Beiträge von BSHKunde

    Hallo RMBirkholz,


    auch die Verwaltungskosten, die innerhalb des ETF anfallen, sind Kosten, die in der Kosteninformation ausgewiesen werden. Wenn der ETF, den Sie sich ausgesucht haben, eine TER im Bereich von günstigen 0,1% hat, dann isses das. Wenn nicht, dann liegt die Ursache woanders und jemand anders hat dann hoffentlich die richtige Erklärung parat (notfalls: bei der ING nachfragen ;))


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo clever_care,


    bei einer 105%-Finanzierung und einer Laufzeit von 20 Jahren (das dürften in Ihrem Fall die beiden konditionsbestimmenden Komponenten sein, die Ihre Finanzierung relativ teuer machen) ist das Ihnen vorliegende Angebot vollkommen o. K.


    Günstiger wird es - wie schon einige vorherige Posts andeuten - (und zwar in dieser Reihenfolge der Relevanz für die Zinskondition) mit

    • (deutlich) mehr Eigenkapital
    • (deutlich) kürzerer Zinsbindung
    • höherem Tilgungssatz (mindestens 2% / Jahr, besser 3% / Jahr)
    • Verzicht auf Sondertilgungsoption (gehört bei vielen Anbietern aber standardmäßig sowieso dazu, so dass ein Verzicht nichts bringt, außerdem ärgert man sich später bei normalem Darlehensverlauf ziemlich sicher, wenn man keine Sondertilgungsmöglichkeit hat).

    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo florikran,


    wenn Ihr Darlehensvertrag es zulässt, dass Sie bis zu 14.000 Euro / Jahr sondertilgen dürfen, schließe ich mich sapere_aude an (Sondertilgungsmöglichkeit soweit wie möglich nutzen!).


    Damit reduzieren Sie die Zinsen und erreichen die schnellstmögliche vollständige Tilgung. Den Bausparvertrag (kann man bei Bedarf normalerweise zu gegebener Zeit teilen) benötigen Sie dann nur noch, um das "Restdarlehen" zu gegebener Zeit (ggf. Sondertilgungsrecht gem. § 489 BGB nach zehneinhalb Jahren nutzen!) zu finanzieren. Da dann noch ein Teil der Bausparsumme übrig bleiben dürfte, können Sie diesen Teil-Bausparvertrag als Rücklagenkonto für größere Modernisierungsmaßnahmen verwenden.


    Wenn das so geht (Stichwort: Sondertilgungsmöglichkeit bei einem endfälligen Darlehen - erscheint mir etwas ungewöhnlich) ist Ihre Vertragskonstruktion gar nicht so schlecht ...


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo Juhebe,


    es gibt in der Tat einige (von der Rechtsprechung entwickelte) Grundsätze zur Berechnung von Vorfälligkeitsentschädigungen. Danach kann es zwar - weil die jeweilige Bank gewisse Gestaltungsmöglichkeiten hat - Abweichungen von den Ergebnissen von Internetrechnern geben, diese können aber "legal" nicht das Zweieinhalbfache des Berechnungsergebnisses eines guten Internetrechners betragen. Einen seriösen und guten Internetrechner finden Sie unter FMH-Vorfälligkeitsrechner .


    Ich vermute allerdings, dass das Problem an einer anderen Stelle liegt, so dass die Internet-Vorfälligkeitsrechner Ihnen nicht viel nützen. Diese Rechner setzen voraus, dass Sie einen Anspruch darauf haben, dass die Bank die vorzeitige Darlehenskündigung akzeptiert und Sie nicht nur aus reiner "Nettigkeit" (weil Sie das gerne so möchten) aus dem Vertrag entlässt. In diesem Fall darf die Bank das Vorfälligkeitsentgelt (vgl. auch den Sprachgebrauch, den die Bank verwendet hat) "frei Schnauze" "berechnen" bzw. festlegen (und wird Ihnen sicherlich auch nicht sagen, wie sie zu ihrem "Berechnungs"-Ergebnis gekommen ist).


    Entscheidend dürfte also sein, ob bei Ihnen ein Sachverhalt vorliegt, der die Bank dazu verpflichtet, eine vorzeitige Kündigung des Darlehens zu akzeptieren. Hierzu empfehle ich ergänzend die FMH-Informationen zur Vorfälligkeitsentschädigung , insbesondere die BGH-Urteile Az. XI ZR 267/96; XI ZR 197/96.

