Beiträge von BSHKunde

    Hallo thomas23,


    ich weiß zwar nicht recht, worum es Ihnen geht - aber wenn Sie die historische Kursentwicklung einzelner bestimmter ETFs mit einzelnen bestimmten Aktien vergleichen möchten, laden Sie sich für den Sie interessierenden Zeitraum die Tagesschlusskurse z. B. bei ariva.de als csv-Datei herunter und erstellen Sie mit einem Tabellenkalkulationsprogramm Kurven. Alternativ könnten Sie sich Portfolio Performance ansehen, ob das etwas für Sie bzw. Ihren Zweck ist.


    Viele Grüße


    BSHKunde

    ... und den Preis der ETF-Anteile bestimmen nicht so sehr Angebot von und Nachfrage nach den ETF-Anteilen sondern Angebot der und Nachfrage nach den in dem ETF enthaltenen Aktien ...! Nur wenn ETF-Anteile wegen großer Nachfrage neu kreiert oder wegen Verkaufsdrucks vom Markt genommen werden müssen, kann auch die die Nachfrage nach den ETF-Anteilen (oder der Verkauf von ETF-Anteilen) den Kurs der Aktien beeinflussen, weil die Fondsgesellschaft in dem einen Fall die in dem Fonds enthaltenen Aktien kaufen bzw. in dem anderen Fall verkaufen muss (bei physischer Replikation - bei swapbasierten ETFs ist der Effekt etwas indirekter aber im Ergebnis auch vorhanden, weil auch solche ETFs ihr aus Aktien bestehendes Trägerportfolio entsprechend aufstocken oder reduzieren müssen).

    Thebat


    Kämpfen im Sinne von "streitige Auseinandersetzungen führen", würde ich hier auch nicht - das halte ich für verschwendete Lebenszeit. Mich taktisch überlegt und geschickt verhalten, um das bestmögliche aus einem bestehenden Bauspar-Altvertrag herauszuholen (wir reden hier über RK1 mit noch ordentlicher Verzinsung), halte ich aber sehr wohl für sinnvoll ;)

    Hallo powerschwabe,


    ich teile Ihre Auffassung. Wenn Sie den Bausparvertrag längstmöglich behalten und eine Kündigung durch die Bausparkasse vermeiden möchten, sind Sie auf entsprechende Aufforderung hin verpflichtet, den Regelsparbeitrag einschl. Nachzahlung zu zahlen.


    Einen kleinen Trick gibt es, um die Vollbesparung (d. h. das Erreichen der Bausparsumme durch Einzahlungen plus Zinsen) ein wenig (da geht es aber tatsächlich nur um wenige Monate) hinauszuzögern: Erteilen Sie der Bausparkasse keinen Freistellungsauftrag, holen Sie sich die Steuerabzüge ggf. über die Einkommensteuererklärung zurück.


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo Baghira,


    auch ich frage mich, warum die Deutsche Bank als Darlehensgeberin von vornherein ausscheidet - hat die einen über 60 T Euro liegenden Mindestbetrag für Baufinanzierungsdarlehen und verweist Sie auf einen teuren Ratenkredit?


    Die KVB ist mir nur von ihrer Werbung her bekannt - kann jetzt eine Fehleinschätzung sein, aber ich hatte aus den Werbeunterlagen irgendwie immer den Eindruck, dass die sich dadurch finanzieren, dass die relativ teure und "undurchsichtige" Finanzierungen über Bausparverträge und deren Vorfinanzierung anbieten.


    Im übrigen schließe ich mich dem Hinweis von Referat Janders an.


    Für einen ersten Angebotsüberblick finden Sie einen sehr guten anbieterunabhängigen Vergleichsrechner unter FMH-Hypothekenrechner.


    Wenn das Gebäude einschl. Grundstück 70 T Euro wert ist (ich habe jetzt einfach unterstellt, dass der Betrag, den Ihr Bruder bekommen soll, die Hälfte des Wertes ist), müssten Sie auch bei Ihrem relativ geringen Finanzierungsbetrag noch einige ordentliche Angebote für normale Grundschulddarlehen bekommen. Ihr finanzieller Background müsste ja in Ordnung sein, da Sie ja genug Mittel zu haben scheinen, dass Sie innerhalb von 10 Jahren vollständig tilgen können und wollen.


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo kaspa,


    § 489 Abs. 1 BGB lässt explizit Teilkündigungen zu ("Der Darlehensnehmer kann einen Darlehensvertrag mit gebundenem Sollzinssatz ganz oder teilweise kündigen,...") - von der Seite her also kein Problem.


