen gesetzlichen Anspruch. Im besten Fall sieht es so aus, wie die deutschen Bescheinigungen. Im schlechtesten Fall musst du Screenshots der Kontostände von Jahresanfang und Jahresende machen. Meistens bekommst du aber zumindest irgendeine Übersicht über die jährlichen Zinsen oder kannst danach filtern.

    Danke, das ist interessant. Ich habe auch ein Tagesgeld Plus, aber erst seit Q4 2019. Die zum 31.12. gutgeschriebenen Zinsen kann ich zwar sehen, nicht aber ihren Einfluss auf den Freistellungsauftrag - dort sehe ich nur, dass mein Freistellungsauftrag für 2020 noch unangerührt ist. Bekommt man bei denen eine Steuerbescheinigung?

    Die zum 31.12. gutgeschriebenen Zinsen lassen den Freistellungsauftrag für 2020 unangerührt, weil sie noch 2019 zuzuordnen sind.
    Entweder hattest du noch Freistellungsbetrag übrig, oder es wurde Steuer abgezogen.
    Falls weder noch der Fall gewesen sein sollte (was ich nicht glaube), wärest du verpflichtet, sie in der Steuererklärung anzugeben und dort versteuern zu lassen.


    Und ja, eine Steuerbescheinigung bekommt man. Meine vom letzten Jahr ist auf den 15.01.2019 datiert.

    Ich denke, der Satz hat dann Sinn, wenn man den Freistellungsauftrag in einem anderen Depot nutzt und in diesem Depot alle anrechenbare Quellensteuer mit Erträgen direkt verrechnet wird.


    Am Ende ist es aber nur eine unterjährige Optimierung, wenn man nicht bis zur Steuererklärung warten will.

    Warum sollte man es überhaupt derart aufteilen?


    Die meisten werden ja mit einem einzigen Depot starten. Und da wird auch alles direkt verrechnet.


    Der "Tipp" im Artikel suggeriert, dass eine Aufteilung besser/vorteilhaft sei.


    Aber eine steuerliche Vereinfachung ist nicht vorhanden (gegenüber "alles in einem einzigen Depot"), meiner Meinung nach. Und daher verwirrt dieser "Tipp" viele.




    PS: Wir reden dabei nicht davon, die unterschiedliche Gebühren, Orderkosten, usw. der verschiedenen Broker optimiert auszunutzen, sondern es geht hier rein um die steuerlichen Eigenheiten (bei einem vs. mehreren Depots in Deutschland).