Beiträge von Pauleo

    Liebe Foren-Teilnehmer,


    ich möchte gerne um einen Rat bei folgendem, rein hypothetischen Fall, bitten:


    Ein unter 55-Jähriger kündigt seine Angestelltentätigkeit wegen beruflicher Probleme nach laut Arbeitsagentur 349 anrechenbaren Anwartschaftstagen zur Monatsmitte (11,5 Monate Einzahlungen in Arbeitslosen-Versicherung). Er hatte hierbei ein Einkommen oberhalb der Bemessungsgrenze. Der Arbeitnehmer war, wie auch bei der dem Angestelltenverhältnis vorangegangenen Selbständigkeit, mehrjährig in einer PKV versichert und möchte möglichst rasch zurück in die GKV. Der Betroffene kann bereits zum Ersten des Folgemonats eine neue Angestelltentätigkeit antreten und verdient auch hier oberhalb der Bemessungsgrenze.
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    Er meldet sich also nach selbst erfolgter Kündigung zum 16. des Monats bei der Arbeitsagentur arbeitssuchend und beantragt ALG1. Dieses wird vermutlich ja in keinem Fall gewährt, weil die Mindestanwartschaftszeit von 360 SV-pflichtigen Tagen nicht erfüllt wird. Nun eine erste Frage: Da der Arbeitnehmer jedoch während seines Resturlaubes (insgesamt 16 Tage) am Ende des Arbeitsverhältnisses arbeitsunfähig erkrankt und dieser Urlaub somit in eine AU-Zeit fällt, stellt sich hier die Frage, ob die 16 Tage Resturlaub als SV-pflichtige Tätigkeit nachvergütet und von der Arbeitsagentur angerechnet werden, so daß er dann ja prinzipiell auf 365 Tage Anwartschaft kommt. In diesem Fall hätte er ja unter Umständen Anspruch auf ALG1 und könnte zurück in die GKV. Sehe ich das richtig?
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    Angenommen, der ALG1-Anspruch bei Nachvergütung des Resturlaubes bei Krankheit wird nicht gewährt: Der Betroffene nimmt kurzfristig in der Zeit zwischen Arbeitslosenbeginn ohne Leistungsanspruch (16. des Monats) und Beginn der neuen Tätigkeit (01. des Folgemonats) eine für ca. 12 Tage befristete SV-pflichtige Tätigkeit an und verdient hierbei deutlich weniger als ein Zwölftel der Jahresbeitragsbemesungsgrenze. Kann er sich aufgrund dieser nur kurzzeitig ausgeübten Beschäftigung in der GKV versichern und dieses auch bleiben, wenn er ab dem kommenden Monat seine neue Arbeitsstelle mit höherem Verdienst hat?



    Es wäre toll, wenn mir hier jemand eine fundierte Aussage machen könnte. Das ganze Thema erscheint ja ziemlich komplex.


    Viele Grüße und danke im Voraus!
    Pauleo.