Beiträge von lieberjott

    Je nach Tilgungssatz (ich persönlich würde nicht unter 3% gehen - damit das Eigenheim möglichst bis zur Rente abbezahlt ist...wobei, als als Beamter hat man anhand durch die Pension ja schon noch andere Möglichkeiten...) und Zinsbindung würdet ihr halt 1/3 eures Nettoeinkommens oder auch etwas mehr für das Darlehen aufwenden. Das wäre also an sich erstmal noch nicht besonders außergewöhnlich oder besorgniserregend.

    Dann guck' dir bitte aber auch die Bewertungen von Telekom, Vodafone und 1&1 an - die sind keinen Deut besser.

    Es ist immer so, dass diese Portale vor allem Unzufriedene anziehen. Und die Hälfte von denen hat eigentlich nicht einmal Ahnung, wovon sie schreiben*.


    (*) Beispiel von einem Eintrag von vor einer Woche: "Nachmittags kommt dann ein Anruf, dass ab dem 1.3.2022 mein Anschluß für den Fernseher über Glasfaser abgeschaltet werde, ich könne dann nur noch über Internet fernsehen.
    (...)
    Internetanschluß und Telefon würden weiterhin bedient.Ist die DG nicht in der Lage, ein Fernsehprogramm, wie andere Anbieter auch, ins Glasfasernetz einzuspeisen? "


    Erklärung: Es gibt keinen Fernsehempfang über Glasfaser. Zwangsläufig kann es über Glasfaser nur IPTV (also Fernsehen via Internet) geben.

    Aber ich finde die Folgerung "Wohnen = Grundrecht => Eigentum kein Luxus" etwas zu stark vereinfacht.

    Dies ist auch nicht meine Folgerung. Aber es kann ja auch nicht sinnvoll sein (auch für das Gemeinwohl), wenn es kaum noch selbstbewohnte Immobilien gibt und der Großteil von Investoren (mit genug EK und oder Fremdkapital-Hebel) mieten muss.
    Aber es ist natürlich leicht, anderen etwas abzusprechen, nur weil man selbst (auch wegen besserer Bedingungen in der Vergangenheit) schon ausgesorgt hat ;)

    Ich habe auch nichts gegen eine Verschärfung der aktuellen Regeln wenn eine Blasegefahr droht, aber diese muss sinnvoll sein, beispielsweise durch Festlegung von Mindestilgungsraten, längerer Zinsfestschreibung bei niedrigen Zinsen in Kombination mit eher wackeliger Finanzierung oder einer Tragbarkeitsrechnung, welche von höheren Zinsen zum Zeitpunkt X ausgeht.

    Aber es kann eben IMHO nicht sein, dass ein großer Teil des Eigenkapitals vor allem für die Kaufnebenkosten drauf geht - ohne dass es dafür einen Ausgleich gibt.
    Im SPIEGEL (Paywall) gab's dazu kürzlich einen interessanten Artikel - er listet auf, in welcher Region wie lang allein schon für die Grunderwerbssteuer (eines EFH oder ETW) gespart werden muss, basierend auf "einer monatlicher Sparrate von 10,8 Prozent des mittleren Nettoeinkommens eines Paars (1,5 Gehälter)".
    In Berlin sind's über 10 Jahre.

    Wer sich den Luxus einer selbstgenutzten Immobilie nicht leisten kann, der kann sich den Luxus einer selbstgenutzten Immobilie nicht leisten. So einfach ist das ;-)

    Ich würde es nicht als Luxus definieren, wenn man sich eine selbstbewohnte Immobilie kaufen möchte, bei welcher Tilgung und Zins nicht höher sind, als die entsprechende hypothetische oder reale Kaltmiete für das Objekt.

    Zitat

    Jou. Die Realzinsen liegen aber schon sein viiiiiiiieeeeeelen Jahren deutlich unter Null ;-)

    Hier gilt es zwischen dem Sparen und Investieren zu unterscheiden.

    Die Phase wo man das Eigenkapital anspart ist ja eben nur Sparen und noch kein Investieren. Und da ist es doch frustrierend, wenn es mickrige, keine oder mittlerweile negative Zinsen gibt. Auf der anderen Seite steigen jedes Jahr die Immobilienpreise, so dass man mit der Sparrate eigentlich immer nur hinterherhinkt.


