Beiträge von Saxonian

    Hallo,


    gestern bekam ich, wie vermutlich alle DAB-Kunden, einen Brief: Die DAB wird mit der Consors-Bank fusioniert, die allein übrigbleibt.
    Auf der DAB-Webseite gibts eine recht positive FAQ-Liste: Alles an Daten wird anscheinend übernommen, auch die kostenlose Führung von Depot und Verrechnungskonto.


    Jedoch ist vereinzelt von einem TAN-Generator die Rede. Den hat man ja z.B. auf Reisen meist nicht zur Hand, im Gegensatz zum Mobiltelefon.
    Bei der DAB war die m-TAN üblich und hat sich, wie bei vielen anderen Banken, ziemlich bewährt. Zumal wenn man kein Schmarrfone nutzt: Dann kann auch kein Hacker die m-TAN abfangen. Aber der Zwang zum TAN-Generator wäre schon unbequem. Kennt jemand noch andere Bedingungen bei Consors, die ungünstig sind?


    MfG
    Saxonian

    Nach der Rüge von @fitom komme ich mal aufs eigentliche Thema zurück: Wie am besten auf Divdendentitel setzen?
    In erster Näherung funktioniert ja vermutlich die Empfehlung des finanztip-Chefs Tennhagen ganz gut, einfach Anteile an börsengehandelten Fonds auf einen Aktienindex zu kaufen. Er meint dann noch: je breiter die Streuung, desto besser.
    Daher kommt er dann auf den Index MSCI World.
    Nur: In vielen der Indizes sind Firmen enthalten, von denen wir genau wissen, dass ihre mittelfristigen Gewinnaussichten aus oft selbst verschuldeten Gründen schlecht sind, sei es die Deutsche Bank, RWE oder Eon. Warum sollte man indirekt über die Indizes Anteile an solchen Unternehmen erwerben?
    Anderseits kann man mit Tabak, Waffen oder Ölsanden auch gute Gewinne machen. Nur möchte ich mich daran nicht beteiligen.
    Daher kaufe ich in Nachahmung von Warren Buffett nur Aktien von Einzel-Unternehmen, von deren Produkten und/oder Entwicklung, auch des Gewinns, ich mittelfristig überzeugt bin: Mir ist auch eine Dividendenrendite über 2% wichtig.


    Zeitweilig gefiel mir auch Berkshire Hathaway, die eigene Firma von Warren Buffett. Der Kurs von 130€ erschien mir dann übetrieben und ich nahm den Gewinn mit. Wegen der ausbleibenden Dividende kaufe vorerst nicht wieder.


    Erfahrene Börsenhasen geben daneben immer die wichtige Emfehlung, an schwachen Tagen zu kaufen.
    Das ist natürlich schwierig, denn man soll anderseits nicht kaufen, wenn der Kurs noch heftig weiter fallen könnte.
    Wenn man aber einige wenige Wunschaktien identifiziert hat, kann man die in ein von manchen Banken angebotenes Musterdepot kostenlos einbringen. Dann sieht man auf einen Blick die Entwicklung über die Zeit und bei einer kleinen Delle nach unten während einer generellen Aufwärtsentwicklung klappts dann eher mit einem günstigen Kauf.


