Beiträge von Monika Reich

    Bei mir waren es ein paar Telekom-Aktien, die danach innerhalb kürzester Zeit von 60,- € auf unter 10,- € gefallen sind. Und ich bin auch noch eine treue Seele, ich habe sie immer noch... Sie erinnern mich irgendwie an das Fiasko.

    Gestern durfte ich die Redaktion von Finanztip besuchen. Herzlichen Dank dafür. Wir hatten ein interessantes Gespräch, insbesondere zu der geringen Bereitschaft von uns Deutschen über Geld zu reden. Ich weiß auch nicht, warum das so ist, aber ich finde es manchmal ganz schön bescheuert. Ob es damit zu tun hat, dass wir immer denken, andere könnten neidisch sein? Aus diesem Grund bewegen wir uns dann alle lieber im Tal des Mangels, als einfach auch mal formulieren zu dürfen, dass es durchaus auch Menschen mit Geld unter uns gibt.
    Anyway, das Gespräch war toll. Lieben Dank an Franziska und Marcus für die Zeit!

    Hallo @'Guenter58
    danke für das positive Feedback. Und ich gebe Dir in Gänze recht. Geld ist ein Tauschmittel für andere Dinge. Mehr nicht und auch nicht weniger. Liebe lässt sich nicht tauschen, zumal sie ja bekanntlich nicht weniger wird, wenn man sie hergibt. Und Liebe und mit Menschen zusammen zu leben, die man liebt, ist viel wichtiger als alles Geld.
    Bei der finanziellen Freiheit, wie ich sie lebe und verstehe, nutze ich das Tauschmittel Geld um Zeit einzutauschen. Zeit ist für die Liebe sehr zuträglich. Es fühlt sich gut an, viel Zeit für Gespräche und Gemeinsames zu haben. In diesem Sinne ist dann Geld doch wieder ganz gut für die Liebe. Weil es mit ermöglicht, viel Zeit für das Pflegen der Liebe zu haben.


    Viele Grüße Monika

    Das mit dem gierig will ich nochmal deutlicher machen. Weil ich nämlich glaube, dass es nicht nur mir so geht, sondern vielen reichen Menschen.
    Wir haben alle ein unterschiedlich großes Sicherheitsbedürfnis. Viele Anzeichen deuten darauf hin, dass gerade wir Deutschen aufgrund der Erfahrung des zweiten Weltkriegs kollektiv ein recht hohes Sicherheitsbedürfnis haben. Aber sicherlich kommt der Hang zur Sicherheit auch in anderen Ländern vor.
    Mein Sicherheitsbedürfnis und genau nur dieser Anteil in mir (also nicht ich als Ganzes) lächelt milde bei der Empfehlungen "Leben Sie entspannt im Hier und Jetzt". Denn soviel Sicherheit ist doch noch lange nicht da, so mein Anteil "Sicherheitsbedürfnis". Stattdessen wird weiterhin für die Steigerung der Sicherheit Geld angespart. Obwohl es objektiv wahrscheinlich nie aufgebraucht werden kann. Ich kenne zahlreiche Menschen, die wirklich viel Geld auf der hohen Kante haben, die aber nicht aufhören werden, weiter zu sparen und weiter zu investieren. Eben weil die Sicherheit nie groß genug sein kann. Ob wir es dann gierig oder sparsam oder geizig bezeichnen, sei dahingestellt. Und ja, dieser Mechanismus ist durchaus ein Fall für Coaching oder Therapie. Ich setze mich auf der Ebene durchaus immer wieder mit mir und meinen Anteilen auseinander. Wahrscheinlich kann ich es nur deshalb hier so zum Thema machen.
    Ich fände es bloss für dieses Forum wenig bereichern, wenn gerade die Reichen immer nur sagen, es ist alles wunderbar. Auch hier gibt es Probleme und ich teile meine gerne. In der Hoffnung durch Lösungsansätze anderer dazuzulernen.
    Ein Testament habe ich übrigens auch. Allerdings möchte ich keine neue Stiftung gründen, weil diese kaum aktiv etwas machen könnte. Mit 2.000 € Zinseinnahmen in einem Monat kann eine Stiftung ein bisschen Verwaltung finanzieren und dann ein ganz kleines Projekt durchführen. Ich habe mir eine Stiftung ausgesucht, bei der ich Zustifterin werden will. Und zum Teil geht auch Geld direkt an Vereine, die ich sehr schätze. Da wird das Geld dann direkt für einen guten Zweck ausgegeben. Wenn noch was da ist, wenn ich abtrete. (-:

    Muc, danke, dass Du meine Frage nochmal so klar zusammengefasst hast. Gerade weil es ein seltenes Problem und für viele eine unverständliches Luxusproblem ist, finde ich so wenige Gesprächspartner, mit denen ich mich dazu austauschen kann.
    Ich erlebe den Wechsel schwierig von der ersten Lebensphase, in der ich überwiegend gespart und investiert habe. Ist es jetzt genug und kann ich (auch emotional und mit all meinen Kontrollbedürfnissen) loslassen und anfangen, den Geldberg schrumpfen zu lassen? Ich komm mir da manchmal vor wie Dagobert, der eben genau nicht loslassen kann und anfängt zu leiden (ihr kennt die Bilder im Geldspeicher).
    Solange diese emotionale und ich fürchte auch, unbewusste, Hürde so groß ist, werde ich weiter Geld dazuverdienen, investieren und noch reicher werden. Menschen, die da von draussen drauf schauen, würden es gierig nennen. Und ich finde, sie haben recht. Ich bin bloss nicht sicher, wie ich da raus komme. Wie ich ohne Unbehagen und ohne das Gefühl von Kontrollverlust sagen kann, ja, es ist genug.

