Beiträge von chris2702

    Hallo hop


    Willkommen im Forum.
    Hier schreiben interessierte Laien. Daher werden die meisten die PlusPunkt Riesterrente der BVK hier nicht kennen.


    Wenn du magst, schreib mal ein paar Fakten, dazu dann kommentiert bestimmt jemand.


    - Laufzeit

    - Einzahlung

    - Wieviel Zulagen (nur du oder auch Kinder)

    - Garantierte Rente

    - Rentenfaktor

    - Prognostiziertes Kapital bei x% Rendite

    - Prognostizierte Rente bei x% Rendite

    Das ist doch mal ein Beispiel :)


    Worein würdest du denn investieren, um 6% Gesamtrendite zu erreichen? Bei 80% Aktien und 20% Renten müssten es aktuell dann ja 7,5% Aktienrendite geben (80% * 7,5% und 20% * 0%). Kosten müssten getragen werden, sowohl die 60 Euro + 0,45% als auch die Fondskosten. Geschätzt wäre ich von 9% Bruttorendite auf den Aktienanteil ausgegangen, um sowas zu packen. Und das ist dann doch recht sportlich.


    Welche Rentenfaktoren je 10.000 Euro rufst du für einen 50 Jährigen auf? Ich hätte irgendwas um 20 vermutet?

    Bjoern Kotzan

    Du bist ja erst seit kurzem hier aktiv und ich weiß nicht, ob du Interesse hast mit uns tiefer einzusteigen, das heißt hier ein paar extra Minuten zu investieren. Ein Kollege von dir Herr Schlemann ist hier äußerst aktiv, was ihm sicher beruflich eher zu Gute kommt. ;-)


    Kannst du mal ein echtes (!) Beispiel posten von einem Angebot, bei dem die Versicherungslösung der ETF Lösung überlegen ist? Einfach ein Angebot, das du aus deinen Tools rausziehst. Das wäre sicher mal interessant für uns. Wir sehen hier immer nur die Negativbeispiele.

    Ich kann nur beisteuern, dass mein Allianz Riester und mein Heidelberger Leben Rürup aus der Beratung von MLP nicht gut waren. Erstens brauche ich keine lebenslange Versicherung, die mir zu Rentenzeit 300 Euro brutto ausspuckt, das ist für die meisten Arbeitenden schlicht ein irrelevanter Betrag. Zweitens will ich nicht ein unantastbares Vermögen sowohl beim Riester als auch beim Rürup aufbauen.


    Hier im Forum werden immer wieder Lebensversicherungen besprochen. Bislang kann ich mich an keine erinnern, die ich gerne abgeschlossen hätte. Entweder waren es Kleinstversicherungen oder hochpreisige Varianten, die gegen jeden gesunden Menschenverstand verstoßen haben.


    Ich würde gerne 1000 Euro Netto Rente erhalten, habe noch 25 Jahre Zeit zu sparen, aus meiner Sicht gibt es da im Niedrigzinsumfeld nichts, was man ernsthaft in Erwägung ziehen kann. Da Björn nach einer Rechnung gefragt hat: 375.000 Euro ergeben mit 4% Regel 15.000 Euro Auszahlung, bei 25% Steuern habe ich meine 1000 Euro. Jetzt will ich das Ganze vielleicht etwas sicherer machen, brauche also 500.000 Euro Vermögen in 25 Jahren, rechne mit 5% ETF Rendite, brauche ich 911 Euro Sparrate. Da ich mit Ende 30 nicht bei Null anfange, bin ich entspannt bei einer machbaren Rate.


    Jetzt gibt es natürlich andere Kaliber als mich, die 2000, 3000 Euro Zusatzrente brauchen. Ich wüsste zu gerne, welche Bedingungen die bei einer Lebensversicherung abschließen müssten, um solch eine Rente ausgezahlt zu bekommen. Ich kann nur vermuten, aber ich glaube, die wenigsten werden das in Angriff nehmen.

    Hast du das Video auch gesehen? Darin wird gezeigt, dass high dividend ETFs in der Vergangenheit durchgehend schlechter performt haben als Standard MSCI World ETF.


    Und "einfach umstellen" heißt Verkauf und Neukauf, richtig? Somit realisierst du die Gewinne und zahlst Steuern.


    Ich überlege, mir wenn es soweit ist ein Cashpolster für 3-5 Jahre zuzulegen und (scheinbar) günstige Börsenstände abzuwarten, um das immer wieder aufzufüllen, also nur die ETFs zu verkaufen, die ich für die nächsten 5 Jahre brauche.

    Ein weiterer Gedanke.... man macht Menschen Angst, wenn man Ihnen mit worst case Szenarien kommt, nach dem Motto "ohne 1,5 Mio im Depot kannst du dein Alter vergessen."


    Ich hab so einen Fall im Freundeskreis. 39 Jahre. 3 Kinder. Sie arbeitet voll. Er wird nach einem Jahr Elternzeit wieder zu 50% arbeiten. Der Begriff ETF war ihm neu. Er meinte, private Vorsorge sei für ihn überflüssig, da er eh in der Grundsicherung im Alter landet.


