Beiträge von Samuel

    Ich will dir gar nicht widersprechen. Datenleaks gibt es immer wieder und wird es immer geben. Aber für ein Unternehmen bedeutet das - unabhängig von Bußgeldern (die natürlich auch schmerzhaft sein sollten) - ein gewaltiges Imageproblem. Kunden werden abgeschreckt und Umsatz und Gewinn stehen auf dem Spiel. Und das kann schnell sehr viel mehr als jedes Bußgeld ausmachen. Unternehmen haben also ein veritable Eigeninteresse, solche Pannen bestmöglichst zu vermeiden. Ansonsten riskieren sie Kunden, Umsatz, Gewinn und im schlimmste Fall die Existenz.


    Der Staat riskiert nichts. Und schlimmer: Durch das Gewaltmonopol des Staates sind den Missbrauchsmöglichkeiten durch solche und ähnliche Datensammlungen keinerlei Grenzen gesetzt.


    Was den Algorithmus als solchen betrifft: Ich denke, da steht man noch am Anfang. Der Algorithmus wird lernen und besser werden. Und dann wird er (irgendwann) solche Fahrweisen bevorzugen, die statistisch nachweisbar eine geringere Unfallhäufigkeit zur Folge haben. Aber bis dem so ist, teile ich deine Bedenken.

    Danke für diese Info und herzlich Willkommen @Daddy55.


    Du hast vollkommen recht, jeder muss selbst entscheiden, wem er welche Daten gibt.


    Ich für meinen Teil sehe aber hier nicht die Unternehmen als Problem an. Aufgrund gesetzlicher Auflagen und der Gefahr massiven Vertrauensverlustes (sprich weniger Kunden) im Falle von Verstößen bin ich da entspannt. Problem ist der Staat. Wenn sich dieser der Daten bemächtigt, wäre man dem schutzlos ausgeliefert. Und wie schnell das gehen kann, wissen wir Deutsche aus der Geschichte leider besser als viele andere Völker.

    Unter den Voraussetzungen (längere Laufzeit, Rendite nicht im Vordergrund) ist die Idee, einen größeren Teil des Vermögens als Absicherung in Gold anzulegen aus meiner Sicht in Ordnung. Ich persönlich (das sehen manche anders) sehe Gold nicht als Anlageobjekt, sondern vielmehr als Versicherung und Wertaufbewahrung. Aber um eine Rendite im eigentlichen Sinn soll es ja wohl auch nicht gehen.


    Für den Goldkauf gibt es etliche Möglichkeiten.


    1. Papiergold
    Es gibt etliche ETF und auch Fonds, mit denen man ab Goldpreis partizipieren kann. Diese Fonds halten dann aber kein physisches Gold, sondern Future-Kontrakte, Optionen oder ähnliche Derivate. Hier sind sie immer darauf angewiesen, dass die Herausgeber dieser Papiere auch ihre Versprechen einhalten und im Zweifel nicht insolvent sind. Finger weg!


    2. Halbes Papiergold
    Es gibt Fonds und ETF, die behaupten, die dort verwalteten Gelder tatsächlich auch in physischem Gold zu hinterlegen. Wenn man davon ausgeht, dass dies stimmt, bleibt immer noch das Problem, dass alles Gold dem Fonds/ETF gehört und man insbesondere im Krisenfall dann auf eine korrekte Abwicklung vertrauen muss. Der mögliche Verleih des physischen Goldes zur Performancesteigerung kann ein Problem werden, wenn der Leiher es nicht mehr zurückgeben kann.


    3. Tresorgold
    Beim Tresorgold wird physisches Gold gekauft und in einem Tresor hinterlegt. Die Zuordnung zum Besitzer ist eindeutig. Kauft man Bruchstücke eines Barren, so ist man Miteigentümer eines solchen mit einigen anderen Menschen zusammen. Auch dann ist die Zuordnung Eigentümer-Barren hinterlegt.


    Aus persönlicher Erfahrung kann ich hier den Anbieter Goldrepublic.de empfehlen. Selbstverständlich gibt auch andere - vielleicht sogar bessere - Anbieter, jedoch habe ich bei denen keine eigenen Erfahrungen sammeln können.


