Beiträge von lieberjott

    Die Risiken die speziell bei ETF das Problem sein sollen sind mir unklar. Spielst du darauf an, dass ETF Extremeffekte verstärken können?
    Ich kann mir kaum vorstellen dass das der Fall ist. Dafür müssten Millionen Leute am gleichen Tag in den gleichen physisch replizierenden 1:1 ETF einzahlen, damit sich eine entsprechende "Macht" ergibt.


    Ansonsten mal ein "wahlloser" Vergleich zwischen einem MSCI World ETF und einem aktiven Mischfonds und einem aktiven Aktienfonds*:
    https://www.fondsweb.com/de/ve…DE000A0RPAM5,IE00B4L5Y983
    Den aktiven Misch-Fonds (rot) hat's deutlich weniger runtergezogen, aber aus Sicht von drei Jahren oder fünf Jahren hat man mit dem aktiven Fonds stand heute trotzdem Geld verbrannt, weil dieser die vorherigen Kurssteigerungen nicht mitgenommen hat.
    Den aktiven Aktienfonds (blau) hat's genauso runter gezogen und hat unter dem Strich auch eine deutlich schlechtere Performance - die 2%


    *(Habe hier gerade ein Wisch meiner Schwiegermutter von Union Investment rumliegen)

    Außerbörslich ist der DAX jetzt schon bei knapp 10.500 Punkten, der DOW kommt auch wieder runter.


    Eventuell hält jetzt doch die Realität Einzug? Oder kommt jetzt tatsächlich die richtige Konsolidierung, also noch tiefere Kurse als beim ersten Absturz?

    Wie wäre es eigentlich mit einer Umfrage im Forum a la: Wer denkt, dass die Aktienkurse weiter fallen werden? Und wer denkt, dass die Talsohle schon erreicht wurde, und sie jetzt wieder "nachhaltig" steigen werden? Dies könnte man ja dann auch auf verschiedene Indizes herunterbrechen.

    Auf verschiedene Indizes muss man das gar nicht herunterbrechen. DAX und DOW (oder auch S&P) bewegen sich quasi synchron. Und da der MSCI World sehr US-dominiert ist, wird sich auch dieser gleich bis ähnlich bewegen.

    Aber selbst wenn die Fallzahlen demnächst abebben würden, so wäre dennoch mit Kreditausfällen und einer deutlichen Konjunktureintrübung durch den Ausfall von viel Konsumpotenzial bis ins nächste Jahr zu rechnen, oder nicht? ?(

    Schon. Ist ja eigentlich alles bekannt. Wird aber bisher an den Märkten ignoriert. Nach dem Motto "An der Börse wird die Zukunft gehandelt" und laut Trump wird ja ab Q3/Q4 2020 alles wieder ganz super duper und der aktuelle Einbruch wird mit Milliarden und Billionen egalisiert.

    Ja, die FED ist in Kauflaune - stellt quasi unbegrenzte Mittel in Aussicht.
    Der Anstieg gestern (der auch den DAX mit nach oben zog) basierte zudem eigentlich nur auf einer sehr mageren Headline, dass eine Studie zu Remdesivir die erste Phase beendet hat und wohl irgendwie helfen soll - auch wenn die Details erst Mitte Mai veröffentlicht werden und selbst schon die ersten Infos nicht darauf schließen lassen, dass das wirklich der große Durchbruch ist.


    Es ist schon absurd: Eigentlich sollen die Mittel ja die Unternehmen und die Wirtschaft stützen - letztendlich werden nur die Kurse nach oben getrieben, das ist die Grundlage für die neue Kursekorde.
    Ich war eigentlich short eingestellt (und hab auch entsprechend gehandelt) und rechne/rechnete nochmal mit einem starken Rückläufer - aber jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher. Wenn's keine zweite, heftigere Welle gibt, dann dürfte das Thema im Herbst im großen und ganzen erledigt sein . So nach dem Motto dann tragen wir halt jetzt noch Mundschutz bis es einen Impfstoff gibt und so schlimm ist's ja doch nicht, weil es eh nur schon multi-morbide Personen trifft.


    Ich sehe ja selber wie die Sorglosigkeit bei den Menschen zunimmt.

    Tja das ist typisch deutsch und erklärt auch den Erfolg von Tesla. Tesla-Besitzer fahren einfach einen Supercharger von Tesla, schließen ihr Auto an und fertig.


    Die Alternative ist ein Zoo von teilweise schlecht gewarteten Ladesäulen mit Sicherheitslücken, horrenden Roaminggebühren und umständlicher Bezahlung. Es wäre ja auch zu einfach gewesen, ein normales Kartenzahlungsterminal (für Kreditkarte/girocard) zu integrieren.
    Für mich kommt ein Elektroauto daher eh nur in Frage, sobald ich zu Hause an der eigenen "Steckdose" laden kann.

    Also zumindest vor ein paar Tagen war Xetra Gold nicht zu bekommen weil der Schein physisch besichert ist und wegens des Runs auf Gold gar kein pyhsisches Gold mehr lieferbar war. Könnte auch noch für andere Scheine mit physischer Absicherung gelten. Aber vielleicht hat sich die Lage ja wieder etwas normalisiert.