    Ich glaube es gibt Millionen ähnlich gelagerter Überlegungen da draussen. Die müssten ganz niederschwellig an 25 Euro Sparpläne herangeführt werden. Ich finde Finanztip macht da eine gute Sache und erreicht viele Gruppen, nicht nur die Forum-Interessierten, die eh schon weiter sind.

    Bei mir wollte das Finanzamt vor Corona von meinem Arbeitgeber wissen, wieviele Tage ich anwesend war. Mein Arbeitgeber ist groß, mein Chef hatte gewechselt, also wurde einfach "immer anwesend" bescheinigt. Solche Abfragen gibt es wohl.

    Jetzt erinnere ich mich. Ich hatte Elternzeit 2 Monate in dem Jahr, habe aber aus Versehen 220 Tage Anwesenheit vom Vorjahr angegeben. Das war ein Fehler meinerseits. Ich habe mich entschuldigt, 180 Tage wie vom Arbeitgeber bescheinigt angegeben und die Sache war erledigt.


    Aber eigentlich hatte ich die Anfrage provoziert, weil meine Angaben unplausibel waren.

    Ist denn die Dimension, die ich hier angepinnt habe, so weit ab von der möglichen Realität der Zukunft?

    Ja, du beginnst mich ein wenig zu überzeugen. ;) Ich würde es als pessimistisch-realistisches Szenario bezeichnen.


    Die Inflation war vor 40, 30 und 20 Jahren über weite Strecken höher als in den letzten Jahren. Hier wird man sehen, wie sich die aktuell kurze Inflationsphase über 10, 20, 30, 40 Jahre weiter entwickelt. Aber die damaligen Preissteigerungen waren schon noch mal ne andere Geschichte als unser "1 Jahr > 2%" und haben den Steigerungsfaktor 2 maßgeblich geprägt.


    Am Ende muss jeder selbst sehen, welche Sparrate er ansetzt (0-80%), ob es gelingt das Einkommen zu steigern. Die meisten von uns sind an der Börse aktiv. Auch hier bestimmt die langfristige Dirchschnittsrendite des eigenen Depots maßgeblich den Status in 40 Jahren, was man grundsätzlich nur bedingt in der Hand hat (außer man beherrscht Markettiming), bei einem ETF Investment ist man vollständig vom Markt abhängig. Aber klar, Grundvoraussetzung ist eigenes Engagement und ab da hilft nur noch Hoffen, dass sich die Vergangenheit wiederholt.

    Ja, ne Mio oder ne Mrd wär natürlich besser um nachts entspannt heia zu machen. Ist halt für 99% der Bevölkerung unerreichbar.


    Ich denke es ist gut, wenn man sich seine Rentenlücke in jungen Jahren bewusst macht, Maßnahmen definiert und jährlich trackt. Bis hierher dürften 90% der Bevölkerung ausgestiegen sein. Wer noch dabei ist fährt aus meiner Sicht mit einem Fokus auf das Notwendige gut. Dass Mehr erfreulich wäre, dürfte jedem klar sein.

    Ich denke deine Berechnungen sind soweit korrekt.


    Frage ist ob deine Familienplanung schon feststeht oder abgeschlossen ist, 35 Jahre vor der Rente. 3800 Euro Altersbedarf in 35 Jahren entspricht inflationsbereinigt 1900 Euro heute. Damit bist du als Single Mitte der Mittelschicht. Du wohnst in einer mittelgroßen Wohnung, fährst ein mittelgroßes Auto, machst ein zwei mal im Jahr Urlaub etc etc typisch deutscher Durchschnitt - alles gut. Wenn du aber mit Partnerin, mehreren Kindern etc planst, sind deine Sparmöglichkeiten andere in den nächsten Jahrzehnten und auch dein Altersbedarf ist ein anderer. Auch hier geht die Spanne von Doppelverdiener ohne Kinder (keine Geldsorgen) bis Alleinverdiener mit Frau und mehreren Kindern, da kann das Geld schon mal knapp werden.


    Ist nur als Denkanstoß gedacht. Ohne mehr zu wissen scheint erstmal alles ok zu sein.

    Spätestens ab 6stelligem Depotwert schwankt dein Depot am Tag mehr als du über 30 Jahren bei 1,50€ im Monat Kosten haben wirst. Trotz allem kann es ein sportlicher Anreiz sein, das Letzte aus seiner Kohle rauszuholen. Und dann macht es Sinn den Broker zu wechseln.

    Ich würde auch ein separates Kinderdepot für jedes Kind erstellen (bzw habe das für unsere drei Kinder getan). Deine Kinder sind vermutlich keine Zwillinge, das heißt eins ist früher 18 als das andere. Zeiten können sich ändern, damit auch die Sparraten. Mit einem eigenen Kinderdepot ist klar, welches Vermögen am Tag x vorhanden ist und wem es gehört.

    Du kannst davon ausgehen, dass Finanztip konservativ rechnet, während die Banken dir eine möglichst hohe Kreditsumme verkaufen wollen. Daher fallen die Ergebnisse auseinander.