    Ich bin mir nicht sicher - und Sie sollten sich ggf. rechtskundiger Hilfe versichern (möglicherweise kann Ihnen schon Ihr Scheidungsanwalt weiterhelfen ;)) - aber mir scheint, dass dieses nicht der Fall ist.

    Die nach meinem Kenntnisstand übliche Vorgehensweise bei einer Scheidung (wenn diese "friedlich" und zwischen Menschen, die in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben, und von denen eine*r die Immobilie behalten möchte, stattfindet) ist ungefähr folgende:

    • (gutachterliche) Feststellung des immobilienwertes
    • Abzug des Restdarlehensbetrages vom Immobilienwert
    • künftige*r Alleineigentümer*in der Immobilie (vorliegend: Sie) zahlt an an "aussteigende*n" Miteigentümer*in die Hälfte des Differenzbetrages, wobei das notariell beurkundet werden muss (Verkauf des hälftigen Anteils an der Immobilie an den anderen Anteilseigentümer)
    • beide Ehegatten wenden sich (sinnvollerweise bereits im Vorfeld) an die Bank und beantragen, dass die "aussteigende" Ehegattin aus dem Darlehensvertrag entlassen wird, was die Bank nach Prüfung von Solvenz und Bonität des verbleibenden Darlehensschuldners gegen Berechnung einer (vermutlich auch recht happigen) Gebühr bewilligt.

    Anschließend setzen Sie den Darlehensvertrag allein und ansonsten unverändert fort. Einen (zwingenden) Grund für eine Darlehenskündigung gibt es nicht (allenfalls, wenn die Bank bei der Entlassung der Miteigentümerin und - davon bin ich ausgegangen: - Mit-Darlehensnehmerin nicht mitspielt). In dem Fall sähe aber möglicherweise die Rechtslage schon wieder ganz anders aus ...


    Viele Grüße


    BSHKunde

    "Vermutlich besser (wenn nicht in den nächsten Jahren die Zinsen deutlich steigen) wird es sein, nach 10 Jahren das m. E. auch bei diesen Vertragskonditionen bestehende Sondertilgungsrecht für das Darlehen zu nutzen und ein normales Annuitätendarlehen aufzunehmen und bei dieser Gelegenheit das Guthaben des Bausparvertrags und das sonst angesparte Geld als Eigenkapital einzusetzen."


    Sorry - Tippfehler: Ich meinte natürlich "Sonderkündigungsrecht"!

    Hallo eel800,


    wenn es sich bei Ihnen so verhält, wie ich es nach dem geschilderten Sachverhalt vermute, haben Sie ein tilgungsfreies Darlehen (Frage: Bei der Bausparkasse oder bei der Volksbank?) abgeschlossen, das zu gegebener Zeit durch einen bei der Bausparkasse (vermutlich: Schwäbisch Hall) laufenden Bausparvertrag - nach der Zuteilung dieses Bausparvertrags - abgelöst wird, wobei die Höhe der Bausparsumme dem Darlehensbetrag entspricht.


    Üblicherweise - und die Frage, ob es bei Ihnen (ausnahmsweise) anders ist, können Sie nur durch intensives Studium der Vertragsunterlagen und im Gespräch mit Ihrer Volksbank klären - bieten diese Vertragskonstruktionen zwar absolute Zinssicherheit bis zur vollständigen Darlehensrückzahlung, sind in der Phase des Ansparens des Bausparvertrags aber höchst unflexibel.

    Sie sind bei einer solchen Vertragskonstruktion nicht nur nicht verpflichtet, sondern üblicherweise auch auch nicht berechtigt, Tilgungsleistungen auf das Darlehen zu zahlen.