    Reine Stop Losses mache ich bei längerfristigen Investments in der Regel nicht, weil schon ein kurzfristiges Berühren des Limits die Order auslöst - zum Teil wird das ja auch gezielt ausgenutzt.


    Positionen versuche ich in der aktuellen Situation keine zu verkaufen (weil die meisten eh noch im Minus sind - ich habe nicht geschafft vorher bei allen Positionen die Gewinne mitzunehmen/Ausstiegszeitpunkt verpasst); ich erwarte zwar auch nochmal einen Rückgang, aber bei so viel Intervention im Markt durch staatliche Akteuere ist nicht garantiert, dass der Markt so spielt wie er es tun würde.


    Lieber kaufe ich bei günstiger Gelegenheit. Gestern zur Abwechslung mal einen 1:1 Partizipationsschein auf Erdöl WTI (Mai Kontrakt)...wobei heute nochmal deutlich günstiger gewesen wäre.


    Ansonsten könnte ich auch wegelos quer durch den Wald spazieren und schon wär ich im Nachbarland. ;)

    Als Grenzbewohner kennt man natürlich die Schleichwege. Seit die Schweiz zur Unterstützung des Grenzwachtkorps auch Militär an den Grenzen einsetzt, würde ich mir das jedoch zweimal überlegen. Ein illegaler Grenzübertritt ist derzeit richtig teuer.

    Mit Sachwerten wie Fond

    Naja, der Wert vom einem Fond ist nicht besonders hoch, zumal er nur zum Kochen benötigt wird und auch durch Brühe ersetzt werden kann, welche in getrockneter Form deutlich weniger Platz wegnimmt.


    Wie auch immer: Wenn dir das Thema so wichtig ist, kannst du dir ja einfach CHF-Scheine abheben und bunkern.

    Das mit den Gebühren weiß ich, aber lieber Gebühren zahlen als seine Euros in der Entwertung verlieren.

    Die Gebühren schmälen deinen Saldo aber real! Zinsen gibt's nämlich eh längst schon keine (bzw. wenn dann nur Negativzinsen).
    Ich wollte dich nur darauf hinweisen, dass die Gebühren je nach Bank, Konto und Vermögen mal locker 100 bis 1000 Franken im Jahr betragen können.


    Hinzu kommt dass bei jeder Währungsumtausch mit einem Verlust einher geht. Wenn man es clever anstellt, dann kann man ihn auf ca. 0,1% der Summe begrenzen. Wenn man es blöd macht, können es gerne auch 2% sein (z.B. via "kostenlosem" SEPA).

    oder ein Konto in der Schweiz zu eröffnen)

    Diese Idee kannst du dir gleich aus dem Kopf schlagen. Seit die Kavallerie in die Schweiz eingeritten ist, gibt's für Deutsche mit Wohnsitz in Deutschland nur noch sehr schwerlich ein Konto in der Schweiz. Du musst entweder wirklich genug Vermögen haben oder Einnahmen in der Schweiz. Ist beides nicht der Fall, wirst du bei vielen Banken anklopfen müssen ob man dich nimmt.
    Hinzu kommen die saftigen Gebühren bei allen Banken welche zusätzlich noch getoppt werden durch Extragebühren für Personen mit "Domizil im Ausland".


    Konten in Fremdwährung kannst du auch anderswo anlegen.


    Ansonsten: Ich sehe keinen Sinn darin, zumal der CHF auch politisch gesteuert ist. Die SNB scheint aktuell eine Schwelle von ca. 1,055 (EUR/CHF) halten zu wollen.

    Was soll denn der Haken sein? Außer dass der Zins halt irgendwann wohl wieder runtergehen könnte - wie bei fast allen Anbietern, wo Neukunden für eine begrenzte Zeit einen besseren Zinssatz bekommen.


    Der Vorteil hier ist halt, dass der Aufwand zur Kontoeröffnung im Vergleich zu anderen Banken ziemlich gering ist, da es keinen Papierkrieg gibt. Am längsten dauert immer noch die Verifizierung des Ausweis über VideoIdent.


    Akten und Fonds mit einem Tagesgeldkonto zu vergleichen ist zudem nicht zielführend. Es geht hier um das Parken von Geld, an das man jeder Zeit rankönnen muss.

    Ausgabeaufschlag fällt doch nur an, wenn du den Fonds direkt von der KAG kaufst.
    Schau doch, was er direkt an der Börse oder im Direkthandel kostet. Wobei es sein kann, dass sich hier Ausgabeaufschlag im Spread widerspiegelt (Differenz zwischen Kaufkurs und Verkaufskurs).
    Wobei mich eh irritiert, dass ein ETF einen Ausgabeaufschlag kostet. Ich kenne das eigentlich nur von aktiv verwalteten Fonds.

    Du übersiehst nichts. In den boomenden Ballungsgebieten sind die Preise für Wohneigentum einfach davon galoppiert. Steigerungen von 5 bis 10% jährlich in den letzten Jahren sind Standard. Damit sind die Kaufpreise noch stärker gestiegen als die Mieten.
    Klar dass das irgendwann nicht mehr aufgeht.
    In Bezug auf deine Wohnung ergibt sich ein Quadratmeterpreis von ca. 4500 Euro...Im Luxussegment wäre das noch okay, aber für eine normale Wohnung?


    Auch bedenken: Woanders bekommt man für das Geld ein ganzes Haus!