    Goldrepublic (andere vergleichbare Tresorgoldanbieter verfahren ähnlich) kauft mit der eingezahlten Summe Goldbarren (oder Platin oder Silber). Diese werden in Frankfurt, Amsterdam oder Zürich (frei wählbar) in Tresoren hinterlegt. Die einem zugeordnete Barrennummer erhält man natürlich. Der Spread ist gering und liegt bei ca. 2 %. Kauf/Verkauf sind täglich möglich. Es wird der normale Goldpreis der Börse berechnet (abzgl. bzw. zzgl. Spread).


    Die Eigentümerliste der Barren wird notariell verwaltet, so dass die Zuordnung Barren zu Eigentümer auch bei Pleite des Anbieters gewährleistet ist. Auf Wunsch wird das Gold auch nach Hause geliefert (zzgl. Kosten natürlich). Die Verwahrung erfolgt natürlich versichert.


    Goldrepublic ist von der niederländischen Finanzaufsicht autorisiert (meines Wissen als einziger Anbieter im Tresorgoldbereich). Entscheiden sie sich für den Tresorstandort Zürich, so lagern sie ihr Gold außerhalb des Euroraumes. Ihr eingezahltes Geld fließt zunächst an eine Stiftung in Amsterdam, die dann wiederum Gold erwirbt und bspw. in Zürich einlagert. Sofern sie dem Fall vorbeugen möchten, dass der Staat ankommt und Gold konfisziert (das gab es ja schon etliche Male), bietet eine solche Dreiecksgeschichte eine zusätzliche (vollkommen legale) Verschleierung.


    Es gibt ebenfalls Sparpläne zu halben Kosten.


    Kosten fallen natürlich an, da der Anbieter ausschließlich über diese Gebühren etwas verdienen kann. Je nach gewünschter Summe und ob es sich um einen Sparplan handelt oder nicht, kann der eine Anbieter günstiger sein als der andere oder eben auch wieder umgekehrt. Hier sollten sie sich einfach mal die Gebühren bei Goldrepublic.de und anderen Anbietern anschauen.


    Bei Goldrepublic bin ich seit fast der Gründung Kunde und hatte bisher noch nie irgendwelche Probleme. Support gibt es aber leider nur auf Holländisch oder Englisch.


    4. Direkter Kauf
    Sie können auch Gold bei der Degussa oder einem beliebigen Händler direkt oder online kaufen. Alle Staffelungen sind da denkbar - je kleiner die Stückelung, desto höher der Aufpreis. Wo sie dieses Gold dann verstecken/lagern, müssen sie selbst herausfinden. Unter dem Teppich daheim ist eher schlecht. Bankschließfach ist ganz schlecht. Da ist Kreativität gefragt.


    In diesem Fall umgehen sie alle Kosten und halten das Gold auch direkt in der Hand. Im Gegenzug tragen sie aber auch das Verlustrisiko.

    Es kommt halt auf deinen Liquiditätsbedarf an. Wenn du aus anderen Quellen genügend Liquidität hast, um davon problemlos zu leben, finde ich deine Kombination aus 70 % internationalen Aktien und 30 % Edelmetall nicht mal so schlecht.


    Brauchst du mehr Liquidität, musst du einen größeren Anteil in schnell verfügbare Anlageformen investieren. Und dann führt kaum ein Weg an Sichteinlagen (egal ob Inland oder Ausland) vorbei.


    Benötigst du nämlich Geld, musst du ansonsten eben Teile des Aktien-ETF oder eben das Edelmetall verkaufen, egal wie gerade die Kurse sind. Wenn du dagegen eh aus anderen Quellen genug liquide Mittel hast, fällt das natürlich weg.


    Gold sehe ich (auch für mich) als langfristiges Wertaufbewahrungsinstrument(und nicht umbedingt als Renditeobjekt) an. Aber auch Gold kann im Kurs schwanken. Aber wie gesagt, ich kenne deinen Bedarf an flüssigen Mitteln nicht.


    Andere Rohstoffe (Industriemetalle! Öl und so etwas) sind noch deutlich volatile (schwanken also mehr im Kurs). Außerdem sind sie stark konjunkturabhängig. Gerade für den mittelfristigen Geldbedarf sehe ich sie nicht als Alternative bei dir an.


    Ich persönlich würde den Goldanteil eher erhöhen (Richtung 50 %). Der Rest würde bei mir zur Hälfte in kurzlaufende Anleihen und Aktien wandern. Aber das bin ich. Du kannst eine deutlich andere Risikoneigung haben oder andere Ziele und Bedürfnisse. Ich bin hier nicht maßgebend.