    Für die grundbuchliche Absicherung des Arbeitgeberdarlehens gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Eintragung einer neuen Grundschuld in Höhe des Arbeitgeberdarlehens im Grundbuch im zweiten Rang (wenn gewünscht: in Verbindung mit einer Teillöschung - Reduzierung der Höhe des Sicherungsbetrages - in Höhe des zurückgezahlten bzw. zurückzuzahlenden Betrages der bisherigen bzw. erstrangigen Grundschuld).
    2. Abtretung eines nachrangigen Teilbetrages der ursprünglichen Grundschuld durch die gegenwärtige Bank an den Arbeitgeber.


    Zumindest auf die Variante 1 haben Sie einen Anspruch. Die Eintragung einer zusätzlichen nachrangigen Grundschuld beeinträchtigt das Sicherungsinteresse der bisher allein finanzierenden Bank nicht (grundsätzlich, ein Ausnahmefall wäre denkbar, wenn Sie einen horrenden zusätzlichen Kredit aufnehmen und Ihre Bank Ihnen nicht mehr glaubt, dass Sie Ihren Verpflichtungen noch nachkommen können, aber das wäre dann ein ganz anderes Problem - und Sie nehmen das zusätzliche Darlehen ja auf, um damit das erste Darlehen teilweise zu tilgen). Wenn die Bank sich querstellen würde, dann wäre das ein klarer Verstoß gegen die Grundsätze von Treu und Glauben. Evtl. steht zu diesem Thema sogar schon irgendetwas im Kleingedruckten Ihres (zukünftigen) Darlehensvertrages einschl. der AGB (Stichwort: Freigabe von Sicherheiten und Voraussetzungen für die Teilfreigabe von Sicherheiten).

    Bei Variante 2 (die kostenmäßig günstiger und abwicklungstechnisch einfacher sein dürfte) bin ich mir nicht ganz sicher - da könnte es sein, dass sowohl die bisher finanzierende Bank als auch der Arbeitgeber "mitspielen" müssten aber nicht "müssen".


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo RMBirkholz,


    auch die Verwaltungskosten, die innerhalb des ETF anfallen, sind Kosten, die in der Kosteninformation ausgewiesen werden. Wenn der ETF, den Sie sich ausgesucht haben, eine TER im Bereich von günstigen 0,1% hat, dann isses das. Wenn nicht, dann liegt die Ursache woanders und jemand anders hat dann hoffentlich die richtige Erklärung parat (notfalls: bei der ING nachfragen ;))


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo clever_care,


    bei einer 105%-Finanzierung und einer Laufzeit von 20 Jahren (das dürften in Ihrem Fall die beiden konditionsbestimmenden Komponenten sein, die Ihre Finanzierung relativ teuer machen) ist das Ihnen vorliegende Angebot vollkommen o. K.


    Günstiger wird es - wie schon einige vorherige Posts andeuten - (und zwar in dieser Reihenfolge der Relevanz für die Zinskondition) mit

    • (deutlich) mehr Eigenkapital
    • (deutlich) kürzerer Zinsbindung
    • höherem Tilgungssatz (mindestens 2% / Jahr, besser 3% / Jahr)
    • Verzicht auf Sondertilgungsoption (gehört bei vielen Anbietern aber standardmäßig sowieso dazu, so dass ein Verzicht nichts bringt, außerdem ärgert man sich später bei normalem Darlehensverlauf ziemlich sicher, wenn man keine Sondertilgungsmöglichkeit hat).

    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo florikran,


    wenn Ihr Darlehensvertrag es zulässt, dass Sie bis zu 14.000 Euro / Jahr sondertilgen dürfen, schließe ich mich sapere_aude an (Sondertilgungsmöglichkeit soweit wie möglich nutzen!).


    Damit reduzieren Sie die Zinsen und erreichen die schnellstmögliche vollständige Tilgung. Den Bausparvertrag (kann man bei Bedarf normalerweise zu gegebener Zeit teilen) benötigen Sie dann nur noch, um das "Restdarlehen" zu gegebener Zeit (ggf. Sondertilgungsrecht gem. § 489 BGB nach zehneinhalb Jahren nutzen!) zu finanzieren. Da dann noch ein Teil der Bausparsumme übrig bleiben dürfte, können Sie diesen Teil-Bausparvertrag als Rücklagenkonto für größere Modernisierungsmaßnahmen verwenden.