    Auch wenn ein Großteil der Menschen es so nicht sieht: Der Umgang mit Aktien könnte auch ein demokratisches Element sein in der Wirtschaft. Denn immerhin ist man als Aktionär ein, wenn auch oft kleiner, Miteigentümer.
    Was aber den Einfluß von Aktionären vergrößert, ist eine Bündelung ihrer Stimmrechte, wie in Aktionärsvereinigungen.
    In dieser Hinsicht unterstütze ich z.B. aufgrund meines Lebensweges den Verein der Belegschaftsaktionäre von Siemens. Dieser Verein bündelt inzwischen ca. 1 Mio Stimmrechte. Kein Wunder, denn seit Beginn der Ausgabe von Belegschaftsaktien wurde etwa 30% des Bestandes so zugeteilt. Daher bekommen sie Rederecht auf den HV, und diese Beiträge bekommen von der Presse teilweise mehr Aufmerksamkeit als die Reden des Vorstandes. Und die Leute vom Verein werden vom Vorstand zu Gesprächen eingeladen. Ein Hauptziel des Zusammenwirkens sehe ich darin, dass man sich gemeinsam um Entwicklung guter Produkte und Dienstleistungen bemüht. Gut bezahlte Arbeitsplätze auf der Basis guter Produkte bekommt man am besten mit gut motivierten Mitarbeitern, deren Meinung von den Chefs auch angehört wird.
    Um aber die Relationen zu klären: Die Belegschaftsaktien sind nicht mehr komplett in Mitarbeiterhand. Meist gibts nur ca. 7 Jahre Haltepflicht. Danach werden diese Papiere, oft mit guten Gründen, verkauft.

    elijah2807:


    Es geht nicht um ein paar Blinde und Kleinkinder, welche noch keinen Führerschein bekommen können! Selbst Menschen mit bester Gesundheit und 2 PKWs vor der Haustür wollten mich vor 4 Wochen nicht mit PKW in der Berliner Innenstadt besuchen, allein schon wg. der enormen Parkgebühren an Werktagen. Schätzungsweise 30-40% der Bevölkerung kann oder will keinen PKW, egal ob eigener oder gemietet, auf Fernstrecken benutzen! Das sind also ca. 25 Mio Menschen. Ich möchte mich mit diesen Menschen zusammen nicht als unerheblichen Teilmarkt abqualifizieren lassen, auch nicht von einem diplomierten Anhänger des Neoliberalismus. Nur für einen geringen Teil der Strecken käme Fliegen in Frage: Wie kommen meine Freunde z.B. von einem Dorf bei Nauen und von Potsdam nach Schmannewitz/Sachsen (realer Fall im Mai diesen Jahres)? Faktisch haben wir jetzt nur noch 2 große Anbieter: Bahn und Flixbus. Zwischen denen wird der Verdrängungswettwerb noch härter. Aber keineswegs haben es die Kunden so einfach, dass sie schnell zu jenem wechseln können mit den niedrigsten Preis. Denn schon mit Fahrrad ist im Fernbus schwer unterzukommen. Ebenso fahren die Busse selten spätabends oder nachts. Viele Kleinstädte werden gar nicht bedient. Umgekehrt findet sich auch nicht zu jeder Busverbindung ein Ersatz bei der Bahn. Daher wird vermutlich jeder Anbieter dort, wo er ein Monopol vorfindet, dies bald auch preislich ausnutzen. Die Bahn machts ja schon länger mit den horrenden ICE-Preisen. Aber die sind so lange OK, so lange es parallel alternatve Angebote gibt, Wie man an vielen Beispielen (Interconnex, Gigabus, Postbus,...) sieht: die Barrieren, sich am Markt zu halten, sind enorm! De-Regulierung: OK, wenn es genug Anbieter gibt wie bei Telefonie, Luftfahrt. Aber beim Strom läufts doch pervers: An der Börse wird der Strom immer billiger, nur die Kunden kommen ja da nicht direkt ran. Die Netzbetreiber kassieren einerseits ab, anderseits wird der staatliche Anteil des Endpreises immer höher.

