Beiträge von Oekonom

    winter:


    genau richtig. Das ist der Unterschied zwischen einer "normalen" Vollbank und einer "nur" Fondsbank wie ebase & Co. Bei zweiteren kannst du nicht nur zB 100 Anteile, sondern auch genau für 5.000 Euro kaufen und kriegst dann 24,576 Anteile gutgeschrieben. Ebenso kannst du später dann mal zB 2.000 Euro oder auch 12,43 Anteile verkaufen.

    tOkra:


    Also erstes würde ich mich keinesfalls unter Zeitdruck setzen lassen, so viel Zeit muss sein, sich das gut zu überlegen. Notfalls kann man natürlich einfach mal unterschreiben und dann sein Widerrufsrecht geltend machen, aber was bringt das schon. Bestenfalls "sichern" und weitersuchen.


    Ich gehe in solchen Fällen immer wie folgt vor:


    1) ich suche mir bei einem Onlinevergleich (zb preiswert-versichert.com) die "besten" Versicherungen raus. Also gute Bewertung und guter Beitrag.


    2) Dann gehe ich zu dem Makler meines Vertrauens - also einer, der nicht nur eine Versicherung verkauft, sondern "alle" - und frage ihn, welche der Versicherungen er mir anbieten würde und warum. So bin ich letztlich bei der LV1871 gelandet.


    Zu der Erhöhung:
    Die jährliche Erhöhung um fünf Prozent soll einen Inflationsausgleich bieten. Der Beitrag steigt, aber auch deine monatliche Rente. Einer solchen Erhöhung kann man jährlich widersprechen. WEnn du es zweimal hintereinander machst, kommt in Zukunft gar keine Erhöhung mehr. Das ist dann aber unwiderruflich.


    Zur Beitragshöhe:
    Die Beiträge schwanken allein schon deshalb sehr stark, je nachdem, ob die Rente im Zweifelsfall bis zum 60., 63., 65. oder gar 67 Lebensjahr laufen soll. Ich habe das einmal bei preiswert-versichert.com mit deinen Angaben gerechnet. Unterstellt ist dabei männlich, Nichtakademiker und 750 Euro Rente für einen beliebig ausgewählten Versicherer:


    Beitrag für Rente bis 60 Jahre: 24,67 Euro
    Beitrag für Rente bis 63 Jahre: 32,55 Euro
    Beitrag für Rente bis 65 Jahre: 39,20 Euro
    Beitrag für Rente bis 67 Jahre: 46,98 Euro

    @'Matthias_E:


    Das Ausgangsargument war doch, dass man bei thesaurierenden Fonds den Zinseszinseffekt hat, bei ausschüttenden Fonds hingegen nicht. Daher meine Aussage, dass durch die Wiederanlage genau dieser Effekt erzielt werden kann.


    Bei "normalen" Banken scheitert die Wiederanlage oft an den Mindestanlagesummen. Natürlich kann man das mit der Sparplanvariante, wie von dir beschrieben, geschickt "umgehen". Aber dann muss man bei jedem Fonds und bei jeder Ausschüttung so agieren. Für mich ist das unnötiger Aufwand.


    Die automatische Wiederanlage bei ebase & Co. betrachte ich nicht als Umsatzgenerierung, sondern als Service für mich. Weil ich mich eben um nichts kümmern muss, taggleich wieder angelegt wird und der Zinseszinseffekt erreicht wird. Wer das nicht will, kann die automatischen Wiederanlage problemlos canceln und über die Ausschüttungen so verfügen, wie er will. Für mich hat dieses Procedere nur Vor-, aber keine Nachteile. Einen Eingriff in meine Rechte kann ich hier nicht erkennen.

    Ich kenne mich mit den Spielregeln hier noch nicht so aus - aber wenn das nicht gegen irgendwelche Regeln verstößt, ist es einfacher, so eine Frage zu beantworten, wenn du Ross und Reiter nennst. Also um welche Bank geht es und welchen Fonds meist du?


    Ganz allgemein: Ich würde ein deutsches Bankdepot vorziehen, weil es hinsichtlich der steuerlichen Abwicklung idR einfacher ist. Ausländische Banken kennen das deutsche Steuerrecht oft nicht so genau und sind ggf auch nicht daran gebunden, eine Steuerbescheinigung zu erstellen, die deutschen Recht entspricht.


    Du kannst zB den Fonds unter avl-investmentfonds.de suchen. Dort werden viele Banken aufgeführt, die nahezu jeden Fonds mit 100 Prozent Rabatt anbieten. Du kannst das Depot dann auch unmittelbar bei der Bank deiner Wahl eröffnen, wenn du AVL nicht im Boot haben willst.

    noch zwei Anmerkugen zu den Ausführungen von "Altsachse":


    1) Es stimmt, dass man bei den thesaurierenden Fonds die absolute Wertentwicklung besser ablesen kann, aber auch hier steckt die Tücke im Detail. Weil eben die inländischen die Abgeltungssteuer einbehalten und abführen müssen, die ausländischen nicht, ergibt sich auch hier eine Verzerrung. Die Preise identischer Fonds werden sich also unterschiedlich entwickeln, je nach Domizilland.