    Wenn das so geht (Stichwort: Sondertilgungsmöglichkeit bei einem endfälligen Darlehen - erscheint mir etwas ungewöhnlich) ist Ihre Vertragskonstruktion gar nicht so schlecht ...


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo Juhebe,


    es gibt in der Tat einige (von der Rechtsprechung entwickelte) Grundsätze zur Berechnung von Vorfälligkeitsentschädigungen. Danach kann es zwar - weil die jeweilige Bank gewisse Gestaltungsmöglichkeiten hat - Abweichungen von den Ergebnissen von Internetrechnern geben, diese können aber "legal" nicht das Zweieinhalbfache des Berechnungsergebnisses eines guten Internetrechners betragen. Einen seriösen und guten Internetrechner finden Sie unter FMH-Vorfälligkeitsrechner .


    Ich vermute allerdings, dass das Problem an einer anderen Stelle liegt, so dass die Internet-Vorfälligkeitsrechner Ihnen nicht viel nützen. Diese Rechner setzen voraus, dass Sie einen Anspruch darauf haben, dass die Bank die vorzeitige Darlehenskündigung akzeptiert und Sie nicht nur aus reiner "Nettigkeit" (weil Sie das gerne so möchten) aus dem Vertrag entlässt. In diesem Fall darf die Bank das Vorfälligkeitsentgelt (vgl. auch den Sprachgebrauch, den die Bank verwendet hat) "frei Schnauze" "berechnen" bzw. festlegen (und wird Ihnen sicherlich auch nicht sagen, wie sie zu ihrem "Berechnungs"-Ergebnis gekommen ist).


    Entscheidend dürfte also sein, ob bei Ihnen ein Sachverhalt vorliegt, der die Bank dazu verpflichtet, eine vorzeitige Kündigung des Darlehens zu akzeptieren. Hierzu empfehle ich ergänzend die FMH-Informationen zur Vorfälligkeitsentschädigung , insbesondere die BGH-Urteile Az. XI ZR 267/96; XI ZR 197/96.

    Ich bin mir nicht sicher - und Sie sollten sich ggf. rechtskundiger Hilfe versichern (möglicherweise kann Ihnen schon Ihr Scheidungsanwalt weiterhelfen ;)) - aber mir scheint, dass dieses nicht der Fall ist.

    Die nach meinem Kenntnisstand übliche Vorgehensweise bei einer Scheidung (wenn diese "friedlich" und zwischen Menschen, die in gesicherten finanziellen Verhältnissen leben, und von denen eine*r die Immobilie behalten möchte, stattfindet) ist ungefähr folgende:

    • (gutachterliche) Feststellung des immobilienwertes
    • Abzug des Restdarlehensbetrages vom Immobilienwert
    • künftige*r Alleineigentümer*in der Immobilie (vorliegend: Sie) zahlt an an "aussteigende*n" Miteigentümer*in die Hälfte des Differenzbetrages, wobei das notariell beurkundet werden muss (Verkauf des hälftigen Anteils an der Immobilie an den anderen Anteilseigentümer)
    • beide Ehegatten wenden sich (sinnvollerweise bereits im Vorfeld) an die Bank und beantragen, dass die "aussteigende" Ehegattin aus dem Darlehensvertrag entlassen wird, was die Bank nach Prüfung von Solvenz und Bonität des verbleibenden Darlehensschuldners gegen Berechnung einer (vermutlich auch recht happigen) Gebühr bewilligt.

    Anschließend setzen Sie den Darlehensvertrag allein und ansonsten unverändert fort. Einen (zwingenden) Grund für eine Darlehenskündigung gibt es nicht (allenfalls, wenn die Bank bei der Entlassung der Miteigentümerin und - davon bin ich ausgegangen: - Mit-Darlehensnehmerin nicht mitspielt). In dem Fall sähe aber möglicherweise die Rechtslage schon wieder ganz anders aus ...


    Viele Grüße


    BSHKunde

    "Vermutlich besser (wenn nicht in den nächsten Jahren die Zinsen deutlich steigen) wird es sein, nach 10 Jahren das m. E. auch bei diesen Vertragskonditionen bestehende Sondertilgungsrecht für das Darlehen zu nutzen und ein normales Annuitätendarlehen aufzunehmen und bei dieser Gelegenheit das Guthaben des Bausparvertrags und das sonst angesparte Geld als Eigenkapital einzusetzen."


    Sorry - Tippfehler: Ich meinte natürlich "Sonderkündigungsrecht"!

