Beiträge von chris2702

    @1: Du solltest 4% einzahlen. Wenn deine Frau von Januar bis Dezember null Einkommen hat, sind 60 Euro ok. Als meine Frau Elternzeit hatte, hat sie 12 Monate nicht gearbeitet, aber zB von August 14 bis Juli 15. Das heißt sie hat trotzdem von Januar 14 - Juli 14 verdient, und davon müssen es 4% sein. Das Elterngeld erhöht den Riesterbeitrag nicht.


    @2: Die 5 Jahre beziehen sich auf Abschluss und Vertriebskosten. Die sind nach 5 Jahren abgegolten. Aber es gibt ja auch noch Verwaltungs und Fondskosten. Meist liegen die Verwaltungkosten um 1,5%. Das ist halt viel, denn die Fondskosten kommen ja noch hinzu. Da muss man rechnen, ob sich die vorteilhaften Zulagen besser ausgeben als die unvorteilhaften Kosten. Wenn nicht, sollte man was am Riester ändern.


    @3: So ganz versteh ich die Frage nicht. Aber ja, 2100 Euro sind die Maximaleinzahlung incl Zulagen in einen Riester pro Person. Darüber hinaus eingezahltes Geld ist rausgeschmissen. Immer.


    @4: Du kannst bei der Allianz anfragen, welche Fonds sie bieten. Gut wären ETF. Ich hatte auch einen Invest Balance der Allianz. Damals gab es keine Möglichkeit in ETF zu investieren. Aber der war eh so schlecht, dass ich ihn dann gekündigt habe, da hätte auch ein ETF nichts gebracht.

    Hallo 68td


    ich finde es etwas schwer, deine Fragen aus diesem langen Text herauszulesen. Vielleicht kannst du sie nochmal prägnant zusammenfassen?


    Auf jeden Fall richtig ist, dass du die Eigenbeitragsrendite optimierst, wenn du immer exakt 4% vom Letztjahresbrutto abzüglich Zulagen einzahlst. Also (4% * Gehalt - 1075). Das solltest du jedes Jahr anpassen. Wenn du die 4% nicht erreichst, verlierst du einen Teil oder auch alles der 1075 Euro, was natürlich überhaupt keinen Sinn macht (zB 100 Euro zu wenig eingezahlt kann zu hunderten von Euro Zulagenverlust führen). Meine Frau ist gerade in Elternzeit mit No. 3 und zahlt 15 Euro ein. Macht pro Jahr eine Einzahlung von 180 + 1075, was sich dann schon lohnt.


    Vielleicht antwortet ja noch jemand auf den Rest deiner Fragen. Viel Glück.

    Angenommen, die 50 Euro reichen für die nächsten 38 Jahre um die Zulage zu erreichen, dann

    50*12*38 = 22800

    175*38 = 6650

    Das heißt man garantiert dir deine Einzahlung. Wenn du die Zulage erreichst, wäre sie auch garantiert.


    Bei https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php erfährst du, dass 775 Euro Sparrate über 38 Jahre bei 4% Zinsen ein Kapital von 69.000 Euro ergibt. Das heißt wenn dein ETF so performt wie dein Riester hast du 19.000 Euro mehr Kapital.


    Oder anders gesagt, wenn du 50562 Euro haben willst, brauchst du 2,6% Rendite. Das Delta zu den versprochenen 4% sind die Kosten. Das ist ein normaler Wert für eine Riesterversicherung. Mich würde der Wert dazu motivieren, das Ding abzureißen.

    Hallo Zlin


    hier antworten nur ganz selten Profis, dafür eher Laien mit Lebenserfahrung. Mich würde überraschen, wenn jemand mit "Strategie Plus 6RG" etwas anfangen kann. Wenn ja, ist das natürlich super.


    Schreib doch mal ein paar Eckdaten zur Versicherung.

    Versicherungsbeginn und Ende

    Monatsbeitrag

    Garantiertes Kapital

    Mögliches Kapital bei 2/4/6% Rendite

    Garantierte Rente bei 10.000 Euro Vermögen


    Wenn du erst seit 2017 einzahlst und der Riester bereits beitragsfrei ist, dürfte der Schaden zumindestens nicht existenzbedrohend werden. ;-)

    Hallo Tim,


    ich würde hier ein klares "Es kommt drauf an" sehen.

    1) Erzielst du einen emotionalen Mehrwert dadurch, Jahrzehntelang im Eigenheim zu wohnen? Wenn ja, spricht das fürs Eigenheim, man lebt ja nur einmal.