    Bei einer Geldanlage spekuliert du auf die Zukunft. Überlegt, was du für die Zukunft erwartest: Bankrotte Staaten, Auseinanderbrechen des Euro-Raums? Dann eher mehr Gold und keine Staatsanleihen. Erwartest du eher ein Weiter-So, könntest du verfahren, wie von mir vorgeschlagen. Aber letztlich ist es immer eine Wette auf die Zukunft. Diese Unsicherheit kann dir niemand nehmen.

    Anlage auf Tagesgeld / Festgeld genießen die Einlagensicherung, was eine Staatsanleihe nicht hat. Es sind auch schon Staatsanleihen abgewertet worden (Griechenland) oder ganz ausgefallen.


    Korrekt, allerdings besteht diese Sicherung erst mal nur auf dem Papier. Mehr nicht. Und auf dem Papier zahlen auch alle Staaten ihre Schulden immer pünktlich. Die Praxis ist bekanntlich anders.


    Die (deutsche) Einlagensicherung würde bereits bei der Pleite einer mittleren Bank überfordert sein. Die Gelder, über die die Einlagensicherung verfügt - und deren genaue Höhe verheimlicht wird - reichen bei weitem nicht zur Befriedigung der Ansprüche aus.


    Springen dann freiwillig andere Banken ein? Vielleicht ... oder auch nicht. Und der Staat? Kann sein .... oder auch nicht. Wobei es dann in jedem Fall Steuern und damit das Geld der Bürger ist, wir also dann quasi uns selbst auszahlen.


    Ich betrachte die Einlagensicherung für genauso sicher oder eben unsicher wie Staatsanleihen.

    OK, bei nur noch vier Jahren bis zur Rente, brauchst du genügend Liquidität, du willst ja davon (zum Teil) leben. Es spricht meiner Ansicht nach zunächst nichts dagegen, einen gewissen Teil deines Geldes weiterhin in einem Aktien-ETF (MSCI World) zu belassen. Du hast ja sicher nicht vor, sofort nach dem Beginn des Ruhestands zu sterben. Folglich sollte ein Teil deines Vermögens auch weiterhin an Wertsteigerungen teilnehmen.


    Also ich habe und würde auch keine über das absolut Notwendige hinausgehende Geldbeträge auf Tagesgeld- oder Girokonten zu liegen haben. Target-Salden, Italien, Billionen von gedruckten Euro .... nein. Mit Sichteinlagen haftest du vollständig bei entsprechenden Problemen.


    Liquidität (also nicht längerfristig) im Ausland zu parken, mag gut klingen. Aber man muss bedenken, dass dort vielleicht kein Euro in die Suppe spucken kann, aber dafür die lokalen Währungen. Wenn man sich die Staatsverschuldung des Dollar, sprich der USA ansieht, gibt es da keinen nennenswerten Unterschied zum Euroraum. Und bei anderen Währungen können ebenfalls die jeweiligen Notenbanken jederzeit dein Vermögen entwerten. Aber klar, für Liquidität gibt es eben nur begrenzte Alternativen.


    Ich würde vielleicht mir eine Kombination kurzlaufender Staatsanleihen aus diversifizierten Währungen ansehen und gleichzeitig zu einem gewissen Prozentsatz eine "Versicherung" in Form von Gold (bitte kein Papiergold) abschließen. In deinem Alter ist von einem sehr hohen Aktienanteil aufgrund der nötigen Liquidität eher abzuraten.

    Vielleicht sollte man nicht mit dem Index anfangen, sondern noch etwas einfacher. Wie willst du denn dein Geld investieren? Langfristig, ok. Möchtest du also langfristig am Wirtschaftswachstum teilhaben? Dann musst du in Unternehmen investieren. Am einfachsten geht das, wenn du in eine breitgefächerte Auswahl an internationalen Aktien investierst, sprich in einen ETF auf den MSCI World.


    Möchtest du deine Investition gegen das Geldrucken der Zentralbanken absichern, kannst du zusätzlich in Rohstoffe, allen voran Edelmetalle investieren. Wie viel? Das hängt ganz von deinem Absicherungswunsch ab.


    Der MSCI berücksichtigt keine Schwellen- oder Entwicklungsländer. Hier könntest du zusätzlich in den MSCI Emerging Markets investieren.


