Beiträge von lieberjott

    So aus allgemeinem Interesse: War es eine Werkstatt des Herstellers, eine freie Werkstatt oder eine Werkstattkette ala ATU? Gerade von letzteren hört man in dieser Hinsicht nichts gutes.

    Also ein Teil der Gebühren (Betreuung, Vollzug, Elektronischer Vollzug und Abruf) ist definitiv normal.

    Die Post- & Telekommunikationsentgelte sind recht hoch, aber gut, vielleicht gab es viel schriftlichen Verkehr, da keiner Vor Ort sein konnte?

    Gefühlt sind's weniger als 30 Euro um die man sich streiten könnte, aber ob das sinnvoll ist? Man könnte natürlich erfragen, welcher Verkehrswert angenommen wurde und wie der ermittelt wurde.


    Zum Thema Verkehrswert statt Kaufwert weiß vielleicht Google was? Auf den ersten Blick scheint das möglich sein.

    Kommt drauf an. Ich habe im letzten Herbst in der Tat ein Leasinangebot für einen Vorführwagen gefunden, wo der Preis unterm Strich und über die Laufzeit so gut war, dass ich mein Auto dafür verkauft habe.
    Sprich: Leasingfaktor deutlich unter 1,0, hinzu kamen noch Bafa-Umweltprämie (da Plugin-Hybrid).

    Für einen sehr fairen Preis konnte ich zusätzlich ein Wartungs- und Garantieverlängerungspaket abschließen, so dass über die Leasinglaufzeit keine finanziellen Überraschungen mehr zu erwarten sind. Selbst Verschleißteile werden kostenlos gewechselt.

    Und da ich weiß, wie teuer mein vorheriges Auto war, kann ich schon beurteilen ob das unter dem Strich günstig ist oder nicht.


    Einziger Unsicherheitsfaktor: Schäden bei der Rückgabe. Aber da ich recht pfleglich mit meinen Autos umgehe, kalkuliere ich hier mit deutlich weniger als 1000 Euro Unsicherheit. Im Zweifelsfall investiere ich vor der Rückgabe 200, 300 Euro in eine Aufbereitung.

    Zum Hausgeld: Bei meiner Abrechnung ist da alles drin, inkl. Vorauszahlungen auf meine Heizkosten und (Warm)wasser. Hier muss also den Verwalter fragen, was bei der Berechnung drin ist. Bei einem Kauf sollte man vorher aber eh Einblick in ehemaligen Hausgeldabrechungen bekommen, dann sieht man das auch.


    Grundsteuer: Hängt von der Kommune (Hebesatz), Gebäude und Wohnfläche ab, daher kaum sinnvoll zu schätze. 300 Euro pro Jahr sind aber sicher kein schlechter Ansatz.

    CosmosDirekt Tagesgeld funktioniert, aber man merkt, dass die Cosmos eine Versicherung und keine Bank ist.

    Sprich das "Online-Banking" ist mehr als rudimentär.

    Die Einzahlungen muss man auf ein allgemeines Konto zugunsten Cosmos Direkt leisten, mit einem speziellen Verwendungszweck. Es gibt also kein persönliches Konto mit eigener IBAN - falls das für jemanden ein Kriterium ist.

    Digitalisierung und Service sind die Themen welche Banken in den letzten Jahren bewegen und auch zukünftig noch arg beschäftigen werden.
    Die ING hat das in meinen Augen erkannt. Die Geno-Bank bei der ich gekündigt habe, hat das noch nicht erkannt. Service ist, je nachdem bei wem man landet, immer noch von nicht-kundenorientierter Beamtenmentalität geprägt.
    Von Digitalisierung sprech' ich jetzt lieber nicht...