    elijah2807:
    Es stimmt zwar, dass man im Fernverkehr theoretisch die Auswahl hätte zwischen Bahn, Zug, Auto und sogar noch Flugzeug, Moped und Fahrrad. Praktisch aber sieht es anders aus: Menschen unter 18Jahren und mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen (z.B. an den Augen) haben keine Chance auf einen Führerschein, also auch nicht, selbst einen PKW zu benutzen. Andere haben zu wenig Geld zum Kauf. Mir wäre ein PKW nicht lohnend, da ich höchstens etwa 2000-3000km im Jahr fahren würde. Ehe ich mir aber einen PKW miete, ist doch ein Ticket für Bus/Bahn viel schneller und preiswerter gekauft dank Internet. Wenn man sich die Mio Fahrgäste in den Bussen anschaut: Eine Mehrheit von Ihnen ist durchaus im Führerschein-Alter! Aber bei vielen jüngeren Leuten ist der PKW kein Statussymbol mehr, Und das finde ich gut! Deswegen verengt sich für geschätzte 20-30 Mio Deutsche doch der Fernreisemarkt auf Bus/Bahn! Und allein schon bei Betrachtung der Kosten fürs Schienennetz samt Sicherungsanlagen sowie die Bahnhöfe scheint logisch: Busse haben enorme Kostenvorteile. Ohne das gesetzliche Bahnprivileg bis 2013 sowie die massiven Stützungen für den Regionalverkehr wäre die Bahn im Wettbewerb vermutlich schon untergegangen. Es handelt sich also schon lange an einem Ende um einen stark regulierten Markt!
    Ein Wettbewerb, welcher sich nur zwischen 2 Konkurrenten, nämlich DB (mit dem Staat als Eigentümer) und Flixbus abspielt, ist doch ziemlich asymmetrisch. Ich fürchte, dass dies auf Dauer nicht im Interesse der Kunden und Bürger ausgeht. Denn bei der Bahn ist vermutlich fast nur noch der ICE kostendeckend, Dem rennen aber die Fahrgäste in Massen weg, wenn man sie nicht mit Spartickets lockt, Die decken aber die Kosten nicht!
    Irgendwann muss dann zu Recht die Frage gestellt werden: Müssen wir uns die Personenfernbahn auf Steuerzahlerkosten leisten, wenn die Fernbusse den Bedarf völlig decken, und dies vermutlich mit geringerem Energieverbrauch? Man schaue sich mal die Geschichte der Amtrak(USA) an: Die haben einen noch schlechteren Ruf als DB, standen kurz vorm Bankrott und mehrere Präsidenten wollten sie abschaffen. Das könnte auch in Deutschland passieren! Daher würde ich auch heute schon für eine kluge Regulierung auf diesem Markt stimmen.

    @'elijah2807: Allerdings stimme ich völlig zu,, dass Vertriebsfirmen eine immer größere Bedeutung erlangen, und dies heutzutage immer mehr übers Internet. Die reichsten Deutschen waren in den letzten Jahrzehnten vor allem Gründer/Besitzer von großen Handelskonzernen wie Tengelmann, Lidl/Kaufland, Aldi, Otto usw.
    Speziell bei den großen Lebensmittelhändlern muss man aber auch kritisch sehen: Durch ihre Übermacht zwingen sie seit Jahren die Milchbauern, ihre Milch unter den Herstellungskosten zu verkaufen. Wir werden ein ziemliches Bauernsterben erleben. Milch könnte in dessen Folge sogar mittelfristig knapp und überteuert werden.
    Es stimmt aber absolut nicht, dass der Übergang zu den elektronischen Vertriebsformen hier belächelt oder verteufelt wird, jedenfalls nicht von mir. Z.B. freue ich mich sehr, dass MeinFernbus (jetzt Flixbus) mit 1, Firmensitz in meinem Stadtbezirk schon einige Zeit Marktführer in Deutschland ist. Endlich kann man preiswert durch Deutschland und halb Europa reisen! Mit der gestern kommunizeirten Übernahme von Postbus wurde der vermutlich größte Fernbuskonzern Europas gebildet. Auf diesem Gebiet geht es also sehr wohl in Richtung Google.
    Jedoch sehen viele mit dieser Übernahme auch die Gefahr des starken Preisanstieges wegen der Monopolstellung.
    Der widersteht momentan fast nur noch BerlinLinienbus, Bex und RVD, die Bahn-Töchter. Und was der Bevölkerung kaum bekannt sein dürfte: Flixbus vermittelt nur die Fahrten! Bs jetzt versuchen sich die Konkurrenten noch, mit Dumpingpreisen zu unterbieten. Dies passiert auf dem Rücken der Busbesitzer und -fahrer! Sollten später dank Monopol die Preise steigen, wird dagegen der hauptsächliche Profiteur wohl Flixbus sein, denn die kassieren ja das Geld von den Fahrgästen. Gäbe es Aktien von Flixbus: Das wäre eine prima Geldanlage.
    Früher war einmal ein mehr oder weniger freier Wettbewerb zwischen mehreren Herstellern bzw. Anbietern die Grundlage für Fortschritte in Technologie, Produktivität, Qualität, moderate Preise usw.
    Mit den sich immer stärker ausbreitenden Monopolen droht dies wegzubrechen.
    Daher wundere ich mich, dass das Bundeskartellamt den letzten Übernahmen auf dem Fernbus-Markt nicht widersprochen hat.

