Beiträge von lieberjott

    Digitalisierung und Service sind die Themen welche Banken in den letzten Jahren bewegen und auch zukünftig noch arg beschäftigen werden.
    Die ING hat das in meinen Augen erkannt. Die Geno-Bank bei der ich gekündigt habe, hat das noch nicht erkannt. Service ist, je nachdem bei wem man landet, immer noch von nicht-kundenorientierter Beamtenmentalität geprägt.
    Von Digitalisierung sprech' ich jetzt lieber nicht...

    Die BBBank versucht weiterhin, den Abschied möglichst kompliziert zu gestalten.
    Ich bekomme zwei Schreiben, datiert vom selben Tag, welche sich widersprechen.
    In einem steht, dass die Kündigung der Mitgliedschaft bestätigt wird.
    Im anderen steht, dass die Kündigung meiner Mitgliedschaft nicht erfolgt sei (was nicht stimmt, ich hatte das explizit erwähnt) - ich müsse einen Brief unterschreiben und hinschicken. Total konfus.


    Bei meiner Frau ist's auch nicht schlecht. Obwohl sie das offizielle "Kündigungsformular" ausgefüllt hat, bekam sie einen Brief, dass sie ihre Kreditkarte separat kündigen müsse (??) - dies könne sie im Online-Banking tun.
    Natürlich kann man dies im Online-Banking nicht tun. Zudem ist es doch haarsträubend, dass man noch explizit die Kreditkarte kündigen soll, obwohl man ausdrücklich die ganze Geschäftsbeziehung inkl. Girokonto gekündigt hat.

    "MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der überschuldete Dax-Konzern Wirecard will die konzerneigene Bank vom angekündigten Insolvenzantrag ausnehmen. Die Bank sei "nicht Teil des Insolvenzverfahrens der Wirecard AG", erklärte der Konzernvorstand am Donnerstag. "Die BaFin hat für die Wirecard Bank AG bereits einen Sonderbeauftragten eingesetzt." Demnach wird die Wirecard-Bank organisatorisch und finanziell vom Mutterkonzern abgekoppelt: "Die Freigabeprozesse für alle Zahlungen der Bank werden zukünftig ausschließlich innerhalb der Bank und nicht mehr auf Gruppenebene liegen."
    Die Wirecard AG als Muttergesellschaft hingegen sieht wegen fehlenden Gelds derzeit keine Möglichkeit, den Betrieb nach dem 1. Juli ordnungsgemäß weiterzuführen: "Ohne eine Einigung mit den Kreditgebern bestand die Wahrscheinlichkeit der Kündigung und des Auslaufens von Krediten mit einem Volumen von 800 Millionen Euro zum 30. Juni 2020 und 500 Millionen Euro zum 1. Juli 2020", hieß es in der Mitteilung. Die Fortführbarkeit des Unternehmens sei "nicht sichergestellt"./cho/DP/stk"

    "25.06.2020 10:40:38
    ASCHHEIM (dpa-AFX) - Dem Zahlungsdienstleister Wirecard droht wegen seines Bilanzskandals die Insolvenz. Der Vorstand habe entschieden, beim Amtsgericht München die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Aschheim bei München mit. Als Gründe nannte er eine drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Es werde geprüft, ob auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard-Gruppe gestellt werden müssten./stw/stk"

    Die Wirecard-Bank ist also (noch) nicht direkt betroffen - andererseits weiß ich nicht, inwieweit diese mit der Wirecard AG verknüpft ist und damit der letzte Satz aus der Pressemeldung zutreffen könnte.
    Trotzdem ist es - aus persönlicher Sicht, sicher keine schlechte Entscheidung spätestens jetzt das Geld abzuziehen (wenn man es noch nicht getan hat). Andererseits ist klar, dass so ein "Bank Run" die Zukunftsaussichten so eines Unternehmens nicht gerade verbessert.