    2) Kannst du ein Haus das dir gefällt leisten zu kaufen? Nutzt ja nichts, wenn nach dem Kauf alles andere hinten anstehen muss, weil du unter Zins und Tilgung ächzt.

    3) Wie steht das Verhältnis Jahresmietwert zu Kaufwert? 20 Jahresmieten wäre ultra günstig, 40 Jahresmieten wahrscheinlich zu teuer?

    4) Wir leben auf dem Land zur Miete, Dienstwohnung, spezielles Setting, hat hier keine Bedeutung. Wir sehen dass ganz viele Häuser unter der Hand zum Nachbarschaftspreis weggehen. Ein alter Mensch stirbt, die Nachbarskinder kaufen das Haus, renovieren. Man kennt sich seit Jahrzehnten, pflegt eine gute Nachbarschaft, vermutet, dass es nie Ärger geben wird. Warum soll man sich dann einen Heini über Immoscout reinholen? In so einem Setting mit Nachbarschaftspreisen ist Kaufen natürlich ein Traum.

    5) Wenn du flexibel bleiben willst, "jederzeit" umziehen zu können, bindet ein Eigenheim natürlich. Aber wenn du weißt, dass du eh im Umfeld bleiben willst, guter Job, Eltern, Freunde sind vor Ort, kann das schon für ein Eigenheim sprechen.


    Am Ende kommt es auf dein persönliches Setting an? Kaufst du günstig oder teuer. Bist du flexibel oder ortsgebunden. Ist dir wichtig im Eigenheim zu wohnen - kann ja auch eine Belastung sein, wenn man alles selbst organisieren und bezahlen muss, was einem sonst der Vermieter abnehmen muss.

    Ich bin kein Experte. Aber meines Wissens verringert der Besuch beim Psychiater die Chancen auf eine BU. Also solltet ihr sie vor einem Termin dort anfragen und abschließen.


    Ich würde mich aber fragen, ob das wirklich jetzt Prio1 ist. Scheinbar ist euer Kinderwunsch sehr stark. Vielleicht solltet ihr hier eure Kraft reinstecken und euch zu anderer Zeit um die BU kümmern, egal wie dann die Aktien stehen.


    Mein Arbeitgeber stellt Fruchtbarkeitsmedikamente her. Er behauptet, dass 3 Mio Babies mit seiner Unterstützung geboren wurden. Es gibt heute jedenfalls viel mehr Unterstützung als noch vor wenigen Jahrzehnten. Ich wünsche euch, dass ihr geholfen bekommt.

    Schau mal hier:


    Günstig und gut sind häufig 3 Jahre alte Autos. Wenn du auf den Neupreis einen hohen Rabatt raushandelst, ist das ebenfalls meist günstiger als Leasing. Nur wenn du ohnehin alle x Jahre ein neues Auto haben willst und dich nicht um Verkauf/Kauf kümmern willst, oder schlicht das Vermögen nicht hast, ist Leasing besser.


    Mein Argument. Im Leasing würde ich immer zu etwas unvernünftigem Kaufen, das heißt Audi A5 statt Audi A3, größerer Motor statt angemessener Motor, etc. Allein dadurch kann ein Leasing für mich nicht günstiger sein, denn die Leasing Firma will ja auch von was leben.

    Hallo Reimfred


    Wir haben ein Gemeinschaftskonto und sparen auf ein Einzeldepot, nämlich meins. Dies aus historischen Gründen, ich hatte da schon alleine mit angefangen und als wir gemeinsam weiter gespart hatten, war uns nicht bewusst, dass man es nicht in ein Gemeinschaftsdepot umwandeln kann.


    Wenn Ihr in Zugewinngemeinschaft lebt, ist es egal, wo Ihr euer Vermögen mehrt, denn beim Tod eines Partners gehört alles dem Überlebenden und bei Scheidung wird Zugewinngemeinschaft gemacht. Trotzdem gehört zu einem Einzeldepot ein gewisses Maß an Vertrauen, denn wenn der Inhaber 6 Monate vor der Scheidung Geld zur Seite schafft (ETF verkaufen, Barabhebung), kann der andere Partner nicht viel dagegen tun. Bei uns ist das kein Problem, im Falle einer Scheidung wären wir fair.


    Von Schenkungsproblemen bei der Kontengestaltung habe ich für Ehepaare nur etwas gehört, wenn wirklich signifikante Beträge weitergereicht werden. Keine Ahnung, was signifikant ist, ich hätte vermutet alles über Schenkungsfreibetrag also über 500.000 Euro. Wenn du haushaltsübliche Sparpläne von ein paar Hundert oder 1-2 tsd Euro bedienst, wird das Finanzamt sich darum sicher nicht kümmern.