    Mit Zustimmung der Bausparkasse könnten Sie höhere Sparbeiträge (als den Regelsparbeitrag) auf den Bausparvertrag zahlen, mit dem Ziel, dass dieser schneller zuteilungsreif wird und das tilgungsfreie Darlehen abgelöst wird. Ob die Bausparkasse ggf. in Verbindung mit dem Darlehensgeber zustimmt, ist fraglich, da das Prinzip der absoluten Zinssicherheit nicht nur für Sie, sondern auch für die Bausparkasse bzw. den Darlehensgeber gilt - und bei einem (für den Darlehensgeber) vorteilhaften Zinssatz von 2,69 % ist dieser vermutlich daran interessiert, dass das Darlehen so lange wie möglich läuft. Nach den Möglichkeiten bei Ihrer Volksbank bzw. bei der Bausparkasse fragen kostet nichts, rechnen Sie aber nicht damit, dass das ein "Selbstgänger" ist.


    Wahrscheinlich bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das "überzählige" Geld gut aufzuheben (lassen Sie sich bitte nicht von Ihrer Volksbank bei dieser Gelegenheit gleich die nächste für Sie potenziell ungünstige Vertragskonstruktion in Form "hauseigener" Anlageprodukte "andrehen"!) und es spätestens nach Zuteilung des Bausparvertrags und Ablösung des tilgungsfreien Darlehens für eine weitgehende oder vollständige Tilgung des Bauspardarlehens zu verwenden ... In dieser Phase sind diese Vertragkonditionen unschlagbar flexibel - eine sofortige Tilgung des Gesamtdarlehens ist möglich.


    Vermutlich besser (wenn nicht in den nächsten Jahren die Zinsen deutlich steigen) wird es sein, nach 10 Jahren das m. E. auch bei diesen Vertragskonditionen bestehende Sondertilgungsrecht für das Darlehen zu nutzen und ein normales Annuitätendarlehen aufzunehmen und bei dieser Gelegenheit das Guthaben des Bausparvertrags und das sonst angesparte Geld als Eigenkapital einzusetzen.

    Aus heutiger Sicht würde ich sagen: machen Sie - vorausgesetzt, der dann noch vorhandene Darlehensbedarf ist in Relation zu Ihrem Einkommen nicht allzu hoch - nur noch Darlehensverträge mit fünfjähriger Zinsbindung oder achten Sie zumindest darauf, dass der Vertrag Ihren wahrscheinlichen finanziellen Möglichkeiten entsprechende angemessene Sondertilgungsmöglichkeiten und / oder das Recht, die Tilgungsraten zu erhöhen, enthält. So bleiben Sie bei günstigen Zinsen und relativ guter Zinssicherheit zugleich flexibel.


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo sparfuchs123,


    nachdem nun Ihr aktueller Status - Beamter auf Widerruf - geklärt ist, schließe ich mich der Empfehlung von MichaG an, einschließlich des Hinweises, aus Gründen der Kostenrelation nicht monatlich, sondern quartalsweise zu sparen (wenn bei der DKB möglich, was ich nicht weiß).


    Sofern Sie die Einschätzung "Es ist wahrscheinlich, dass ich nach dem Referendariat mein Berufsleben als verbeamteter Lehrer fortsetze." teilen, können Sie davon ausgehen, am Ende Ihres Berufslebens eine sichere auskömmliche Grundabsicherung (Pension) zu haben. Für die private zusätzliche Versorgung und bei einem Zeithorizont von vermutlich mehr als 30 Jahren brauchen Sie dann auch nicht die kostenintensive und daher renditekillende Sicherheit einer privaten Rentenversicherung, sondern sind ziemlich sicher mit einem risikobehafteten, aber wahrscheinlich renditestärkeren, ETF-Sparplan auf den MSCI World o. ä. - später dann vielleicht mit größeren Beträgen - besser "bedient".

    Das ist - zumal bei den geringen Beträgen, die Sie jetzt einplanen - auch nicht verkehrt, wenn Sie später doch als Angestellter arbeiten.


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo JR-HD,


    die Ausführungen von Pantoffelheld entsprechen voll und ganz meiner Meinung. Ich möchte nur hinzufügen, dass auch der SRI hinreichend breit gestreut ist und meiner Meinung nach - wenn Sie sich für diesen allein entscheiden - nicht wirklich einer Ergänzung um einen weiteren ETF zwecks weiterer Risikostreuung bedarf ...


