Beiträge von SchnelleZ

    meine Frau hat heute ein ähnliches Schrieben von der VB Gronau-Ahaus erhalten (ab dem 1.1.2017 ein jährliches Verwaltungsentgelt (10 EUR)). Nun müssen wir erst einmal prüfe, was dies nun final bedeutet und wie es sich insbesondere auswirkt (infolge Gebühr negative Verzinsung) vor staatlich Zulage.


    Interessant ist zudem die Begründung der VB: Jedes Jahr prüfen ob Handlungsbedarf bei der VR-RentePlus besteht und dies verursacht erheblichen Bearbeitungsaufwand .... // naja, da der maximal förderfähige Betrag eingezahlt wird (2.100 EUR minus Zulage), gibt es nicht wirklich viel zu prüfen ...

    Wieder zum Anfang


    Aus der Substanz bezahlen hört sich für einen ETF zumindest interessant an …


    Nun gut, die Entwicklung des ETFs lässt sich nur bedingt mitdem (Kurs-, Rendite-)Verlauf einer Staatsanleihe bis zur Endfälligkeit vergleichen (siehe auch Beitrag vom 18.03.2016).


    Der Index bildet das Segment der größten und umsatzstärksteneuropäischen Staatsanleihen ab: u. a. mit Investment Rating, EUR Land, Restlaufzeitvon mindestens 10 Jahren usw. Aufgrund der Indexkonstruktion sind keine Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit kleiner/gleich 10 Jahre enthalten.


    Der ETF strebt dabei die Wiederspiegelung des zugrunde liegenden Indexes (physisch replizierend) an. Infolge der vierteljährlichen Indexüberprüfung kommt es zu dem bei diesem (oben genannten) ETF u. a. zu physischen Verkäufen und Käufen mit Verkaufsgewinnen,-verlusten sowie Transaktions- und Verwaltungskosten sowie Fondsausschüttungen. Infolge dessen entsteht auch (gewichtet über alle enthaltenen Anleihen des ETFs) zu einem Unterschied zwischen Rendite des ETFs = Durchschnittsrendite: rund 1,3% (März 2016), Durchschnittskupon: ca. 3,2 % (März 2016) und Ausschüttungsrendite des ETFs an den Anleger: ca. 2,6 % (2015).


    Aufgrund der aktuell gegebenen Rahmenbedingungen bleibe ich derzeit eher beim „Nachdenken“ und gehe nicht zum blindem Folgen über. Es ist aber auch klar, dass das Nachdenken nicht unendlich sein wird ;-)


    Ich wünsche noch eine schöne Restwoche.
    / p. s. Ich muss mich mal mit dem Editor hier beschäftigen, der "schluckt" beim Speichern hin und wieder Leerzeichen

    @Franziska : Ich weiß nicht, ob das Verschieben meines Beitrages andiese Stelle so glücklich war … Aber Förderung des Eigenanliegens von FinanzTipgeht schon in Ordnung ;-)


    In Ergänzung des Beitrages vom 8. März 2016


    Die Eigenleistungen zwischen Ende 2002 und 2015 belaufen sichauf 19.935 EUR. Auf die Eigenleistungen wurden bis Jahresende 2015 insgesamtca. 4.100 EUR Zinsen (Zins, Bonus und Zinseszins) dem Vertrag gut geschrieben.Dies ist m. E. für einen konservativen Banksparplan gar nicht so schlecht.Zudem muss berücksichtigt werden, dass in den ersten zehn Jahren verminderteEinzahlungen erfolgten (sechs Jahren „Riesterstaffel“, 10 Jahre Kinderzulagenanspruch)

    Denkanstöße und Lesehilfe

    Mit dem Diskussionsbeitrag vom 18.03.2016 sollte ein Denkanstoß geben werden, dass es bei der Anlage in Rentenindizes (EURO-Staatsanleihen mit mindestens Investment Grade) durchaus Fälle gibt, bei denen kurzfristige Veräußerungsüberlegungen kritisch hinterfragt werden sollten (u. a. Ausschüttungsrenditen über Festgeldzinsen selbst ohne Berücksichtigung von günstigeren Kaufkursen). Es geht hier nicht um eine Rex-P Anlage und die Überschrift hieß auch (glaube ich) relativ global Rentenfonds Verkaufen oder so ähnlich.