    Viele Rürup Versicherungen sind teuer. Daher wirst du renditetechnisch regelmäßig schlecht abschneiden. Auf die Kosten solltest du zu allererst achten.


    Außerdem sieht du das Geld erst mit Rentenbeginn in Form einer Rente. Willst du dich wirklich für 30 Jahre von deinem Geld trennen, ohne zu wissen, was in dieser Zeit in deinem Leben passiert? Du hast keine Chance, auch nur einen Cent deiner Einzahlungen zu verflüssigen, jemals. Ich hatte auch mal einen Rürup, im Nachhinein war das Konstrukt völliger Schwachsinn für einen jungen Menschen, der sein ganzes Leben noch vor sich hat.


    Zu guter letzt. Der Steuervorteil beruht darauf, dass du Steuern verschiebst. Die Werbeaussagen sind meist, dass du heute 42% Steuern zahlst und im Alter unter 20%. Aber woher weißt du, dass das so sein wird? Sobald du Ehegattensplitting hast, musst du schon sportlich verdienen, damit du 42% Steuern zahlst. Vielleicht wirst du vermögend, dann zahlst du garantiert mehr als 20% Steuern im Alter. Und schon schmilzt der Steuervorteil dahin.

    Hallo Gerhard12,


    Glückwunsch zu den soliden Bedingungen.


    Im Prinzip könntet Ihr einen Auszahlplan machen. Hier gibt es verschiedene Varianten. Die lineare wird hier berechnet https://m.zinsen-berechnen.de/entnahmeplan.php


    Ich würde über 15 Jahre ETF kaufen und regelmäßig Tranchen verkaufen. Einfach 100.000 pro Jahr. Und es mir gutgehen lassen. Dann würde ich beim obigen Rechner mit 5% Rendite bei einer Anlage in den MSCI World rechnen.


    Ihr könnt auch "dynamischer entnahmeplan" auf Google und Youtube suchen. Das ist flexibler und führt meist zu höheren Entnahmen.


    Ansonsten bleibt das Langlebigkeitsrisiko. In 15 Jahren seid ihr 82. Wollt ihr dann ohne Vermögen sein und nochmal 10 Jahre nur von Rente leben? Möglich wäre es. Ohne Zweifel.


    Oder ihr findet eine Stiftung zu der ihr zustiften wollt. Dann können auch 3,50 übrigbleiben und ihr wisst dass gutes getan wird. SOS Kinderdörfer würde mir gefallen. Gibt 1 Mrd Möglichkeiten.


    Viel Erfolg

    Hallo 5501008


    Da du mich in den Konversationen blockiert hast, hier ein kleiner Brief.


    Hallo Kollege,


    Du hast sehr viele meiner Beiträge mit einem dislike belegt. Scheinbar willkürlich. Bist du verärgert, weil ich scherzhaft auf deinen Beitrag zum Festgeld und der Französischen Bank geantwortet habe? Nichts für ungut. Wenn dich das so nachhaltig verärgert, möchte ich mich von ganzem Herzen dafür entschuldigen. Das wollte ich nicht.


    Ich hab seit einiger Zeit beruflich Ärger. Werde systematisch beim Gehalt benachteiligt. Kann mich da tagelang drüber aufregen. Und meine Frau nerven. Insofern, ich weiß wie man sich ärgert.


    Aber im Prinzip ist es nicht sooooo schlimm. Uns geht es gut, alles ok. Vielleicht kommst du ja auch über deinen Ärger weg. Stell dir vor du klagst, dann hast du das Thema jahrelang vor Augen. Und die Prozessakten türmen sich zuhause. Oder du schreibst es ab als "da hat man mich falsch behandelt, aber der Aufwand was zu unternehmen war es mir nicht wert". Und freust dich an den schönen Dingen im Leben.


    Alles Gute.:thumbup:Chris

    ETF ist gut, wenn du 10 besser 15 Jahre Zeit hast, bis du das Geld brauchst. Du solltest den Freistellungsauftrag einrichten. Ist ein Formular, das man in 60 Sekunden ausfüllt und dann bis auf weiteres 801 Euro steuerfreie Kapitalerträge hat.


    Kompliziert ist der Freistellungsauftrag nur, wenn man ihn auf mehrere Banken verteilt, den Überblick verliert und mehr als 801 Euro freistellst. Dann beschwert sich das Finanzamt. Ins Gefängnis kommt man dafür aber nicht.