    @elijah2807, bitte entschuldige, Du tust ja so, als ob Amazon, Google und Facebook Deine Lieblingsfreunde wären.
    Mit 'Freizeitkonzern' wollte ich doch nur ausdrücken:
    1. Der Kundenstamm dieser Konzerne sind überwiegend Privatpersonen
    2. Diese Unternehmen bedienen weniger die Grundbedürfnisse wie Essen, Trinken, Bekleiden, Wohnen, Heilen, sondern bieten Unterhaltung, Kommunikation unter 'Freunden'. Organisation von Flashmobs, ...
    Die letzteren Sachen mögen für viele Jugendliche das Wichtigste auf der Welt sein. Und die Gewinne von Google und Amazon sprechen ja auch dafür, dass sie auf ihren Geschäftsfeldern vieles richtig machen.
    Fakt aber bleibt: Die Weltbevölkerung und die Weltwirtschaft kämen auch ohne diese 3 wunderbar zurecht.
    Denn niemand würde deswegen mehr hungern, weniger bekleidet oder mehr obdachlos sein.
    Es gibt zum Glück auch Suchmaschinen, welche ihre Kunden weniger ausspionieren.
    Um Freunde zu kontaktieren, kann man auch andere Plattformen und Techniken nutzen.
    So gesehen wäre es nicht ausgeschlossen, dass diese Konzerne langfristig mal untergehen. Ich wünschte denen das sogar wegen ihrer Aggressivität auf verschiedenen Gebieten, ihrem Streben nach Alleinherrschaft.
    In den letzten Jahrzehnten wurde schon eine Reihe von Suchmaschinen bekannt und berühmt, die heute in der Bedeutungslosigkeit verschwunden sind.
    Aber die Weltwirtschaft ist kein Wunschkonzert. Nicht auszuschließen ist in den kommenden Jahrzehnten, dass die jetzt schon in Südamerika und rund ums Mittelmeer zu beobachtende Rezession sich noch weiter ausbreitet. Dann werden meiner Ansicht nach die Massen der Bevölkerung zuerst bei ihren Freizeitaktiviäten anfangen zu sparen, also weniger Bücher und Filme über Amazon buchen können. Zugleich wird ihnen aber auch das Geld fehlen, um jene Artikel zu kaufen, für welche bei Google und Facebook so nervig geworben wird. Das merken die Werbekunden und werden weniger für die Werbung zahlen. Folge: Die Gewinne auch bei Google und Facebook brechen ein!
    Denn Computer kaufen nicht bei Computern!

    Hallo,


    heute trudelten die Meldungen ein über die Quartalsdividenden von AT&T (1,1% vom Börsenkurs) und Verizon (12,28%). Und diese Dividende war die letzten Jahre stabil bis steigend. Dazu kommt ja noch der Kursgewinn von je über 100% über die letzten 7 Jahre!
    Bedeutende Weltkonzerne nutzen ziemlich massiv die Dienste von AT&T, wenn z.B. die mehreren Mio Mitarbeiter außerhalb eines Firmengebäudes einen Internet-Zugang benötigen, um Firmen-Datenbanken zu nutzen oder mit Kollegen zu kommunizieren.
    Diese Geschäfte werden AT&T durch die Freizeit-Konzerne Amazon. Google oder Facebook bestimmt nicht weggenommen.
    Daher bin ich zuversichtlich: AT&T wird es auch noch in Jahrzehnten geben, und sie werden noch unter den 50 Global Titans zu finden sein. Zur Dividendenrendite kann ich natürlich keine Garantie geben.