    Freundliche Grüße


    BSHKunde

    @Ozymandias , @tom70794


    Bin verwundert - ich bin auf dem Wissensstand, dass Referendare in der Regel Beamte auf Widerruf sind. Schließt sich an das Referendariat dann mehr oder weniger sofort eine feste Stelle an, erfolgt in den meisten Bundesländern (nicht: in Berlin) die Verbeamtung auf Probe ...


    Nennenswerte Rentenversicherungszeiten entstehen bei einem solchen Lebenslauf nicht (außer, sie waren vorher schon da).

    Hallo JR-HD,


    Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung haben ist o. K., Rechtsschutz braucht man nicht unbedingt - evtl. irgendwann noch über Hausratversicherung nachdenken, wenn ein eigener Hausstand vorhanden ist, der aus mehr als "Apfelsinenkisten" besteht.


    Tagesgeld als solches ist o. K. - die Rücklage sollte aus meiner Sicht eher etwas höher kalkuliert sein (häufig werden drei Monatsnettogehälter empfohlen - wenn Sie noch keine hohen monatlichen Ausgabeverpflichtungen, insbesondere Miete, haben, reicht auch weniger; hierfür eine alternative Überlegung: Frei nach Murphys Gesetz - alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen -: die drei teuersten Gegenstände, die Sie besitzen und die für Ihre Lebensführung unverzichtbar sind, gehen gleichzeitig kaputt und müssen halbwegs gleichwertig ersetzt oder aufwändig repariert werden: halten Sie den Betrag auf dem Tagesgeldkonto, den Sie benötigen, um diese Krise zu bewältigen, ohne einen Kredit aufnehmen oder andere Anlagen auflösen zu müssen; Beispiel: schwerer Autoschaden: 3.000 Euro, Waschmaschine: 400 Euro, Handy: 400 Euro = 3.800 Euro Tagesgeld).


    Von Mischfonds halte ich persönlich nichts. Mit dem Anlagemix "Tagesgeld = Cash" + "Bausparvertrag entspricht Festgeld bzw. Anleihen" + "ETF auf den MSCI World bzw. AC = Aktien" erreichen Sie im Wesentlichen das gleiche Ergebnis.


    Für Einmalanlage und Sparplan reicht ein ETF. Wenn Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen, dann der BNP Paribas Easy MSCI World SRI S-Series 5% Capped UCITS ETF, ISIN: LU1615092217, WKN: A2DVEZ (TER ist übrigens 0,25 %, die 0,13 % sind nur die reine Verwaltungsgebühr), wenn es die breitere Streuung unter Einschluss von etwas mehr Emerging Markets sein soll, dann der Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C, ISIN IE00BGHQ0G80, WKN A1W8SB, TER ebenfalls 0,25 %. Wenn Sie beide besparen, besparen Sie weitgehend die gleichen Werte doppelt. Das ist nicht schlimm, aber unnötig (es sei denn, Sie möchten spaßeshalber ganz praktisch wissen, welcher ETF über einen Zeitraum von z. B. 5 Jahren besser läuft, dann machen Sie es aber auch richtig: in beide ETFs die halbe Einmalanlage und die halbe Sparrate ;-)


    Grob falsch machen Sie aber mit keiner Variante etwas, und Sie sind auch noch jung genug, um später nachsteuern und ändern zu können. Einen Honorarberater brauchen Sie für das, was Sie jetzt vorhaben, jedenfalls nicht. Der wäre eventuell sinnvoll für den Abschluss der "richtigen" Berufsunfähigkeitsversicherung gewesen, weil das ein wichtiger und sehr langfristiger Vertrag mit vermutlich vergleichsweise hohen Beträgen ist.


    Die VWL könnten Sie von Ihrem Arbeitgeber sinnvollerweise direkt auf den Bausparvertrag überweisen lassen!


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo neusee654,


    so wie ich Ihre Frage und den geschilderten Sachverhalt verstehe ist die Antwort: "Ja, so lange wie der Bausparvertrag läuft, Sie die notwendigen Sparleistungen erbringen und die einkommensmäßigen Voraussetzungen für die Arbeitnehmersparzulage erfüllt sind."


    Sicherheitshalber einfach noch einmal bei der Bausparkasse nachfragen?!


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo Atohm,


    LBS-Bausparbedingungen kenne ich konkret nicht, da ich - siehe Nickname - Kunde bei einer anderen Bausparkasse bin.