    Die BBBank versucht weiterhin, den Abschied möglichst kompliziert zu gestalten.
    Ich bekomme zwei Schreiben, datiert vom selben Tag, welche sich widersprechen.
    In einem steht, dass die Kündigung der Mitgliedschaft bestätigt wird.
    Im anderen steht, dass die Kündigung meiner Mitgliedschaft nicht erfolgt sei (was nicht stimmt, ich hatte das explizit erwähnt) - ich müsse einen Brief unterschreiben und hinschicken. Total konfus.


    Bei meiner Frau ist's auch nicht schlecht. Obwohl sie das offizielle "Kündigungsformular" ausgefüllt hat, bekam sie einen Brief, dass sie ihre Kreditkarte separat kündigen müsse (??) - dies könne sie im Online-Banking tun.
    Natürlich kann man dies im Online-Banking nicht tun. Zudem ist es doch haarsträubend, dass man noch explizit die Kreditkarte kündigen soll, obwohl man ausdrücklich die ganze Geschäftsbeziehung inkl. Girokonto gekündigt hat.

    "MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der überschuldete Dax-Konzern Wirecard will die konzerneigene Bank vom angekündigten Insolvenzantrag ausnehmen. Die Bank sei "nicht Teil des Insolvenzverfahrens der Wirecard AG", erklärte der Konzernvorstand am Donnerstag. "Die BaFin hat für die Wirecard Bank AG bereits einen Sonderbeauftragten eingesetzt." Demnach wird die Wirecard-Bank organisatorisch und finanziell vom Mutterkonzern abgekoppelt: "Die Freigabeprozesse für alle Zahlungen der Bank werden zukünftig ausschließlich innerhalb der Bank und nicht mehr auf Gruppenebene liegen."
    Die Wirecard AG als Muttergesellschaft hingegen sieht wegen fehlenden Gelds derzeit keine Möglichkeit, den Betrieb nach dem 1. Juli ordnungsgemäß weiterzuführen: "Ohne eine Einigung mit den Kreditgebern bestand die Wahrscheinlichkeit der Kündigung und des Auslaufens von Krediten mit einem Volumen von 800 Millionen Euro zum 30. Juni 2020 und 500 Millionen Euro zum 1. Juli 2020", hieß es in der Mitteilung. Die Fortführbarkeit des Unternehmens sei "nicht sichergestellt"./cho/DP/stk"

    "25.06.2020 10:40:38
    ASCHHEIM (dpa-AFX) - Dem Zahlungsdienstleister Wirecard droht wegen seines Bilanzskandals die Insolvenz. Der Vorstand habe entschieden, beim Amtsgericht München die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu beantragen, teilte der Dax-Konzern am Donnerstag in Aschheim bei München mit. Als Gründe nannte er eine drohende Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung. Es werde geprüft, ob auch Insolvenzanträge für Tochtergesellschaften der Wirecard-Gruppe gestellt werden müssten./stw/stk"

    Die Wirecard-Bank ist also (noch) nicht direkt betroffen - andererseits weiß ich nicht, inwieweit diese mit der Wirecard AG verknüpft ist und damit der letzte Satz aus der Pressemeldung zutreffen könnte.
    Trotzdem ist es - aus persönlicher Sicht, sicher keine schlechte Entscheidung spätestens jetzt das Geld abzuziehen (wenn man es noch nicht getan hat). Andererseits ist klar, dass so ein "Bank Run" die Zukunftsaussichten so eines Unternehmens nicht gerade verbessert.

    PSD arbeitet, wie fast alle Geno-Banken, auch mit Fiducia als IT-Dienstleister zusammen und das ist für mich mittlerweile ein Auschlusskriterium. Damit gehören sie nämlich automatisch zur Nachhut in Sachen Innovation.
    Apple Pay kam deswegen auch bei der PSD extrem spät und auch die Banking-App wird gleich schlecht sein - mit unbrauchbarer Scan-Funkion für Überweisungen sowie einer grausamen Tan-Generator-App. Zuletzt habe ich mich nur noch geärgert und entscheide mich daher bewusst für einen Innovationsführer.