    MfG
    Saxonian

    Hallo , @Altsachse


    na, den Lizenzentzug darf man wohl dem damaligen Postminister Schulze nicht persönlich vorwerfen. Z.B. wurde ja in seinem Namen auch der Vertrieb der kritischen Sowjet-Zeitschrift 'Sputnik' im Herbst 1988 verfügt. Hinterher wurde bekannt: Minister Schulze erfuhr von diesem Verbot selbst erst aus der Tageszeitung. Solche Entscheidungen wurden durchs Politbüro und seine Diener durchgezogen. Ja, die Emofehlungen der Bankberater waren nur selten optimal. Auch ich schaute einige Zeit intensiv in die 'Finanztest'. Aber bei denen stand zu Recht auch mal auf der Titelseite: Fonds:Geldvernichtung im großen Stil!? Von den meisten Aktienfonds wurde ich enttäuscht. Und Statistiken bringen ja wohl an den Tag: über 90% der gemanagten Fonds haben eine schlechtere Rendite als der Vergleichsindex. Und dabei ist oft der Ausgabeaufschlag und die jährliche Verwaltungsgebühr oft noch nicht eingerechnet.


    Wenn man eine gut gelegene Immobilie sogrfältig betreut, ist das nach 23 Jahren Erfahrung eine der sichersten Geldanlagen, gerade auch in Krisenzeiten. Hat man zu günstigen Zeiten gekauft, kann sich auch die Rendite von mind. 4% erreichen lassen. Das ist bei dieser Sicherheit anders nur mit größerem Risiko erreichbar.
    Zuerst würde ich dabei immer eine etwas empfehen, was sich als Wohnsitz fürs eigene Alter eignet.


    Freundliche Grüße
    Saxonian

    Hallo, @Altsachse


    bis 1991 war ich als Dipl.-Math. 18 Jahre lang Programmierer am Leipziger Uni-Rechenzentrum. Als Geldanlage gabs da nur Sparbücher mit verschieden langen Laufzeiten und festen Zinssätzen. Dann nahm ich ein gutbezahltes Angebot von Siemens in Berlin an, Software von Telefonzentralen mitzuentwickeln. Da wurde man mit Belegschaftsaktien auf den Geschmack gebracht, nicht nur ein Sparkonto zu füllen. Als Rentner fühle ich mich nun in Berlin so wohl, dass ich Sachsen nur noch einige Male jährlich besuche.
    Freundliche Grüße