    Allerdings dürften so ziemlich alle Bausparbedingungen (ABB) eine Klausel enthalten, aus der sinngemäß hervorgeht, dass Sparleistungen, die über den Regelsparbeitrag hinausgehen, von der Zustimmung der Bausparkasse abhängig gemacht oder von ihr zurückgewiesen werden können. Sie sollten sich Ihre ABB daraufhin noch einmal ansehen ...


    Das Ergebnis Ihrer Prüfung bzw. das Befolgen der Aufforderung der LBS, die Sparleistungen auf den Regelsparbeitrag zu reduzieren, kann Ihnen aber eigentlich (sofern Sie nicht einen bestimmten Plan haben, wann die Verträge voll bespart sein sollen) ziemlich egal sein. Zahlen Sie weniger, erhalten Sie zwar aktuell weniger Zinsen, dafür aber länger, weil es eben länger dauert, bis der jeweilige Bausparvertrag voll bespart ist und dann ohnehin von der LBS gekündigt wird.

    Das dürfte bei den relativ geringen Zinssätzen von 1,00 bzw. 1,50 % und den relativ geringen Bausparsummen von jeweils 10.000 Euro sowie den begrenzten Restlaufzeiten von ca. 8 Jahren auch unter Berücksichtigung der etwas länger zu zahlenden Gebühren im Ergebnis keinen wesentlichen Unterschied machen ...


    Aus meiner Sicht kein Grund, sich mit der LBS zu streiten ...;)


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo,


    ganz so drastisch wie Lothar-HH würde ich es nicht formulieren, aber Ihnen sollte schon klar sein, dass ein geringerer als der maximal mögliche Verkaufspreis für die Immobilie (den könnten Sie Ihrem Bruder aus familiärer Verbundenheit möglicherweise durchaus gönnen, vielleicht möchten Sie ja sogar, dass das Elternhaus im Familienbesitz bleibt) letztlich dazu führen kann, dass auch das durch den Verkauf hereinkommende Geld irgendwann aufgebraucht ist und "das Amt" dann von Ihnen Unterhalt für Ihre Mutter einfordert. Im schlechtesten Fall sind Sie dann auch noch leistungsfähiger als Ihr Bruder, weil Sie womöglich keine Kredite für eine Immobilie zu laufen haben und bezahlen dann quasi den günstigen Kaufpreis Ihres Bruders. Das muss kein Hinderungsgrund sein, es sollte Ihnen aber - wie gesagt - bewusst sein.


    Und - eventuell noch viel wichtiger- Ihre Überlegungen sind ohnehin überflüssig, wenn Ihre Mutter nicht nur wegen körperlicher Gebrechen im Altersheim ist, aber geistig noch fit ist (in diesem Fall ist sie geschäftsfähig und kann frei entscheiden, das Haus Ihrem Bruder unter Wert zu verkaufen). Ist Ihre Mutter dagegen geistig nicht mehr hinreichend auf der Höhe (Alzheimer, Demenz ...), sind Sie und / oder oder Bruder ggf. als Verwalter des Vermögens Ihrer Mutter beim Verkauf aktiv - Sie haben in diesem Fall gar nicht das Recht, das Vermögen Ihrer Mutter unter Wert "zu verschleudern" ...


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo Sam,


    ich habe Ihre letzte Nachricht so verstanden, dass es bereits Konten gab, die auf die Namen Ihrer Kinder liefen und dass Sie die Konten Ihrer Kinder (womöglich ohne Einverständnis der Kindesmutter) aufgelöst haben, so dass das Geld sich gegenwärtig auf einem ausschließlich auf Ihren Namen lautenden Konto befindet.


    Sofern ich das nicht falsch verstanden habe, haben Sie damit schon genau das gemacht, was Pumphut völlig richtig als "formalen Diebstahl" an Ihren Kindern bezeichnet hat.

    Und Nein, es ist eben nicht mehr Ihr Geld, das Sie für Ihre Kinder angelegt haben, es ist ab dem Moment, in dem Sie es auf ein Konto überweisen, das auf den Namen Ihrer Kinder lautet, das Geld des jeweiligen Kindes.