    PSD arbeitet, wie fast alle Geno-Banken, auch mit Fiducia als IT-Dienstleister zusammen und das ist für mich mittlerweile ein Auschlusskriterium. Damit gehören sie nämlich automatisch zur Nachhut in Sachen Innovation.
    Apple Pay kam deswegen auch bei der PSD extrem spät und auch die Banking-App wird gleich schlecht sein - mit unbrauchbarer Scan-Funkion für Überweisungen sowie einer grausamen Tan-Generator-App. Zuletzt habe ich mich nur noch geärgert und entscheide mich daher bewusst für einen Innovationsführer.

    Gestern, auch wegen Rückfragen, einen sehr unprofessionellen Rückruf der BBBank erhalten.
    Es wurde darauf hingewiesen, dass auch andere Direktbanken Gebühren verlangen (schon richtig, aber mit großzügigen Ausnahmen wie bei DKB und ING) und man ja beispielsweise irgendwann eine Baufinanzierung benötigen könnte (auch korrekt, aber dank Interhyp weiß ich dass es noch zig andere Banken mit besseren Zinsen gibt).
    Zudem würden bei Direktbanken ja nur angelernte Kräfte arbeiten - auch gut, aber die geben mir selbst am Sonntag kurz vor acht Uhr morgens bereits eine freundliche und hilfreiche Antwort auf eine E-Mail die ich am Abend zuvor geschrieben habe.


    Dann hatte ich auch noch gefragt, ob ich das Mietkautionskonto bestehen lassen könnte, wenn ich alles andere auflösen würde. Es kam die brüske Antwort dass solch "sich das Beste rauspicken" ja gar nicht ginge und deswegen das Mietkautionskonto nicht bestehen bleiben kann. Ich würde ja gerne nachfragen, wo im Preisverzeichnis oder den AGB das geregelt sein soll - aber auf sowas habe ich gar keine Lust mehr, das beschleunigt nur noch den Fluchtreflex.
    Bei so einer nicht-kundenorientierten Antwort merkt man dann, dass die Bank früher mal Badische Beamtenbank hieß.


    :thumbdown:


    In dem Sinne fühle ich mich in meiner Entscheidung voll bestätigt.

    Kann man diesem Zinsrechner vertrauen?

    Klar kann man das - wenn man die Eingaben richtig tätigt.


    Ein Bausparer kostet Gebühren und wird zudem keine oder praktisch keine Zinsen mehr ab.
    Eine Sondertilgung verringert sofort die Zinslast und Restschuld.
    Somit darf nach dem Ende der Zinsbindung der neue Zinssatz theoretisch deutlich höher sein als beim Bauspardarlehen und man fährt trotzdem besser.

    Wenn die öffentlichen Informationen nur zu 80% stimmen, ist Wirecard schon lange nicht mehr.


    Allein die Story, 1,9 Mrd. EUR als Sicherheit bei philippinischen Mini-Banken hinterlegt zu haben, ist hanebüchen.


    Meine Prognose: Bafin macht nächste Woche die Bude zu.

    Das hat nicht Wirecard gemacht, sondern Treuhänder für die so genannten Third-Party-Acquirer in Asien.
    Aktuell sieht's (für meine Interpretation) wohl so aus, dass Wirecard einfach von "den Asiaten" beschissen wurde. Scheinumsätze für die dann Provisionen (an die TPA) flossen und das Geld auf den Treuhandkonten wurde evtl. auch gleich noch umgeleitet oder nie angelegt.
    Eben wegen dieser Unsicherheiten (Kreditlinien der Banken, Banklizenz) habe ich das Geld mal gesichert.
    Dass das Geschäft in Deutschland und Europa existiert und so stattgefunden hat steht außer Frage - trotzdem ist die Existenz des Konzerns natürlich in Gefahr. Erst recht wenn ein erheblicher Teil des Gewinns auf Umsätzen basiert, die vielleicht nie stattgefunden haben.


    Bin mal gespannt in wie viel Jahren es dann eine Serie dazu gibt. "Bad Banks" und "The Big Short" lassen grüßen - das kann sich fast kein Drehbuchautor ausdenken.

    Ich habe heute dazu eine Mail bekommen:


    Ich habe mein Geld trotzdem vorsichtshalber woanders hintransferiert.
    Auch wenn man, falls für Wirecard der Worst Case eintritt, das Geld wiederbekommt, so könnte das unter Umständen ein bisschen dauern.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Total_Expense_Ratio
    TER = Die laufenden Kosten p.a.