    Hallo eel800,


    wenn es sich bei Ihnen so verhält, wie ich es nach dem geschilderten Sachverhalt vermute, haben Sie ein tilgungsfreies Darlehen (Frage: Bei der Bausparkasse oder bei der Volksbank?) abgeschlossen, das zu gegebener Zeit durch einen bei der Bausparkasse (vermutlich: Schwäbisch Hall) laufenden Bausparvertrag - nach der Zuteilung dieses Bausparvertrags - abgelöst wird, wobei die Höhe der Bausparsumme dem Darlehensbetrag entspricht.


    Üblicherweise - und die Frage, ob es bei Ihnen (ausnahmsweise) anders ist, können Sie nur durch intensives Studium der Vertragsunterlagen und im Gespräch mit Ihrer Volksbank klären - bieten diese Vertragskonstruktionen zwar absolute Zinssicherheit bis zur vollständigen Darlehensrückzahlung, sind in der Phase des Ansparens des Bausparvertrags aber höchst unflexibel.

    Sie sind bei einer solchen Vertragskonstruktion nicht nur nicht verpflichtet, sondern üblicherweise auch auch nicht berechtigt, Tilgungsleistungen auf das Darlehen zu zahlen.

    Mit Zustimmung der Bausparkasse könnten Sie höhere Sparbeiträge (als den Regelsparbeitrag) auf den Bausparvertrag zahlen, mit dem Ziel, dass dieser schneller zuteilungsreif wird und das tilgungsfreie Darlehen abgelöst wird. Ob die Bausparkasse ggf. in Verbindung mit dem Darlehensgeber zustimmt, ist fraglich, da das Prinzip der absoluten Zinssicherheit nicht nur für Sie, sondern auch für die Bausparkasse bzw. den Darlehensgeber gilt - und bei einem (für den Darlehensgeber) vorteilhaften Zinssatz von 2,69 % ist dieser vermutlich daran interessiert, dass das Darlehen so lange wie möglich läuft. Nach den Möglichkeiten bei Ihrer Volksbank bzw. bei der Bausparkasse fragen kostet nichts, rechnen Sie aber nicht damit, dass das ein "Selbstgänger" ist.


    Wahrscheinlich bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als das "überzählige" Geld gut aufzuheben (lassen Sie sich bitte nicht von Ihrer Volksbank bei dieser Gelegenheit gleich die nächste für Sie potenziell ungünstige Vertragskonstruktion in Form "hauseigener" Anlageprodukte "andrehen"!) und es spätestens nach Zuteilung des Bausparvertrags und Ablösung des tilgungsfreien Darlehens für eine weitgehende oder vollständige Tilgung des Bauspardarlehens zu verwenden ... In dieser Phase sind diese Vertragkonditionen unschlagbar flexibel - eine sofortige Tilgung des Gesamtdarlehens ist möglich.


    Vermutlich besser (wenn nicht in den nächsten Jahren die Zinsen deutlich steigen) wird es sein, nach 10 Jahren das m. E. auch bei diesen Vertragskonditionen bestehende Sondertilgungsrecht für das Darlehen zu nutzen und ein normales Annuitätendarlehen aufzunehmen und bei dieser Gelegenheit das Guthaben des Bausparvertrags und das sonst angesparte Geld als Eigenkapital einzusetzen.

    Aus heutiger Sicht würde ich sagen: machen Sie - vorausgesetzt, der dann noch vorhandene Darlehensbedarf ist in Relation zu Ihrem Einkommen nicht allzu hoch - nur noch Darlehensverträge mit fünfjähriger Zinsbindung oder achten Sie zumindest darauf, dass der Vertrag Ihren wahrscheinlichen finanziellen Möglichkeiten entsprechende angemessene Sondertilgungsmöglichkeiten und / oder das Recht, die Tilgungsraten zu erhöhen, enthält. So bleiben Sie bei günstigen Zinsen und relativ guter Zinssicherheit zugleich flexibel.


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo sparfuchs123,


    nachdem nun Ihr aktueller Status - Beamter auf Widerruf - geklärt ist, schließe ich mich der Empfehlung von MichaG an, einschließlich des Hinweises, aus Gründen der Kostenrelation nicht monatlich, sondern quartalsweise zu sparen (wenn bei der DKB möglich, was ich nicht weiß).


