Beiträge von chris2702

    3 Monate dabei und schon zittrig weil der ETF nicht satt im Plus ist? Das macht keinen Sinn. Der Teil deiner Sparrate, der für ETF bestimmt ist, muss da mindestens 10 Jahre reinlaufen. Vorher kann man nichts sagen.


    Wegen Visa Master Paypal würd ich einfach würfeln. Die höchste Augenzahl gewinnt. Genauer werden die wenigsten von uns an das Optimum herankommen.

    Bin ledig, ohne Kinder. Gehalt 150k+

    Auch dann erkaufst du dir maximale Unflexibilität durch eine nette Steuererstattung. Der Deutsche an sich wird blind vor Geilheit auf Steuererstattung. Ich hatte auch mal einen Rürup unter diesem Gesichtspunkt abgeschlossen. Am Ende ist es ein Trade-off, der für mich nicht gepasst hat.

    Du gibts mit dem Rürup Vertrag die Kontrolle über diesen Teil deines Vermögens auf. Du kannst du eine Rentenzahlung bekommen. Wenn du keine Rentengarantie vereinbarst (und die ist teuer) und frühzeitig stirbst, ist das Geld weg.


    Und wie Referat Janders sagt, Steuersätze werden meist überschätzt. Wir zahlen bei 100k+ Gehalt ca. 30%.

    Ein weiterer Aspekt: Du wählst vielleicht gute Fonds aus, aber deine Einzahlungen werden nicht zu 100% darin investiert. Ein Großteil geht in unverzinstes Sicherungskapital um die Kapitalgarantie zu erfüllen. Das trägt erheblich zur Unwirtschaftlichkeit des Riesters bei, die Kombination aus erhöhten Kosten und unverzinster Anlage.

    Stimme Ozymandias zu. Riester ist ein Auslaufmodell. Lass es einfach weg.

    Um das vielleicht noch etwas auszuführen:
    Du planst bereits jetzt, dass im Falle von Kindern deine Partnerin die Kinderzulage bekommt. Also rechnest du für dich mit 40 * 175 = 7000 Euro Riesterzulage. Glaubst du an diesen 7000 Euro hängt die Frage, ob du im Alter Geldsorgen hast oder nicht?


    Du wirst von Anfang an nach dem Studium Gutverdiener sein. Vielleicht wirst du auch zu den Topverdienern aufsteigen. Beim Riester hingegen macht maximal eine Einzahlung 2100 - 175 = 1925 Sinn. Du wirst also in 40 Jahren 1925 * 40 = 77000 plus 7000 Zulage einzahlen. Gehen wir von einem für die heutige Zeit guten Rentenfaktor von 30 Euro je 10.000 Euro Vermögen aus. Dann wirst du 8,4 *30=252 Euro Bruttorente erhalten. Glaubts du wirklich von diesen 252 Euro Bruttorente hängt die Frage ab, ob du im Alter Geldsorgen hast oder nicht?


    Wenn du jeden Monat 163 Euro in einen Riester investierst und von 7% Rendite über 40 Jahre ausgehst, wirst du 405.000 Euro Vermögen haben. Damit lässt sich was anfangen. Das wird dich weiterbringen. Nicht popelige 84.000 Euro verzinst mit 1% im Riester. http://www.zinsen-berechnen.de/sparplan

    "Nötig" ist es definitiv nicht. Du kannst alles, sofort, in 1 ETF investieren.


    Statistisch ist "alles sofort" am besten. Manche Menschen fühlen sich wohler, wenn sie das Investment über mehrere Monate strecken.


    Ein ETF ist vollkommen ok. Wenn du dich wohler fühlst, verschiedene ETF zu kaufen, geht das auch. Es bringt aber keinen objektiven Vorteil, schon gar keinen Renditevorteil.

    Ehevertrag

    Um mal vom Thema des Threads abzuweichen....