    Gestern, auch wegen Rückfragen, einen sehr unprofessionellen Rückruf der BBBank erhalten.
    Es wurde darauf hingewiesen, dass auch andere Direktbanken Gebühren verlangen (schon richtig, aber mit großzügigen Ausnahmen wie bei DKB und ING) und man ja beispielsweise irgendwann eine Baufinanzierung benötigen könnte (auch korrekt, aber dank Interhyp weiß ich dass es noch zig andere Banken mit besseren Zinsen gibt).
    Zudem würden bei Direktbanken ja nur angelernte Kräfte arbeiten - auch gut, aber die geben mir selbst am Sonntag kurz vor acht Uhr morgens bereits eine freundliche und hilfreiche Antwort auf eine E-Mail die ich am Abend zuvor geschrieben habe.


    Dann hatte ich auch noch gefragt, ob ich das Mietkautionskonto bestehen lassen könnte, wenn ich alles andere auflösen würde. Es kam die brüske Antwort dass solch "sich das Beste rauspicken" ja gar nicht ginge und deswegen das Mietkautionskonto nicht bestehen bleiben kann. Ich würde ja gerne nachfragen, wo im Preisverzeichnis oder den AGB das geregelt sein soll - aber auf sowas habe ich gar keine Lust mehr, das beschleunigt nur noch den Fluchtreflex.
    Bei so einer nicht-kundenorientierten Antwort merkt man dann, dass die Bank früher mal Badische Beamtenbank hieß.


    :thumbdown:


    In dem Sinne fühle ich mich in meiner Entscheidung voll bestätigt.

    Kann man diesem Zinsrechner vertrauen?

    Klar kann man das - wenn man die Eingaben richtig tätigt.


    Ein Bausparer kostet Gebühren und wird zudem keine oder praktisch keine Zinsen mehr ab.
    Eine Sondertilgung verringert sofort die Zinslast und Restschuld.
    Somit darf nach dem Ende der Zinsbindung der neue Zinssatz theoretisch deutlich höher sein als beim Bauspardarlehen und man fährt trotzdem besser.

    Wenn die öffentlichen Informationen nur zu 80% stimmen, ist Wirecard schon lange nicht mehr.


    Allein die Story, 1,9 Mrd. EUR als Sicherheit bei philippinischen Mini-Banken hinterlegt zu haben, ist hanebüchen.


    Meine Prognose: Bafin macht nächste Woche die Bude zu.

    Das hat nicht Wirecard gemacht, sondern Treuhänder für die so genannten Third-Party-Acquirer in Asien.
    Aktuell sieht's (für meine Interpretation) wohl so aus, dass Wirecard einfach von "den Asiaten" beschissen wurde. Scheinumsätze für die dann Provisionen (an die TPA) flossen und das Geld auf den Treuhandkonten wurde evtl. auch gleich noch umgeleitet oder nie angelegt.
    Eben wegen dieser Unsicherheiten (Kreditlinien der Banken, Banklizenz) habe ich das Geld mal gesichert.
    Dass das Geschäft in Deutschland und Europa existiert und so stattgefunden hat steht außer Frage - trotzdem ist die Existenz des Konzerns natürlich in Gefahr. Erst recht wenn ein erheblicher Teil des Gewinns auf Umsätzen basiert, die vielleicht nie stattgefunden haben.


    Bin mal gespannt in wie viel Jahren es dann eine Serie dazu gibt. "Bad Banks" und "The Big Short" lassen grüßen - das kann sich fast kein Drehbuchautor ausdenken.

    Ich habe heute dazu eine Mail bekommen:


    Ich habe mein Geld trotzdem vorsichtshalber woanders hintransferiert.
    Auch wenn man, falls für Wirecard der Worst Case eintritt, das Geld wiederbekommt, so könnte das unter Umständen ein bisschen dauern.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Total_Expense_Ratio
    TER = Die laufenden Kosten p.a.