    Saxonian

    @'elijah2807
    Mag sein, dass Amazon und Google in den USA eigene Netze aufbauen, um die 'alten' Netzbetrieber zu verdrängen, oder auch exisiterende Netzbetreiber aufkaufen? In letzterem Fall würde man als Altbesitzer verdienen an dem Kauf!
    Hier in Deutschland und speziell in Berlin fällt bei genauer Beobachtung auf: Neben Dt. Telekom, Vodafone und UnityMedia hat sehr still und leise vor allem der Konzern COLT (City Of London Telecommunication) ein leistungsstarkes Glasfasrnetz in den Metropolen aufgebaut, festzustellen an zahllosen Deckeln auf Kabelschächten.
    COLT seine Dienste aber überwiegend Firmen an mit großem Volumen. Von den US-Konzernen ist zumindet hier in Berlin kaum etwas zu merken.
    Mir ist auch kein Angebot bekannt, dass man bei denen direkt seinen Internet-Anschluß in die Wohnung bekommen könnte. Diese Anschlußdienste für die Endnutzer zu betreiben, da reicht es keineswegs, die Kontinente zu verbinden und irgendwo Hochleistungsrechner hinzuklotzen. Die letzte Meile zu den Kunden auch noch mit 50-200MB/s sicher zu betreiben und einen ordentlichen Service für 50-80Mio Endkunden zu betreiben, das dürfte weder Amazon noch Google noch Facebook bisher können, Und das stampft man auch nicht einfach so mit massig Kapital aus dem Boden.
    Da braucht es viele tausend km Kabel im Boden und gut geschultes Personal. Hier in Berlin-Mitte musste ich feststellen: Da sieht es nicht mal bei Telekom und Kabel Deutschland besonders gut aus, sondern besser bei Telecolumbus!
    Bei den Netzen muss man ja auch die Rendite anschauen, also das Verhältnis von Bau- und Betriebskosten zu den Einnahmen. Die 'alten' Netzbetreiber haben zum Großteil ihr Netz schon zur Mehrheit ihrer Kunden ausgerollt und können jetzt davon profitieren. Neue Netzbetreiber müssten noch viele Kabel legen oder wie es hier vielfach geschah, sich die letzte Meile vom alten Netzbetreiber mieten, wodurch der ohne Aufwand mitverdient. Und das Managen der Mio Kundenanschlüsse (An- und Abmelden, Umzüge) kostet heute mehr als der Betrieb des Netzes sonst!
    Nur wenn neue Netzbetreiber mit ihren Inhalten zusätzliche Gewinne erzielen, sehe ich Gefahren für die alten Netzbetreiber. Daher ist es ja auch klug von der Telekom, ihren Kunden gleich auch TV-Programme und Video on Demand anzubieten. Wenn Amazon & Co langfristig mit TV. Video On Demand, Online-Spielen und Online-Einkäufen wesentlich mehr Umsatz und Gewinn machen als die einfachen Netzbetreiber, dann hätten sie auch genug Gewinn übrig um mit eigenen Netzen bis zum Endkunden die alten Netzbetreiber zu verdrängen. Bisher hörte ich von Amazon immer nur, sie würden alle Einnahmen wieder investieren in immer größere Lagerhallen mit immer mehr Produkten. Dividende: seit Jahren 0. AT&T und Verizon investieren bestimmt auch! Aber sie können es sich auch leisten, Dividende zu zahlen!
    Quelle hatte auch lange als Versandhändler heftig expandiert. Wenn das auf Pump passiert und weil man die Nachfrage der Kunden nie genau vorhersagen kann, ist das hoch riskant. Quelle verschwand krachend vom Markt.


    Ich würde mich nicht wundern, wenn zumindest einige Teile von Amazon ewig Verluste generieren und ähnlich wie bei vielen Kindern von Rocket Internet dann plötzlich der Hahn zugedreht wird. Denn bisher beherrschen sie einigermaßen gut den Versandhandel mit Büchern, CDs, DVDs und vermutlich auch Video über IT. Man kann bei denen zwar nun auch von der Babywindel vermutlich bis zum PKW, LKW, Schiff und Flugzeug alles kaufen. Aber selbst bei Büchern wie bei allen anderen boykottiere ich Amazon und Facbook konsequent. Denn sie vernichten deutsche spezialisierte Arbeitsplätze zugunsten von Gabelstaplerfahrern und Paketpackern, Wobei dies vermutlich auch bald noch Roboter tun werden. Ich kaufe in Fachgeschäften und bei deutschen spezialisierten Internet-Händlern. Da bekam ich gute Beratung und sogar einen neuen Schlauch für einen 30 Jahre alten DDR-Staubsauger!
    Dafür fehlt Amazon vermutlich das detaillierte Fachwissen.
    Es bleibt jedenfalls interessant. Und man sollte sich bewußt sein (Beispiel Brexit-Abstimmung): Jeder Einzelne kann mit seinem Nutzer- und Kaufverhalten Einfluß auf den Gang der Dinge und sogar der Weltgeschichte ausüben.