    @Kater.Ka : Damit das geschilderte an einem (Lese-)Beispiel nachvollzogen werden kann (obwohl ich ungern auf bestimmte Investmentgesellschaften verweise), hier der Hinweis auf ein Produkt von DEKA-ETFs (ehemals ETFlab / alternative Produkte finden sich auch bei anderen „Kapitalsammelstellen“ wie iShare etc.). Übrigens finde ich den Internetauftritt von DEKA-ETFs hinsichtlich der Produkt-Transparenz vergleichsweise überzeugend.

    • ETF: Deka iBoxx EUR Liquid Sovereign Diversified 10+ UCITS ETF (DE000ETFL169)
    • Ausschüttungsrenditen der letzten Jahre: 2015: 2,68 %, 2014: 2,73 %, 2013: 3,67, %, 2012: 3,75 %
    • Die Renditen verstehen sich jeweils vor (Kauf-/Verkauf-)Kosten und konnten erzielt werden, wenn Fondsanteile zum Jahresdurchschnittspreis erworben wurden.
    • Einzeltitel werden vor Unterschreitung der 10 Jahres-Grenze ausgetauscht

    Die vollständigen Details können ja auf der Internetseite von DEKA-ETFs nachgelesen/-gerechnet werden ;-)


    Blasenbildung / möglicherweise platzende Blasen / Crash: Kein einfaches Thema. Wie soll bei der längerfristigen Rentenvorsorge/beim Vermögensaufbau darauf reagiert werden? Vielleicht ist dieses Thema ein eigenes Diskussionsforum wert (soweit nicht schon existent). Bei mir führte der aggressive Zinssenkungskurs der EZB relativ zeitig zum Umschwenken von einer alleinigen ETF-Rentenstrategie (als Teil einer sicheren Anlage) zur Einzelauswahl von EUR Staatsanleihen bzw. staatlich garantierter Anleihen (D, A, EIB, die 2016 teilweise über 60 %ige Kursgewinne haben = Blase?).

    Die Betonung liegt auf "Nachdenken", aber nicht blind folgen
    (eine kurze Replik, auf den Artikel vom 02.03.2016 und Twitter-Post vom 12.03.2016)
    Den Intention des Beitrages (@Dr. Manuel Kayl ) kann ich in den Grundzügen folgen. Insbesondere ist eine Neuanlage auf breit anlegende Rentenindizes aktuell zu hinterfragen. Dennoch müssen bereits erfolgte Anlagen in Rentenfonds differenzierter gesehen werden und sollten nicht ohne eingehende Prüfung (der Ertragsaussichten alternativer Anlagemöglichkeiten) veräußert werden. Wie das nachfolgende Beispiel zeigt, ist bei Veräußerung des Rentenfonds auch eine Schmälerung der Renditeaussichten möglich.

    • Für eine längerfristigen Anlage wurden zwischen 2010 und 2015 ETFs auf lang laufende europäische Staatsanleihen (10 Jahre und länger) mit mindestens Investment Grade erworben
    • Die Kursgewinne für die erworbenen ETF-Anteile betragen Anfang März 2016 knapp 35 % (nach Kosten)
    • Die Ausschüttungsrendite des Fonds liegt für das Gesamtjahr 2015 bei rund 2,68 %
    • Die Ausschüttungsrendite auf den eingesetzten Anlagebetrag (nach Kosten und vor Steuern) 2015 beträgt ca. 3,4%

    Was passiert nun bei einer Veräußerung und Umschichtung in Fest-/Tagesgeld mit 10.000 EUR Anlagebetrage (zur Vereinfachung habe ich einen runden Betrag gewählt)