    In vielen Regionen haben Immobilien solche Preislagen erreicht, dass es selbst als Gutverdiener kaum möglich ist aus eigener Kraft in sinnvoller Zeit genug Eigenkapital anzusparen. Wenn die BaFin etwaige Verschärfungen ungeschickt anstellt, dann könnte es den Fakt oder Zustand zementieren, dass nur noch (vorgezogene) Erbschaften innerhalb der Familie den Erwerb von Eigentum in vielen Gegenden Deutschlands möglich machen. Und das kommt mir einfach nicht gerecht vor.


    Hinzu kommt die schon angesprochene Thematik, dass die Kaufnebenkosten - die ja auch keine Investition darstellen - 1:1 an den steigenden Preisen gekoppelt sind. Ohne dass für die "Begünstigten" der Aufwand dadurch gestiegen wäre. Das Geld welches da zwangsläufig verpulvert wird, schafft keine Werte.

    Der größte Sprengstoff steckt meines Erachtens in folgender Passage:
    "So könnte sie [die BaFin] beispielsweise gemäß § 48u Kreditwesengesetz und gemäß § 308b Versicherungsaufsichtsgesetz eine Obergrenze für den Fremdkapitalanteil bei Wohnimmobilienfinanzierungen vorgeben."


    Bei 0% Zins und deutlich höherer Inflation ist es schon seit geraumer Zeit schwierig wirklich zu sparen.


    Das hingegen ist schwammig formuliert:

    "Sie erwartet eine konservative Bewertungs- und Kreditvergabepraxis, die Finanzierungen mit hohem LTV („loan-to-value“) restriktiv behandelt und eine solide Schuldentragfähigkeit der Kreditnehmer dauerhaft, also auch in Stressphasen, sicherstellt. Kreditnehmer sollten jederzeit in der Lage sein, die monatlichen Zahlungen für Zins und Tilgung aufbringen zu können, auch wenn Zinsen steigen."

    Eine konkrete Umsetzung dessen könnte bedeuten, dass die Bank beispielsweise mit einem hypothetischen Zinssatz von 4 oder 5 % rechnet und vielleicht zusätzlich noch 1% für Rücklagen/Unterhalt (wie in der Schweiz). Dann dürften in der Tat viele "rausfliegen", auch jene, die es sich eigentlich leisten können.
    Finde ich nicht unbedingt gut.

    Wohin man hingegen in meinen Augen vorgehen sollte sind so Sachen wie offensiv beworbene 110% Immofinanzierungen wie ich sie bei der Postbank sehe.

    Hallo Thebat ,

    ich denke mir das so, Lohn ist doch der Anteil, den ein Handwerksunternehmer seinen Arbeitern zahlt. Bei der Rechnungslegung muß der Unternehmer doch noch seine Unkosten und den Gewinn dazurechnen. Ich denke mir, er ist nicht verpflichtet den Lohnanteil auf der Rechnung auszuweisen.

    Ich habe das Gefühl, dass du das etwas falsch oder zu buchstäblich verstehst. Mit "Lohnanteil" ist die Arbeitsleistung gemeint oder der Stundensatz oder wie auch immer man das nennen will. Auch mein Steuerprogramm von Buhl kennt in der entsprechenden Eingabemaske explizit das Wort "Lohnanteil".

    http://www.spiegel.de hat heute einen Artikel über das Imperium von Ömer Varol - leider mit Bezahlschranke.

    Hier der direkte Link:

    https://www.spiegel.de/wirtsch…0f-48b2-947a-21b1dd4d4958

    Ein kurzes, interessantes Zitat dürfte erlaubt sein:


    "Und die Bundesnetzagentur geht nach SPIEGEL-Informationen dem Verdacht nach, dass Varols Unternehmen in den vergangenen Wochen ihr Gas und ihren Strom im Großhandel zu Höchstpreisen verkauft und anschließend den Endkunden mit ihren viel günstigeren Verträgen gekündigt haben."


    Ansonsten Probeabo abschließen, falls man den Artikel ganz lesen will.