    Ich (Mann) habe mich kürzlich mit einer Bekannten über Eheverträge unterhalten. In meinem Mindset dienen Eheverträge dazu, den Wohlhabenden vor der gierigen Ehefrau zu schützen. Sie hingegen wollte die Ehefrau über das gesetzliche Maß der Zugewinngemeinschaft hinaus privilegieren. Länger und mehr Unterhalt. Mehr Ausgleich für Karriereknick bei der Altersvorsorge etc. Wir haben bestimmt 10 min gequatscht bis ich merkte: Sie redet von VÖLLIG anderen Grundlagen.


    Ich habe mich gefragt: Wieviel Prozent der Eheverträge verbessern die Situation der Ehefrau über das gesetzliche Maß der Zugewinngemeinschaft hinaus?

    Ozymandias


    Man heiratet meist in den 20er/30ern und erbt in den 40er/50er/60ern. Ein Einzeldepot wegen drohenden Millionenerbes ist kurzfristig angelegt. Ich sehe keinen Widerspruch zwischen uns.


    Ich habe etwa 5 Parteien von denen ich eines Tages erben werde. Jedes Erbe wird sein eigenes Einzeldepot zwecks Tracking bekommen. Das hat aber nichts mit dem gemeinsamen Vermögensaufbau mit meiner Ehefrau ab Eheschließung zu tun.

    Wenn man in Zugewinngemeinschaft lebt, gemeinsam wirtschaftet und ein Partner kein Interesse an Depotpflege hat, erschließt sich mir der Sinn von Einzeldepots nicht. (Mein Fall)


    Wenn wir gemeinsam alt werden, leben wir vom gemeinsamen Vermögen. Wenn wir uns scheiden lassen, müsste ich bis dahin mit Vollmacht ein zweites Depot mit geringerem Sparbetrag verwalten.


    Wenn man nicht in Zugewinngemeinschaft lebt oder nicht gemeinsam wirtschaftet oder die Partner unterschiedlich anlegen wollen machen Einzeldepots durchaus Sinn (vermutlich die Fälle der Vorschreiber). Dies allerdings nur mit modifizierter Zugewinngemeinschaft unter Herausnahme der Depots oder mit Gütertrennung, sonst arbeitet der Zugewinnausgleich gegen den vermögenderen Partner.

    Sophie_Niels


    Danke für die Buchempfehlung. Ich habe es bestellt.


    Ich spreche mit meinem ältesten Kind über Geld, seit er 5 ist. Er zählt sein Sparschwein und schaut sich sein Depot auf meinem Handy an. Auch sonst fragt er manchmal interessiert und versteht, dass 2 Euro für eine Kugel Eis viel ist, aber 20 Euro für unseren Wochenendeinkauf nicht reichen.

    Wenn meine 3 Kinder mit 17,5 Jahren scheiße bauen (Drogen etc), werde ich dafür sorgen, dass ihnen ihr Depot nicht zur Verfügung steht.


    Man kann alles auf die frühkindlichen Erziehungsfehler schieben und den Dingen ihren Lauf lassen. Oder man "kümmert" sich.


    Mein Sohn wird mit 18 über 50k Euro besitzen. Zuviel um zu spaßen.

    Was du versuchst nennt sich Markettiming und funktioniert bei Privatanlegern so gut wie nie.


    "Jeder Tag ist ein Kauftag!"


    Bei langfristig steigenden Märkten, von denen die meisten hier ausgehen, spielt der exakte Einstiegszeitpunkt keine Rolle.


    Kauf einfach, wenn das Geld verfügbar ist. Statistisch ist "alles sofort" am besten, wenn du dich besser fühlst, kannst du den Investitionszeitraum auch über mehrere Monate strecken.

    Ehrliche Frage: Wenn ich das Depot meines Kindes verkaufe und mir ein eBike kaufe, sagt dann die Bank was und verbietet, dass ich das Geld abziehe? Sagt dann ein Gericht was? Ich denke nicht. Das Kind kann klagen. Dann braucht es aber erstmal die organisatorischen Fähigkeiten um zu einem Anwalt zu gehen.


    Wird die Tatsache, dass das Geld dem Kind gehört, "wirklich" kontrolliert und durchgesetzt?