    Sofern Sie die Einschätzung "Es ist wahrscheinlich, dass ich nach dem Referendariat mein Berufsleben als verbeamteter Lehrer fortsetze." teilen, können Sie davon ausgehen, am Ende Ihres Berufslebens eine sichere auskömmliche Grundabsicherung (Pension) zu haben. Für die private zusätzliche Versorgung und bei einem Zeithorizont von vermutlich mehr als 30 Jahren brauchen Sie dann auch nicht die kostenintensive und daher renditekillende Sicherheit einer privaten Rentenversicherung, sondern sind ziemlich sicher mit einem risikobehafteten, aber wahrscheinlich renditestärkeren, ETF-Sparplan auf den MSCI World o. ä. - später dann vielleicht mit größeren Beträgen - besser "bedient".

    Das ist - zumal bei den geringen Beträgen, die Sie jetzt einplanen - auch nicht verkehrt, wenn Sie später doch als Angestellter arbeiten.


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo JR-HD,


    die Ausführungen von Pantoffelheld entsprechen voll und ganz meiner Meinung. Ich möchte nur hinzufügen, dass auch der SRI hinreichend breit gestreut ist und meiner Meinung nach - wenn Sie sich für diesen allein entscheiden - nicht wirklich einer Ergänzung um einen weiteren ETF zwecks weiterer Risikostreuung bedarf ...


    Freundliche Grüße


    BSHKunde

    @Ozymandias , @tom70794


    Bin verwundert - ich bin auf dem Wissensstand, dass Referendare in der Regel Beamte auf Widerruf sind. Schließt sich an das Referendariat dann mehr oder weniger sofort eine feste Stelle an, erfolgt in den meisten Bundesländern (nicht: in Berlin) die Verbeamtung auf Probe ...


    Nennenswerte Rentenversicherungszeiten entstehen bei einem solchen Lebenslauf nicht (außer, sie waren vorher schon da).

    Hallo JR-HD,


    Haftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung haben ist o. K., Rechtsschutz braucht man nicht unbedingt - evtl. irgendwann noch über Hausratversicherung nachdenken, wenn ein eigener Hausstand vorhanden ist, der aus mehr als "Apfelsinenkisten" besteht.


    Tagesgeld als solches ist o. K. - die Rücklage sollte aus meiner Sicht eher etwas höher kalkuliert sein (häufig werden drei Monatsnettogehälter empfohlen - wenn Sie noch keine hohen monatlichen Ausgabeverpflichtungen, insbesondere Miete, haben, reicht auch weniger; hierfür eine alternative Überlegung: Frei nach Murphys Gesetz - alles, was schiefgehen kann, wird auch schiefgehen -: die drei teuersten Gegenstände, die Sie besitzen und die für Ihre Lebensführung unverzichtbar sind, gehen gleichzeitig kaputt und müssen halbwegs gleichwertig ersetzt oder aufwändig repariert werden: halten Sie den Betrag auf dem Tagesgeldkonto, den Sie benötigen, um diese Krise zu bewältigen, ohne einen Kredit aufnehmen oder andere Anlagen auflösen zu müssen; Beispiel: schwerer Autoschaden: 3.000 Euro, Waschmaschine: 400 Euro, Handy: 400 Euro = 3.800 Euro Tagesgeld).


    Von Mischfonds halte ich persönlich nichts. Mit dem Anlagemix "Tagesgeld = Cash" + "Bausparvertrag entspricht Festgeld bzw. Anleihen" + "ETF auf den MSCI World bzw. AC = Aktien" erreichen Sie im Wesentlichen das gleiche Ergebnis.


    Für Einmalanlage und Sparplan reicht ein ETF. Wenn Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen, dann der BNP Paribas Easy MSCI World SRI S-Series 5% Capped UCITS ETF, ISIN: LU1615092217, WKN: A2DVEZ (TER ist übrigens 0,25 %, die 0,13 % sind nur die reine Verwaltungsgebühr), wenn es die breitere Streuung unter Einschluss von etwas mehr Emerging Markets sein soll, dann der Xtrackers MSCI AC World UCITS ETF 1C, ISIN IE00BGHQ0G80, WKN A1W8SB, TER ebenfalls 0,25 %. Wenn Sie beide besparen, besparen Sie weitgehend die gleichen Werte doppelt. Das ist nicht schlimm, aber unnötig (es sei denn, Sie möchten spaßeshalber ganz praktisch wissen, welcher ETF über einen Zeitraum von z. B. 5 Jahren besser läuft, dann machen Sie es aber auch richtig: in beide ETFs die halbe Einmalanlage und die halbe Sparrate ;-)


    Grob falsch machen Sie aber mit keiner Variante etwas, und Sie sind auch noch jung genug, um später nachsteuern und ändern zu können. Einen Honorarberater brauchen Sie für das, was Sie jetzt vorhaben, jedenfalls nicht. Der wäre eventuell sinnvoll für den Abschluss der "richtigen" Berufsunfähigkeitsversicherung gewesen, weil das ein wichtiger und sehr langfristiger Vertrag mit vermutlich vergleichsweise hohen Beträgen ist.