    elijah2807: Stimmt, für fast kein Unternehmen kann man sicher gehen, dass es in 10 oder 20 Jahren noch gute Produkte anbietet und gute Gewinne macht. Offenbar hat aber sogar Herr Musk mit seiner prima Firma Tesla enorme Probleme, gute Akkus für E-Autos in Massen zu produzieren. Schade! Ich wäre für schnellsten Umstieg auf E-Verkehr.
    Aber Mineralöl und Erdgas braucht ja genauso stark die chemische Industrie, und deren Umstieg auf nachwachsende Rohstoffe lie-gt wohl noch mehr im Argen. Also wird die Nachfrage für Öl und Erdgas wachsen, bis die Bodenrohstoffe sich erschöpfen, und das mit steigenden Preisen.
    Es mag sich auch sonst fast alles ändern in der menschlichen Gesellschaft und daher in der Weltwirtschaft. Aber die Kommunikation über elektronische Medien wird immer weiter wachsen, teils per Funk. Da die geeigneten Frequenzbänder aber begrenzt sind und nicht beliebige Bandbreiten zulassen, werden die gebundenen Übertragungen (Kabel, Richtfunk usw.) ihre Bedeutung behalten. Kurzsichtige Leute denken u.U.: Weil inzwischen jedes Telefon einen Hochleistungscomputer enthält, könnte man bei Übertragungswegen auf Intelligenz verzichten und stattdessen Billigware einsetzen. Weit gefehlt!
    Zwar schaffen die heutigen Netze es, dass jeder Erdbewohner gleichzeitig ein reines Audio-Telefonat führen kann, weil man dafür wenig Bandbreite braucht. Aber immer mehr wollen ja Video-Telefonie treiben oder einen Film streamen oder sonst bewegte Bilder in Echtzeit übertragen, z.B. für Computerspiele! Da ist eine hohe übertragungsqualität (QoS) gefragt! Und die bekommt man nur mit viel Intelligenz an den Knotenpunkten hin! Daneben stellen ja die großen, Kontinente überspannenden Kabel- und Glasfasernetze auch ein erhebliches Kapital dar, deren Wert nicht so schnell verfällt, so lange wirksame Konkurrenz fehlt. Zudem habe ich in dieser Sparte ca. 20 Jahre 'Staub gewischt'.
    Also bin ich gerade bei den gut gerüsteten Netzbetreibern optimistisch, dass sie auch in 20 Jahren noch wirtschaftlich gut dastehen. Jedenfalls sprechen die Kursgewinne und Dividenden der letzten beiden Jahre und auch der Zeit seit dem Brexit ziemlich dafür.
    Bei Microsoft wäre ich mir da weniger sicher.


    Wells Fargo: Kürzlich las ich, jeder 3. Nordamerikaner wäre bei denen Kunde. So eine Vertrauensbasis ist auch allerhand wert.


    In letzter Zeit zeigt sich wieder mal, dass sich langfristig sichere Gewinne bei den Grundbedürfnissen der Menschen erzielen lassen: Nahrung , Wohnen, Spielen. Zwar hatte ich in keiner der Sparten genug Kompetenzen.
    Mit 23 Jahren Engagement bei Wohneigentum gelang mir aber ein bescheidener Wohlstand.
    Ähnlich ging es einem Großteil meiner vorausschauenden Freunde.

    Hallo,
    momentan halte ich viel zurück im Tagesgeld, bis die Wellen der Brexit-Abstimmung sich beruhigt haben.
    Ansonsten bin ich mit den meisten, überwiegend ausländischen Aktien mit hohen Dividendenrenditen sehr zufrieden: AT&T über 4,5%, Vodafone über 5%, Verizon über 4%, Shell A über 7%, Wells Fargo rund 3,6%. Allerdings sind auch Allianz, BASF, Siemens, MAN und Munich Re nicht zu verachten. Jedoch brachten die europäischen Werte in den letzten Tagen und Wochen überwiegend ziemliche Kursverluste. Da kann man nur hoffen, dass diese nach der Brexit-Abstimmung aufhören oder bestenfalls revidiert werden.
    MfG
    Saxonian