    Wie immer gilt die Weisheit: Wenn es tatsächlich so einfach wäre, könnte und würde das ja jeder so machen.


    Es gibt genug Regionen da sind die Kaufpreise dermaßen explodiert und den Mietkosten davon gerannt, dass du quasi NIE eine positive Rendite erwirtschaften können wirst.
    Und selbst wenn du nach langer Suche das richtige Objekt findest, so braucht es schon einigen Aufwand um tatsächlich zuverlässig ein paar Prozent Rendite zu erzielen.
    Für mich persönlich wäre das nichts, womit ich gut schlafen könnte.


    Es bliebe noch der "klassische" Weg sich ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung zu holen um ein Zusatzeinkommen im Alter zu generieren, aber selbst das muss man auch wollen und können.


    Als Neuling fehlen einem Wissen und Erfahrung - schlechte Voraussetzungen für eine solide Altersvorsorge.


    Ganz interessant finde ich folgenden Blog: https://vermietertagebuch.com/ Auch wenn die Message des Blogs das Geldverdienen mit vermieteten Immobilien ist, so erfährt doch eine Menge Hintergrundstories über die ganzen Fallstricke. Und man sollte im Hinterkopf behalten, dass man diesen Erfolg nicht unbedingt replizieren kann - der Autor des Blogs hatte ein gutes Händchen.

    Also ich kann mir das für mich sehr gut vorstellen und bin froh dass das Thema auch endlich in Deutschland Fahrt aufnimmt - auch wenn es bei mir noch seeehr lang hin wäre und das Eigentum auch noch (!) fehlt.


    Ggf. gäbe es auch noch die Option (falls das Gefälle in Deutschland so bestehen beibt und man sich verändern möchte) das Haus zu verkaufen, in einem günstigeren Teil des Deutschlands zur Hälfte des Preises ein ähnliches oder anderes Objekt zu erwerben und mit dem Erlös dann eine Zusatzrente zu haben ;)

    Es hängt von den Banken ab - vorher nachfragen. Einige Banken lassen dich als Kunde bestehen, auch bei Wegzug ins Ausland/Schweiz. Dann könntest du den Sparplan weiterführen.


    Banken/Broker in der Schweiz sind deutlich teurer.
    Wenn du EUR-ETF kaufen willst, hast du dann auch laufend die Währungsumwandlung.


    Ich würde, wenn möglich, die ETF-Sparpläne in Deutschland weiterführen, wenn du nur vorübergehend in der Schweiz bist.


    Ein Konto in der Schweiz für Lohn/Gehalt etc. brauchst du aber trotzdem.

    Ich verstehe das Problem nicht.
    Bei der Eröffnung wirst du gefragt "Ich bin ausschließlich in Deutschland steuerlich ansässig. *ja/nein"

    Du klickst halt nein an, wählst Italien aus Land deiner Steuerpflicht aus und gibts deine italienische TIN ein.


    Ob du generell auch noch in Deutschland steuerpflichtig wärst können wir nicht beurteilen.

    Bisher waren ja viele Genossenschaftbanken ja noch ein Garant für kostenlose Girokonten - zumindest wenn man sie Online geführt hat. Jetzt scheinen aber viele der Banken - in seltsam orchestrierter Form - an der Gebührenschraube zu drehen.
    Die Sparda-Bank Berlin will jetzt 4,90 Euro monatlich für das Girokonto, die BBBank führt nun ebenso Gebühren ein (zumindest für nicht im ÖD beschäftigte): 2,95 € im Monat und zusätzlich 11,95 € im Jahr für die girocard V-Pay. Geld abheben bei anderen VR-Banken ist auch nicht mehr gratis.
    Das gibt dann sicherlich einen weiteren Aderlass bei diesen Banken, auch ich ziehe Konsequenzen - nachdem ich eh schon mit Depot und Tagesgeld bei der ING sehr zufrieden bin, werde ich dort nun auch ein Girokonto eröffnen.
    Wie sieht's bei auch aus, haben auch andere Geno-Banken bzw. Sparda-Banken zum Sommer an der Preisschraube gedreht?