    2) Wenn man seine Fondsanteile bei einer "normalen" Bank hält, gibt es in der Regel keine Wiederanlage der Erträge. Wer seine Fonds bei einer "reinen" Fondsbank (ebase, Fondsdepotbank, Frankfurter Fondsbank) hält, kann die Ausschüttungen taggleich in neue Anteile (ggf. auch Bruchteile) anlegen. Im Ergebnis ist das wie Thesaurierung, aber eben steuerlich einfacher zu handhaben.

    Für mich persönlich haben thesaurierende Fonds zwei eklatante Nachteile:


    1) Zum einen stimmt die oben gemachte Aussage nicht, dass es zu einer Steuerstundung kommt so nicht:


    a) wenn es sich um einen inländisch thesaurierenden Fonds handelt, behält die KVG zum Ende des Geschäftsjahres die Abgeltungssteuer ein und führt sie an das Finanzamt ab. Ein Steuerstundungseffekt ergibt sich nur hinsichtlich der Erträge, die auf Ebene des Fonds nicht der Abgeltungssteuer unterliegen., also zB Kursgewinne, die dann erst bei Veräußerung der Besteuerung unterliegen.


    b) bei ausländisch thesaurierenden Fonds muss man die "ausschüttungsgleichen" Erträge - die bis dahin keiner Abgeltungssteuer unterlegen haben - selbst jedes Jahr (!) über die Anlage KAP nacherklären. Oft liegen die Daten den Banken nicht rechtzeitlig vor, man muss dann entweder selbst im Bundesanzeiger recherchieren oder zusätzlich eine kostenpflichtige Erträgnisaufstellung anfordern. Auf jeden Fall viel Aufwand.


    2) bei Veräußerung des ausländisch thesaurierenden Fonds behält dann die Bank für die Besitzzeit die gesamte Abgeltungssteuer für alle Jahre ein, die man dann wieder vom Finanzamt holen kann, wenn man nachweist, dass man in den Vorjahren ordentlich die jeweiligen Jahreserträge versteuert hat. Kann einen unerfreulichen Aufwand bedeuten, wenn man den Fonds lange gehalten hat!


    Daher sind ausschüttende Fonds auf jeden Fall die pflegeleichtere Variante. Hinzu kommt, dass viele thesaurierende Fonds (oft aus administrativen und genehmigungsrechtlichen Gründen) eben im Ausland aufgelegt wurden und sich damit zusätzlich die Problematik aus Punkt 2 ergibt.

    Eco-Reporter Urteile:


    Also ich bin der Meinung, man könnte hier schon etwas detaillierter herangehen. Zwei Beispiele:


    1) Die Analyse von "Planet Energy - Saubere Kraftwerke 5" (gibt es zum freien Lesen):


    Zum Thema Leistungsbilanz steht da u.a.:


    "Laut Leistungsbilanz wurde bei den unterneh­mensbezogenen Genuss­rechten bislang die Grund­verzinsung vollständig und
    die prospektierte erfolgsab­hängige Zusatzverzinsung teilweise erreicht"


    Klingt eigentlich ganz gut, wenn man das so stehen lässt. Fakt ist aber, dass den Anlegern in der Ausschüttungsprognose die Summe aus beidem in Aussicht gestellt wird und die Zusatzverzinsung regelmäßig nicht in voller Höhe erreicht wurde. Wer es genauer wissen will, kann einen Blick in den Prospekt werfen, S. 104.


    Letzlich liegen fünf von sechs Angeboten unter der ehemaligen Prospektprognose - aber das klingt natürlich nicht so schön.


    2) Kostenstruktur


    Für die anfänglichen und laufenden Kosten fehlt mir bei den Analysen oft eine belastbare Bewertung. Aussagen wie "die Kosten liegen im marktüblichen Bereich" oder "liegen über dem Marktdurchschnitt" sind mir zu dünn. Dann müsste es auch eine Bewertung zum "Marktüblichen" geben.


    Ein etwas überzogenes Beispiel:
    Die marktübliche Vertriebsprovision liegt bei 18 Prozent (gab´s früher bei Schiffen). Der Anbieter zahlt "nur" 16 Prozent. Das Urteil lautet demnach "Die Provision liegt unter dem Marktdurchschnitt". Klingt also wieder eher gut. Es fehlt aber dann eine Aussage dazu, dass 16 Prozent immer noch unverschämt viel sind oder dass der Marktdurchschnitt hier keine vernünftige Benchmark sein kann.


    Nichtsdestotrotz finde ich die Plattform sehr informativ - und ein Urteil muss man sich eben selbst bilden.

    Freistellungsaufträge sind ab dem 1. Januar 2016 unwirksam, wenn dem Kreditinstitut keine Steuer-Identifikationsnummer des Gläubigers der Kapitalerträge vorliegt. Das geht aus dem Einkommensteuergesetz hervor. Konkret bedeutet das, dass auf alle Kapitalerträge des Bankkunden dann Steuern anfallen, die das Kreditinstitut direkt an das Finanzamt abführt.


    Kuckst du zB hier:
    http://www.finanztip.de/freistellungsauftrag/

    @elijah:
    noch eine kleine Anmerkung: Wenn du nicht auf eine Bank oder Consors fixiert bist, sparst du den kompletten Ausgabeaufschlag in der Regel dann, wenn du über einen Fondsvermittler wie AAV oder AVL ein Depot bei einer Fondsbank (ebase, Fondsdepotbank, Frankfurter Fondsbank) eröffnest. Und wenn du dann auch noch einen Teil der Bestandsvergütung als Kickback haben willst, geht das zB bei alpha-tarif.de