    • 10.000 EUR Anlagebetrag + 3.470 EUR Kursgewinne = 13.470 EUR
    • Abführung von Abgeltungssteuer + Soli zur Freude des Finanzministeriums in Höhe von 26,375 % der Kursgewinne bleiben rund 12.554,79 EUR
    • Neuanlage für 36 Monate (3 Jahre) bspw. bei CA Consumer Finance für 1,55 Prozent (entsprechend FinanzTip Empfehlung): jährliche Zinsen ca. 194,60 EUR bzw. 583,80 in drei Jahren (ohne Zinseszins)

    Werden die Fondanteile nicht veräußert, ist bei gleichbleibender Ausschüttungsrendite in den nächsten drei Jahren der Vorteil der Fondsanlage mehr als deutlich (3,4 % von 10.000 EUR Anlagebetrag: 340 EUR im Jahr bzw. 1.020 EUR nach drei Jahren = + 74,72 % gegenüber der Festgeldanlage). Auch bei einem Absinken der Ausschüttungsrendite auf durchschnittlich 3 % bleibt der Vorteil der Rentenfondanlage bestehen (+54,16 %)!
    Auch unter dem Aspekt der Sicherheitskomponente weisen ETF-Rentenfonds (mit Investment Grade Staatsanleihen) nicht zwingend ein schlechteres Risikoprofil als Festgeldanleihen auf. Die meisten Fonds verfügen über ein Fast Exit sobald das Rating der Staaten schlechter wird. (Eine differenzierte Betrachtung der Ratingsysteme scheint in diesem Zusammenhang auch geboten: siehe u. a. Ablauf der Ratingeinstufungen Griechenlands zwischen 2007 und 2014 oder Funktionsfähigkeit der Ratingmodelle zu Beginn der Finanzkrise 2007 bis 2009 [gehört aber inhaltlich nicht hier her]).
    Ich werde aus den hier kurz dargelegten Gründen derzeit meine – wie oben beschriebenen - Rentenfondsanteile als Sicherheits-/Renditekomponente im Portfolio behalten und kurz- bis mittelfristig nicht veräußern! Und möchte einen Anstoß zum "vertieften" Nachdenken geben.

    Erfahrung zum Riesterbanksparplan


    Vertrag läuft seit 2002
    Rendite / Verzinsung zum Jahresende 2015
    a) Gesamtzulagen bezogen auf Summe der getätigen Einzahlungen: ca. 15,1 %
    b) Zinsen (variabler Grundzins + Bonuszins) 2015 bezogen auf Gesamteinzahlung: ca. 2,7 %


    Bei Abschluss des Vertrages waren für mich ausschlaggebend


    - Flexibilität des Sparplans (Zahlung kann im Notfall ausgesetzt werden sowie im Notfall auch Wechsel des Institutes möglich)
    - Harz IV sicher
    - Durchhaltbarkeit bis zur Auszahlungsperiode
    - staatliche Förderung (erhöht die Gesamtrendite)
    - steigende Bonuszinsen
    - Schlussbonus am Ende der Ansparphase
    - Vererbbarkeit des Vertrages in der Ansparphase möglich (bei gegebenen Voraussetzungen)
    - Steuererleichterungen/Steuervorteil in der Ansparphase waren von nachrangiger Bedeutung (obgleich diese glücklicherweise heute die Rendite noch einmal deutlich erhöhen)
    - Besteuerung in der Auszahlphase waren gleichfalls von nachrangiger Bedeutung (ist heute noch nicht seriös abschätzbar, siehe z. B. Überlegungen des Finanzministeriums zur steuerlichen Behandlung von negativen Einlagenzinsen oder Steuerreform 2008 etc.)
    - kam später hinzu: meine gesetzliche Rente liegt nach heutigem Stand über der gesetzlichen Grundsicherung
    - nur ein Baustein in der (sukzessiv aufzubauenden) langfrisigen privaten Altersvorsorge (gehört inhaltlich nicht zum Thema Riester)