Beiträge von michael_d

    Ist es wirklich so, dass die Aktien von der Börse genommen werden? Ich habe gelesen, dass eine Kapitalerhöhung in Höhe von 8 Mrd. Euro geplant ist. Das würde halt die Anteile der bestehenden Aktionäre sehr verwässern. Das heißt die bestehenden Anteile verlieren an Wert.

    Aber ernsthaft, ein Gericht dafür zu brauchen, damit man seinen Eltern etwas schenken darf? Das ist typisch deutsch...

    Es geht um minderjährige Kinder. Ein erwachsenes Kind darf seinen Eltern selbstverständlich schenken, was es möchte, ohne dass dafür ein Gericht nötig ist.

    Aber die Eltern eines minderjährigen Kindes müssen das Vermögen des Kindes in dessen Interesse verwalten. Und tendenziell ist es eben nicht im Interesse des Kindes, wenn ihm Geld weggenommen wird.

    Die einzige Aktie, die tatsächlich deswegen gesplittet wurde, um mehr Kleinanlegern die Chance zu geben einzusteigen, war Berkshire Hathaway (Warren Buffett). Die sog. A-Aktie liegt bei 439 EUR, die sog. B-Aktie ist auch schon wieder bei 292 EUR.

    Die Berkshire A wurde nie gesplittet, genau deshalb steht sie ja bei fast 500.000 USD. Es wurde lediglich irgendwann eine B-Aktie eingeführt. Man kann jedoch seine A Aktien in B umtauschen, wenn man denn möchte. B in A kann man aber nicht tauschen.

    A0RPWH am 4.1.2022 hat ein All Time High erreicht --> EUR 79,972

    Damals habe ich viel investiert - weil es hieß - egal wann du in ETF investiierst - langfristig (> 15 Jahre Anlagehorizant) machst Du nie minus.


    Heute steht der Kurs bei EUR69,502 - das entspricht ein Wertverlust von über 13 %

    Wie du selbst schreibst, hat man mit einem Invest in die breiten Aktienmärkte nach 15 Jahren bisher nie einen Verlust gemacht. Und weil die Märkte jetzt nach 4 Monaten 13% im Minus steten, verkaufst du alles?

    Ich würde den Plan durchziehen. Wie du selbst schreibst, sind die Kurse ja schon etwas zurück gekommen und du kaufst somit eh schon etwas günstiger ein, als es schon war.

    Ob es noch weiter runter geht? Das kann keiner sagen. Hängt wahrscheinlich davon ab, wie sich der Krieg weiterentwickelt. Bei weiterer Eskalation könnten auch die Börsen weiter fallen.

    Eventuell kannst du noch überlegen, die 25.000 z.B. über 5 Monate gestreckt anzulegen.

    Bist bereit die Verluste die anstehen zu tragen?


    In der Lage dazu, wirst Du nicht sein.

    Man soll an der Börse nur Geld investieren, auf das man im Notfall auch verzichten kann. Da immer ein Totalausfall drohen kann (wobei ich dieses Risiko eher bei Einzelaktien, als bei ETF sehe). Aber dieses Risiko steuert man ganz einfach über die Aufteilung zwischen RK1 und RK3.


    Firmen haben schon jetzt weniger Substanz, stark abfallend im Trend.

    Meinst du z.B. Apple, die gerade einen Quartalsgewinn von 35 Mrd. Dollar vermeldet haben? Wenig Substanz sieht für mich anders aus.

    Der Dax wäre bei so 10 000 Punkten vermutlich auf wahren Wert, vielleicht bei 8000.

    Ist das dein Bauchgefühl oder gibt es stichhaltige Argumente, warum genau das der faire Wert des DAX wäre?


    Und ganz allgemein: Irgendeine Krise gibt es immer auf der Welt. Die Börsen haben schon Weltkriege überstanden.

    Solange man breit in die Weltwirtschaft investiert, wird man LANGFRISTIG sehr wahrscheinlich mit Gewinn rauskommen. Mag ja sein, dass es jetzt mal runter geht (oder auch nicht...wer weiß das schon). Aber in 20 Jahren sind all die aktuellen Krisen vergessen und die Börsen werden höher stehen, als heute.

    Ich möchte noch anmerken, dass man ein Depot nur für die eigenen Kinder anlegen kann.

    Für das Patenkind müssten dessen Eltern das Depot anlegen und verwalten. Du könntest lediglich monatlich Geld drauf überweisen. Aber die Eltern müssten sich um Einrichtung des Sparplans kümmern.

    Darum würde ich zumindest beim Patenkind die ETFs in meinem eigenen Depot halten, oder ggf. auf meinen Namen ein zweites Depot eröffnen, wo ich die ETFs des Patenkindes reinlege.

    Für das eigene Kind würde ich ein Depot auf den Namen des Kindes machen (so mache ich das zumindest, um den Freibetrag ausnutzen zu können).

    Zum Thema „Rollen“ macht es Sinn zu warten bis der Crash kommt (17März 2022 ???)

    Bist du sicher, dass es der 17.März ist. Ich dachte bisher immer der Crash kommt am 25. März. Ein genaues Datum wäre schon gut zu wissen.


    So und nun noch im Ernst:

    Man rollt doch, um aufgelaufene Gewinne mit dem Pauschbetrag verrechnen zu können. Warum sollte man also mit Verlust verkaufen und direkt wieder zurückkaufen?

    Du hast dann einen Verlusttopf, aber dafür ist ja nach dieser Aktion dein Einstandskurs viel niedriger als vorher, was in der Zukunft zu höheren Kursgewinnen und damit zu mehr Steuer führt. Macht also meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn

    Angestachelt durch Deinen Beitrag habe ich auch mal mein Depot bei der Consorsbank gecheckt und mit Entsetzen eine Differenz von 2 cent gefunden

    Sowas kann meiner Meinung nach durch Rundungen zustande kommen. Gerade, wenn man Aktienbruchstücke im Depot hat (durch Sparpläne), kann der Wert einer Position auch mal mehr als 2 Nachkommastellen haben. Angezeigt werden aber immer nur 2 Nachkommastellen.


    Nehmen wir an, man hat 2 Depot Positionen.

    Beide haben einen Wert von 100,005 EUR (also 100 EUR und ein halber Cent).
    Dann werden diese in der Anzeige jeweils auf 100,01 EUR gerundet.

    Für die Summenbildung werden die Einzelpositionen ungerundet addiert und ggf. am Ende gerundet. Also 100,005 + 100,005 => 200,01


    Somit hat man auf dem Auszug 2 mal 100,01 EUR und als Summe 200,01 EUR.

    Wäre jetzt interessant, ob das bei ManfJoh35 ebenfalls solche Centbeträge sind.

    Also zuerst will das Finanzamt von den 2500€ Gewinn ca. 25% abhaben (ggf. abzüglich Freibetrag). Somit bleiben zum investieren im Crash gar keine 2500 übrig.

    Und was machst du, wenn die Kurse im März nicht auf 7500 crashen, sondern auf 12000 steigen? Dann verschenkst du Rendite. Markettiming funktioniert im Normalfall nicht, sondern es ist besser, einfach voll investiert zu bleiben

    Es ist folgendermaßen:

    Die 2000€ Verlust werden mit den 10000€ Gewinn verrechnet.

    Bleiben 8000€ Gewinn. Von diesen 8000€ Gewinn wird der Freibetrag abgezogen, so dass 7200€ zu versteuern bleiben. Steuer hierauf ~25% also 1800€