    Hi,


    und was ist daran schlimm, wenn man sich mit Menschen austauscht? Ich habe bewusst keine Werbung für mein Buch gemacht, weil man das hier nicht soll. Trotzdem bin ich ein Mensch und weil es so wenige finanziell freie Menschen gibt und noch weniger, die darüber reden, suche ich immer wieder Austauschmöglichkeiten im Netz. Das war übrigens auch die einzige Motivation ein Buch zu schreiben. Um einfach mal das (typisch deutsche) Schweigen zu brechen und darüber zu berichten, wie ich es zur finanziellen Freiheit geschafft habe. Übrigens ohne marktschreierische Ratschläge, so schaffst Du das auch. Ich bin keine Expertin, ich würde sogar sagen, es ist einfach so passiert. Erst im Rückblick konnte ich eine gewisse Linie erkennen. Daraus ergeben sich einige Finanztipps, das ist auch schon alles.


    Wenn sich hier Menschen über Aktien austauschen, fordert man doch auch nicht die Schließung des Threads, weil sie damit Geld verdienen wollen? Zumal das gar nicht meine Absicht war.


    Ich bin irritiert
    Monika

    Guten Morgen,


    das war ja reichlich Feedback. Bei einer Sache bin ich gestolpert. Ihr geht immer von 25% Kapitalertragssteuer aus. Das wundert mich. Wenn das zu versteuernde Einkommen bei einem geringen Betrag liegt (und da liegen wir bei all den Berechnungen ja, wenn man Versorgungsaufwendungen etc. abzieht), dann richtet sich die Kapitalertragssteuer nach dem dann festgesetzten Steuersatz, der vielleicht bei 4 oder 5%.


    Ich mache es letztlich gerade wie der Ökonom und arbeite als Beraterin und Autorin, sowie abends als Yogalehrerin. Das macht mir alles Spaß und ich kann es freiberuflich dosieren. Aber ich merke eben auch, dass ich nicht aufhören könnte mit der Arbeit. Trotz ausreichendem Vermögen ist da eine gewisse Angst, dass es nicht reichen könnte.


    Gerne würde ich mich mit jemanden austauschen, der diese Angst überwunden hat. Einfach um zu wissen, wie er oder sie es gemacht hat. Aber wahrscheinlich ist es dann sowieso so individuell, dass es sich schwer kopieren lässt.


    Einen schönen Freitag wünsche ich
    Monika

    Genau, es gibt viele Annahmen, die man tätigen muss und die man möglicherweise im Alter nicht mehr korrigieren kann, weil man dann nicht mehr den Elan und die Kraft hat, neue Geldquellen zu erschliessen. Aber wie gehen andere mit diesen Ungewissheiten um?
    Ich kann für mich sagen, obwohl ich es wahrscheinlich nicht mehr müsste, arbeite ich noch. Auf der einen Seite, weil es Spaß macht, auf der anderen Seite aber schon, weil ich mir unsicher bin.
    Es stimmt übrigens, es ist philosophisch. Ich suche auch nicht unbedingt nach Antworten, sondern eher um Gedanken, wie andere damit umgehen.

    Ja, sowas kenne ich auch alles. Natürlich könnte ich mein Vermögen komplett bei einem Direktversicherer anlegen. Aber ist das eine kluge Geldanlage? So risikoavers bin ich eigentlich nicht. Leider funktioniert der Rechner bei mir auch nicht. Wenn ich schon mit 49 in Rente gehen will, streikt er.
    Bei allen Rechenbeispielen gehe ich von einem bestimmten Zinssatz aus. Zugegeben, der ist im Augenblick eh niedrig, wahrscheinlich/hoffentlich kann es nur besser werden. Bei einem monatlichen Bedarf von 2.000 € benötige ich bei 3% Rendite 800.000 € Vermögen. Die 3% zu erreichen, ist in heutigen Zeiten aber auch schon riskant. Heißt, man müsste eher mit 2% rechnen.
    Ab welchen Punkt kann sich hier ein Gefühl der Sicherheit einstellen, so dass man entspannt sagen kann: Ich hör auf zu arbeiten, es wird reichen?
    Ist das überhaupt für jemanden außer mir hier erstrebenswert?

    Hallo,


    mich treibt immer wieder die Frage um, wieviel Geld man angelegt haben muss, um von den Erträgen zu leben. Es kann bei meinen Rechenspielen auch Geld aus dem Vermögen entnommen werden, da es keine Kinder gibt mit einer möglichen moralischen Verpflichtung, etwas zu vererben. Aber umgekehrt soll es dann nicht mit 95 zu Ende sein, wenn das Leben dann immer noch in mir ruht.
    Aber wann ist es genug? Wie berechnet man einen guten Puffer, damit es auch in Zeiten mit niedrigen Zinsen reicht?
    Ich freu mich über Anregungen.