    Wenn Sie die Konten tatsächlich ohne Einverständnis der Kindesmutter aufgelöst haben sollten und die Kommunikation zwischen der Mutter Ihrer Kinder und Ihnen tatsächlich so schwierig ist, haben Sie spätestens dann ein eklatantes Problem, wenn die Mutter Ihrer Kinder von Ihrer Aktion erfährt - Sie sind dann derjenige, der den Kindern das Geld geklaut hat.

    Meine Empfehlung in diesem Fall: Denken Sie nicht mehr darüber nach, wie Sie das Geld vor einem möglichen Zugriff der Mutter Ihrer Kinder schützen können. Sehen Sie zu, dass das Geld schnellstmöglich zu Ihren Kindern zurückkommt, damit Sie wenigstens glaubhaft mit Ihrer Aussage bleiben, sich das Geld nicht tatsächlich selbst aneignen zu wollen (ich glaube Ihnen das sehr wohl - aber glauben Sie, dass die Mutter Ihrer Kinder Ihnen das glaubt?).


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo Einafets1005,


    ja, das ist rechtens - weil Sie so frei waren, das (wohl auf Vorschlag Ihrer Bank) zu vereinbaren (= zu unterschreiben).

    Es ist nach meinen Erfahrungen auch kein bei Prolongationen von Darlehen (unabhängig vom Zeitpunkt des Abschlusses der Prolongationsvereinbarung) unübliches Verfahren (wenn auch nicht das einzig mögliche - ich habe schon 'mal bei einer Bank eine Prolongationsvereinbarung gemacht, wo ich vorher einen Vordruck zugeschickt bekam, auf dem ich durch ankreuzen zwischen den beiden möglichen Berechnungsmethoden frei auswählen konnte).


    Sie werden damit nicht benachteiligt oder sonstwie "über den Tisch gezogen". Es handelt sich lediglich um eine Methode der Berechnung der künftigen monatlichen Rate. Bei der verwendeten Methode ist die Tilgung etwas höher als bei Verwendung der aktuellen Restdarlehensumme als Berechnungsgrundlage. Sie zahlen - wie bisher - immer nur Zinsen auf den tatsächlich noch bestehenden Darlehensbetrag.


    Wenn Ihnen aber daran gelegen ist, ihre monatliche Belastung zu senken, wenden Sie sich einfach 'mal an Ihre Bank und fragen nach, ob sie mit einer Senkung des Tilgungssatzes (ab sofort oder ab Wirksamwerden der Forward-Prolongation) einverstanden ist. Da (Wenn) Sie in den vergangenen Jahren ein problemloser stets pünktlich zahlender Kreditkunde waren, stehen die Chancen gar nicht so schlecht*, dass die Bank damit einverstanden ist (weil Sie dann langsamer tilgen und länger (also mehr) Zinsen auf ein Darlehen zahlen (an einem getilgten Darlehen verdient die Bank nämlich nichts mehr).


    Freundliche Grüße


    BSHKunde


    *Die Chancen sind vielleicht nicht so gut, wenn die Restdarlehenssumme in Relation zum Immobilienwert (noch) sehr hoch ist und / oder Sie schon deutlich über 55 Jahre alt sind - dann könnte es sein, dass die Bank sich Sorgen darum macht, ihr Geld von Ihnen zurückzubekommen.

    Hallo wawi,


    der in Euro ausgedrückte Wert eines ETF-Anteils schwankt - wenn der ETF in Dollar "aufgelegt" ist - auch dann, wenn sich die Kurse der in dem ETF enthaltenen Aktien überhaupt nicht ändern, sich aber der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar ändert. Es gibt Menschen, die genau diese Schwankungen (= "Währungsrisiko") in ihrem Depot nicht "mögen" und deshalb versuchen, die Wechselkursschwankungen irgendwie "wegzuhedgen". Die Mehrheitsmeinung ist wohl, dass sich die Wechselkursschwankungen langfristig ausmitteln und für den langfristig orientierten buy-and-hold-Anleger keine relevante Rolle spielen und deshalb auch nicht gehedgt werden müssen bzw. sollten.


