Beiträge von drogenfahnder

    Hallo liebe Gemeinde,


    beim großen Corona-Aufräumen ist mir mein alter BHW-Ordner mit meinem zwangs-abgerechneten Dispo-Plus-Vertrag in die Hände gefallen. Nachdem die BHW diesen Bausparer Ende 2014 nach § 489 (Zehn Jahre seit Zuteilung) gekündigt hat, habe ich den Ordner seit dem BGH-Urteil 2017 nicht mehr angefasst - besser für meinen Blutdruck!


    Nun beruhigt mich etwas: Ich bin nochmal auf die Finanztip-Seiten gegangen und habe mir die redaktionelle Zusammenfassung der Vorgänge um die Kündigungswelle alter Verträge angeschaut. Dort bin ich auf ein Detail aufmerksam geworden, das ich damals nicht mehr mitbekommen habe, weil ich die ganze Sache wie gesagt dem Vergessen anheim gegeben hatte.


    Dort ist die Rede davon, daß das BGH seine Rechtsprechung konkretisiert habe und für die Zehn-Jahres-Frist eine Ausnahme formuliert hat, wonach bei Verträgen mit Zins- und Treuebonus die Kündigung eventuell nicht rechtens sei. Das war aber recht schwammig und offenbar nur für Einzelfälle.


    Kann mir jemand sagen, ob der Dispo Plus so ein Ausnahmefall gewesen sein könnte (3% Zinsbonus bei 7000 DM Ansparsumme und sieben Jahren Treue)? Ist euch ein Fall bekannt, wo ein Kunde wieder in seine Rechte versetzt und die Kündigung zurückgenommen wurde? Oder ist diese Ausnahmeregelung nur eine trügerische Hoffnung gewesen?


    Das nagt jetzt doch an mir, daß ich eventuell zu früh aufgegeben habe! Mein Vertrag wurde Herbst 1998 abgeschlossen, war am 1.1.2001 zuteilungsreif und ist im Dezember 2014 zum Juki 2015 gekündigt worden ...

    @ BSH-Kunde


    Wer wie Sie keine Argumente hat, der wirft dem anderen vor, er sei ein Troll und seine Haltung sei verhetzend. Das ist ja in letzter Zeit modern, wird aber deshalb nicht richtiger und bleibt das, was es ist: schäbig. Für mich gilt: Pacta sunt servanda. Und das gilt eben für den Einzelnen genauso wie für Institutionen. Ich habe mich an alle Vertragsbestandteile gehalten, die Bausparkasse stiehlt sich dagegen davon - und wird von denen, die Recht sprechen und nicht Politik machen sollen - auch noch belohnt.


    Sie persönlich dürfen aber gerne nach dem Grundsatz leben, sich alles bieten zu lassen - und dafür auch noch "Danke" zu sagen ...

    Hat jemand ernsthaft geglaubt, daß sich dieses repressive System von ein paar aufständischen Bauern, Verzeihung: Bau-Sparern, die doch tatsächlich glauben, sie hätten Rechte, die auch im Ernstfall gelten würden, in die Speichen greifen lässt?


    Ob Euro-Rettung, GEZ, Flüchtlingskrise oder eben Bausparen - Politik, Staat und systemrelevante oder systemförderliche Interessengruppen biegen und brechen Recht und Gesetz wie es Ihnen gefällt - und die sogenannte unabhängige Justiz liefert hinterher die passende Begleitmusik, selbstverständlich streng rechtsstaatlich.

    Hallo "Drogenfahnder",


    leider ja. Also in der Steuererklärung unbedingt die Einnahmen in der Anlage "Kapitalerträge" eintragen; ggf. ist dein Spitzensteuersatz ja unter 25 %. Ich würde dann vorsorglich, wenn der Bescheid kommt Einspruch einlegen und auf das schwebende Verfahren hinweisen. Im Übrigen ist es ja Sache des BHWs, wenn der Vertrag doch weiter geführt wird. Dann solltest Du aus der Kündigung keine Nachteile haben. Im Übrigen klagt sich das BHW durch alle Instanzen; ggf. wird verglichen? und du erhältst eine großzügige? Entschädigung, musst allerdings Stillschweigen darüber bewahren.


    Viele Grüße


    Hallo wn25421pbg,


    hätte es denn an der steuerlichen Beurteilung der Kündigung durch die BHW für das Steuerjahr 2015 etwas geändert, wenn ich gegen den Kontoauszug 2015 Widerspruch eingelegt hätte? Den habe ich nämlich versäumt. Erst später ist mir eingefallen, daß ja - aus meiner Sicht - der Kontoauszug fehlerhafte Posten enthält ...


    Viele Grüße
    Drogenfahnder

    @ alle


    Hallo,


    kann mir bitte jemand sagen, wie es um die steuerlichen Auswirkungen der Kündigung meines Bausparvertrags bestellt ist?
    Ich habe der Kündigung Ende 2014 widersprochen und 2015 Beschwerde beim Ombudsmann eingelegt, mein abgerechnetes Guthaben liegt derzeit auf einem Sammelkonto der BHW. Dennoch erhielt ich im Januar eine Steuerbescheinigung mit abgeführter Kapitalertragssteuer.


    Gilt das Guthaben steuerlich als geflossen?



    Viele Grüße