    1. brain.exe

    2. brain.exe

    3. brain.exe

    4. Fortlaufend (Sicherheits-)Updates installieren

    5. Ich nutze privat macOS auf dem Computer - Trotz ebenfalls vorhandener Sicherheitslücken, ist der Angriffsvektor doch deutlich kleiner als beim typischen Windows-User. Zudem prüfe ich sorgfältig, was ich von wo installiere. Als Erhöhung der Sicherheitsstufe könnte ich auch ein Debian-Linux verwenden, welches auf einem Bastelrechner (Raspberry Pi) läuft und per Remote Desktop drauf zugreifen.

    6. Auf dem Handy nutze ich iOS, welches im Vergleich zu Android doch auch deutlich Sicherheitsvorteile auf verschiedenen Ebenen (Hardware, Firmware, Software) hat. Logisch ist, dass das Gerät nicht jailbroken ist.

    7. Gehe ich per Computer ins Online-Banking, nutze ich meine Bookmarks direkt zum Login.

    8. Prüfen was bei der Transaktion angezeigt wird.

    9. Regelmäßig die Kontobewegungen prüfen.

    10. Möglichst keine Kreditkartendaten bei Anbietern speichern lassen.

    11. Nicht auf obskure Mails oder SMS reagieren.

    12. Ich hab einen Adblocker (Pihole) als DNS-Server im Heimnetzwerk laufen, welcher zum Teil auch Malware- und Phishing-Seiten blockt (wobei natürlich immer neue Domains aufpoppen und die Gefahr besteht, dass die Blockliste unvollständig ist).


    Zu deinen Bedrohungen:

    3) Ich erwarte keine Anrufe von meiner Bank. Die sollen sich schriftlich an mich wenden, wenn sie ein Begehren haben.

    4) Wäre doof, hätte aber keinen Impact, da dem Einbrecher dann trotzdem noch mindestens ein Faktor für den Login fehlt (z.B. mein Fingerabdruck oder Passcode); Passwörter habe ich nicht im Klartext gespeichert oder aufgeschrieben.

    5) und 6) halte ich für statistisch nicht relevant bzw. nicht realistisch. Aber ich würde auch nicht in Mexico oder Brasilien Urlaub machen. Und warum sollte mich jemand, was sehr aufwändig und gefährlich ist, als Geisel nehmen, eine nachverfolgbare Zahlung durchführen, wenn er stattdessen einfach während meines Urlaubs meine Wohnung ausräumen könnte?

    Genau darum geht es mir, ich habe mich ganz normal eingeloggt und die Seite "Bitte stimmen Sie zu" erschien einfach nicht mehr und stattdessen habe ich eine Nachricht im Kundenpostfach gehabt mit den neuen Preisen und Vertragsbedingungen. Aber ich brauchte keine 2 Faktor beim Einloggen

    Dann hast du wohl mal irgendwann auf "Zustimmen" geklickt.
    Und ich bin mir sehr sicher, dass du irgendein Zweifaktor-Verfahren anwenden musst. Ohne geht es meines Wissens - wenn überhaupt - nur bei reinen Depots oder Tagesgeldkonten.

    Was man nicht alles für 10 Euro im Monat macht.

    X/
    Typisch deutsche Einstellung.
    Neben der Tatsache, dass ein Amortisation in weniger als zehn Jahren möglich ist (und man danach effektiv Geld spart), ist es ein persönlicher Beitrag zur Energiewende.
    Man kann natürlich immer fordern, dass "die Politik" was macht - oder selber seinen Teil dazu beitragen.

    Wer Basteln kann bzw. darf, der kann eine einfache Energiemessung auch über einen Shelly 1 PM oder Shelly EM realisieren. Das ist dann jedoch nicht mehr Plug&Play.

    Ansonsten: Sehr interessantes Thema, ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, da es sich hier aufgrund der geographischen Lage und Ausrichtung auch sicher rentieren würde; eine relativ hohe Grundlast ist sicherlich vorhanden (allein schon durch die ganzen Smart Home Geräte/-Aktoren/-Sensoren, Heizungsstellreglern und auch wegen Home Office) - wenn auch noch nicht quantifiziert.


    Eine von außen unsichtbare Aufstellung auf dem Balkon würde jedoch eine Menge Platz wegnehmen - und bei allem anderen muss dann wohl der WEG-Verwalter bzw. oder die Eigentümergemeinschaft zustimmen. Und das möchte ich nicht überstrapazieren, da ich erstmal eine Wallbox durchkriegen muss.