    Die VWL könnten Sie von Ihrem Arbeitgeber sinnvollerweise direkt auf den Bausparvertrag überweisen lassen!


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo neusee654,


    so wie ich Ihre Frage und den geschilderten Sachverhalt verstehe ist die Antwort: "Ja, so lange wie der Bausparvertrag läuft, Sie die notwendigen Sparleistungen erbringen und die einkommensmäßigen Voraussetzungen für die Arbeitnehmersparzulage erfüllt sind."


    Sicherheitshalber einfach noch einmal bei der Bausparkasse nachfragen?!


    Viele Grüße


    BSHKunde

    Hallo Atohm,


    LBS-Bausparbedingungen kenne ich konkret nicht, da ich - siehe Nickname - Kunde bei einer anderen Bausparkasse bin.

    Allerdings dürften so ziemlich alle Bausparbedingungen (ABB) eine Klausel enthalten, aus der sinngemäß hervorgeht, dass Sparleistungen, die über den Regelsparbeitrag hinausgehen, von der Zustimmung der Bausparkasse abhängig gemacht oder von ihr zurückgewiesen werden können. Sie sollten sich Ihre ABB daraufhin noch einmal ansehen ...


    Das Ergebnis Ihrer Prüfung bzw. das Befolgen der Aufforderung der LBS, die Sparleistungen auf den Regelsparbeitrag zu reduzieren, kann Ihnen aber eigentlich (sofern Sie nicht einen bestimmten Plan haben, wann die Verträge voll bespart sein sollen) ziemlich egal sein. Zahlen Sie weniger, erhalten Sie zwar aktuell weniger Zinsen, dafür aber länger, weil es eben länger dauert, bis der jeweilige Bausparvertrag voll bespart ist und dann ohnehin von der LBS gekündigt wird.

    Das dürfte bei den relativ geringen Zinssätzen von 1,00 bzw. 1,50 % und den relativ geringen Bausparsummen von jeweils 10.000 Euro sowie den begrenzten Restlaufzeiten von ca. 8 Jahren auch unter Berücksichtigung der etwas länger zu zahlenden Gebühren im Ergebnis keinen wesentlichen Unterschied machen ...


    Aus meiner Sicht kein Grund, sich mit der LBS zu streiten ...;)


    Herzliche Grüße


    BSHKunde

    Hallo,


    ganz so drastisch wie Lothar-HH würde ich es nicht formulieren, aber Ihnen sollte schon klar sein, dass ein geringerer als der maximal mögliche Verkaufspreis für die Immobilie (den könnten Sie Ihrem Bruder aus familiärer Verbundenheit möglicherweise durchaus gönnen, vielleicht möchten Sie ja sogar, dass das Elternhaus im Familienbesitz bleibt) letztlich dazu führen kann, dass auch das durch den Verkauf hereinkommende Geld irgendwann aufgebraucht ist und "das Amt" dann von Ihnen Unterhalt für Ihre Mutter einfordert. Im schlechtesten Fall sind Sie dann auch noch leistungsfähiger als Ihr Bruder, weil Sie womöglich keine Kredite für eine Immobilie zu laufen haben und bezahlen dann quasi den günstigen Kaufpreis Ihres Bruders. Das muss kein Hinderungsgrund sein, es sollte Ihnen aber - wie gesagt - bewusst sein.


    Und - eventuell noch viel wichtiger- Ihre Überlegungen sind ohnehin überflüssig, wenn Ihre Mutter nicht nur wegen körperlicher Gebrechen im Altersheim ist, aber geistig noch fit ist (in diesem Fall ist sie geschäftsfähig und kann frei entscheiden, das Haus Ihrem Bruder unter Wert zu verkaufen). Ist Ihre Mutter dagegen geistig nicht mehr hinreichend auf der Höhe (Alzheimer, Demenz ...), sind Sie und / oder oder Bruder ggf. als Verwalter des Vermögens Ihrer Mutter beim Verkauf aktiv - Sie haben in diesem Fall gar nicht das Recht, das Vermögen Ihrer Mutter unter Wert "zu verschleudern" ...


    Herzliche Grüße


    BSHKunde