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo,


    ich - auch ING-Kunde - fand an der Berichterstattung interessant, dass anscheinend nicht darüber nachgedacht wird, die vergleichsweise hohen Gebühren für Wertpapierkäufe (außerhalb von Aktionen regulär für einen Sparplan 1,75 % der jeweiligen Rate, bei Einmalanlagen 4,90 Euro Grundgebühr plus 0,25 % des Anlagebetrages) in Anpassung an die deutlich preiswerteren Mitbewerber nach unten zu korrigieren ...
    Stattdessen behilft (?) man sich mit aus meiner Sicht nicht zielführenden auf sechs Monate befristeten Neukundenaktionen (Flat-Fee, 2,90 Euro / Trade) - bekanntlich sind solche Aktionen besonders geeignet, die Bestandskunden zu verärgern.


    Bei größeren Einmalanlagen (ab ca. 1.800 Euro) ist die reguläre Kostenquote (aus meiner Sicht) gerade noch akzeptabel (aber natürlich nicht günstig), weil in den Bereich von 0,5 % des Anlagebetrages skalierbar. Als ich mich entschlossen habe, mir einen ETF-Sparplan einzurichten, habe ich das dann aber doch lieber bei einem anderen Broker (Smartbroker) gemacht.


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo Dikal,


    der Notar hat in diesem Fall in der Tat einen Anspruch auf eine gewisse Vergütung für seine Bemühungen (die der Höhe nach aber deutlich geringer ist, als wenn ein Kaufvertrag zu Stande gekommen, d. h. beurkundet worden, wäre).
    Zahlungspflichtig gegenüber dem Notar sind sowohl der Verkäufer als auch Du. Der Notar wird sich aber in einem solchen Fall zunächst an denjenigen halten, der die Ursache dafür gesetzt hat, dass der Kaufvertrag nicht zu Stande gekommen ist, im vorliegend erwogenen Fall also an der Verkäufer. Selbst wenn der Notar sich an Dich hält, kannst Du vom Verkäufer, dem das Nicht-Zustandekommen des Kaufvertrages zuzurechnen ist, verlangen, dass er Dir die entstandenen Kosten erstattet.


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo Dikal,


    wegen der grundsätzlichen Problematik "Immobilienfinanzierungsvertrag vor -kaufvertrag" abgeschlossen" weise ich auf den verlinkten FMH-Artikel hin, der den Dir zu gebenden Rat "Finanzierungvertrag widerrufen und neu abschließen" gut auf den Punkt bringt. Ich empfehle Dir jedoch, bei der finanzierenden Bank wegen der sinnvollsten und einfachsten Lösung dieses Problems vorab nachzufragen. Die Bank ist möglicherweise nicht so "begeistert", wenn Du den Vertrag einfach widerrufst und dann einen neuen Vertrag abschließen willst - soll heißen: widerrufen nur, wenn die Bank "unkooperativ" ist und keine Fristverlängerung für den Widerruf oder ein Rücktrittsrecht einräumt.


    Zur 2-Wochen-Frist bei bloßen Vertragsänderungen kann ich leider nicht verbindlich Stellung nehmen. Da es sich in Deinem Fall anscheinend um eine bloße Korrektur der Beschreibung des Kaufgegenstandes und keine (wesentliche) Änderung des vorgesehenen Vertragsinhaltes (Kaufgegenstand, Kaufpreis) handelt, vermute ich, dass die 2-Wochen-Frist nicht zwingend erneut eingehalten werden muss - der Notar bzw. seine Mitarbeiter/innen sollten zu dieser Frage aber verbindlich Auskunft geben können. Ich empfehle, mit dem Notariat Kontakt aufzunehmen. Bei der maßgeblichen Vorschrift (§ 17 Beurkundungsgesetz) handelt es sich um eine Soll-Vorschrift. Daher denke ich, dass die relative Geringfügigkeit der Änderung des Vertragsentwurfs ein Absehen von einer erneuten Beachtung der 2-Wochen-Frist rechtfertigt. Rechtsprechung zu dieser Thematik habe ich nicht gefunden. Da der Notar im Zweifelsfall bei einer nicht gerechtfertigten Nicht-Einhaltung der 2-Wochen-Frist in Haftung genommen werden kann, dürfte der Notar auch aus diesem Grunde derjenige sein, der zu entscheiden hat, wie er den konkreten Fall rechtlich beurteilt und wie er das dann handhaben möchte.


    Viele Grüße


    BSHKunde