    Wenn du gerne Staaten einen Kredit geben willst und hoffst, sie zahlen das Geld einmal zurück, dann sind noch Staatsanleihen eine Option.


    Mit einer Kombination aus MSCI World und Emerging Markets plus eventuell Rohstoffe (Edelmetalle) hättest du in das weltweite Wirtschaftswachstum investiert und deine Investition teilweise abgesichert. Man nennt das auch Core-Satellite-Strategie. Der Kern wäre der MSCI World, ergänzt um kleinere Satelliten.


    Welchen ETF-Anbieter du nimmst, ist Geschmackssache. Niedrige Kosten sind bei einer langfristigen Anlage aber sicher mit am wichtigsten. Die TER Quote gibt dir da einen guten Vergleich. Du findest sie bei allen ETF angegeben. Desto niedriger, desto günstiger.

    Wie alt bist du? Ich entnehme deiner Frage, dass deine gesamte Altersvorsorge auf dem Sparbuch und jetzt zum Teil eventuell in Staatsanleihen liegt. Ist das so richtig? Sofern du nicht direkt vor dem Ruhestand bist (und selbst dann nicht) ist das eine sehr schlechte Form der Altersvorsorge. Du solltest über eine geeignete Diversifikation nachdenken. Nur kurz zur Erinnerung: Staatsanleihen/Renten sind Kredite, die du einem Staat gibst.

    Die ING ist eine ganz normale Bank deutschen Rechts mit holländischer Mutter.


    Da ich persönlich nur mit der DKB vergleichen kann, sind mir folgende Dinge wichtig:


    • Bei für mich interessanten ETF-Sparplänen ist die DKB durch ihre Pauschalgebühr von €1,50 deutlich günstiger als die 1,75 % der ING. Bespart man den oder die Sparpläne statt monatlich nur alle drei Monate, sinkt dadurch die Gebühr bei der DKB noch einmal um zwei Drittel. Das ist dann wirklich deutlich günstiger als bei der ING.
    • Der Support ist bei der ING um Welten besser als bei der DKB.
    • Wer häufig in das Nicht-Euro-Gebiet fährt oder von dort online ordert, spart bei der DKB die Auslandseinsatzgebühr der Kreditkarte (dasselbe am Geldautomaten)
    • Bargeldeinzahlungen sind ohne Gebühr nur bei der ING an Filialen der Reisebank (oft an Bahnhöfen) möglich
    • Bargeldabhebungen sind pro Woche auf €4000 (statt €7000 bei der DKB) bei der ING begrenzt.

    Es gibt kein generelles Richtig oder Falsch.


    Am besten man vergleicht zuerst einmal die Leistungen zwischen dem Unisex und Bisex Tarif. Hier kann es bei manchen Versicherungen (ein Beispiel wäre die DeBeKa) erhebliche Verbesserungen geben. Bei anderen Versicherungen (ein Beispiel die Universa) gibt es praktisch keine Unterschiede.


    Gibt es keine oder nur geringe Verbesserungen, bleibt man im günstigeren (zumindest für Männer) Unisex Tarif.


    Gibt es wesentliche oder wichtige Verbesserungen, lässt man sich ein Angebot erstellen. Wichtig: Für die Mehrleistungen kann die Versicherung eine Gesundheitsprüfung verlangen (nicht jedoch für den unveränderten Teil); manche verzichten aber komplett darauf.


    Und dann ist es eben eine Frage des Preises. Die Altersrückstellungen bleiben voll erhalten. Aber zumindest für Männer wird es teurer ... über die ganze Lebenszeit. Also will ein Wechsel (kein zurück möglich) gut überlegt sein und nur bei eesentlich besseren Leistungen erfolgen.


    Wie erwähnt gibt es durch das Kohortensystem keine Vergreisung. Aber die Kalkulationsgrundlagen können zwischen den Tarifen abweichen. Das aber merkt man leider erst im Laufe der Zeit. Eine "Vergreisung" ist nur dann möglich, wenn viele Versicherte aus dem Unisex in den Bisex Tarif wechseln (oder kümdigen) und die Kalkulation der bisherigen Kohorte verändert wird.

    Wie mein Vorredner schon sagte: Was einmal gespeichert ist, kann und wird auch benutzt werden.


    In vielen Lebensbereichen ist es nahezu unmöglich, die Sammlung von Daten zu verhindern. Dort wo es aber möglich ist - sogar ohne großen Aufwand - sollte sich jeder ernsthaft überlegen, ob er nicht die Gelegenheit nutzt, dem Staat weniger in die Hand zu geben.

    Auch darf die Polizei nur bei sehr schwerwiegenden Straftaten auf die Daten zugreifen.


    Ja, und das darf man dann halt einfach so glauben. Und man darf auch glazben, dass solche Gesetze natürlich auch niemals geändert werden.


    Also wer so gutgläubig ist u d das tatsächlich glaubt, der kann Telematikdienste und entsprechende Versicherungstarife gerne nutzen. Das geht niemanden anderen etwas an.


    Ich jedoch bin nicht so leichtgläubig und werde deshalb sicher nicht meine Standorte, Routen, Fahrtziele und mein Fahrverhalten für ein paar Euro Ersparnis speichern lassen.

    Vielleicht noch als Ergänzung: Auch der ETF hat eine sogenannte Gesamtkostenquote, die in Prozent angeben wird. Hat ein ETF beispielsweise eine Gesamtkostenquote von 0,2 %, so bedeutet dies, dass die Jahresrendite um 0,2 % geringer ist, als würden keine Kosten anfallen. Hat der ETF also in einem Jahr eine Rendite von 8 % (weil beispielsweise der zugrundeliegenden Index um diesen Wert gestiegen ist), so ist der Anteilswert des ETF dennoch nur um 7,8 % gestiegen, weil die 0,2 % Kosten abgezogen werden.

    Jedem muss klar sein, dass die €100.000 nur auf dem Papier stehen. Wie Finanztip.de vollkommen richtig schreibt, beinhalten die Sicherungsfonds nur homöopathische Geldmittel, die bei der Pleite schon einer mittleren Bank nicht mehr ausreichen. Nicht umsonst verweigern die Sicherungsfonds die Angabe des tatsächlich vorhanden Kapitals. Transparenz würde in diesem Fall die Illusion einer Einlagensicherung nämlich sofort zerstören.


    Und ja, es kann sein, dass Staaten erneut anderer Leute Geld nehmen (Steuern) und damit bei einer Bankpleite das Volk ruhigstellen. Aber dies ist nicht garantiert.


    Ein Beispiel: Die DKB hatte 2017 ca. €50 Mrd. Kundeneinlagen. Alle Kosten für Regulierung und Risikovorsorge (inkl. Einlagensicherung) beliefen sich auf nicht einmal €38 Millionen. Wieviel davon an die Einlagensicherung flossen, wird nicht aufgeschlüsselt. Und von den €50 Mrd. hielt die DKB lediglich ca. €1,7 Mrd. in bar vor. Der gesamte Rest ist verliehen und unterliegt damit einem mehr oder minder hohen Ausfallrisiko.


    Also ja, auf jeden Fall sollte man sich sehr genau überlegen, wem an wieviel Geld anvertraut.

    Hier wurde ja wohl nicht die ganze Geschäftsbeziehung gekündigt, sondern ein Sparkonto, weil das Produkt so nicht mehr angeboten wird. Das ist durchaus normal.


    Schulden sind übrigens aus Bankensicht sehr positiv. Damit verdienen sie Geld (Zinsen). Ein Kunde, der nie Schulden macht und nur ein Giro- und vielleicht Sparkonto führt, ist für eine Bank gänzlich unattraktiv. Hier wäre wirtschaftlich betrachtet tatsächlich eine komplette Kündigung zumindest nachvollziehbar.


    Überlegen sie sich, wie sie die €60.000 am besten wieder anlegen (oder investieren/ausgeben). Finanztip.de und andere seriöse Quellen geben ihnen dafür ausreichend Hilfestellungen.

    Verwendet man die TAN-App auf demselben Gerät wie die die Onlinebanking-Anwendung sind Angriffsszenarien denkbar. In der Praxis spielen diese kaum eine Rolle. Zumindest bisher wurde in ähnlichen Betrugsfällen der Schaden immer von der Bank übernommen. Unabhängig von der Haftungsfrage ist es eine PR-Frage. Die Banken wollen, dass wir Onlinebanking machen. Wenn es hier dann zu Unsicherheiten bei den Kunden käme, wäre das geschäftsschädigend. Folglich haften die Banken in der Praxis meist unabhängig von der rein rechtlichen Haftungsfrage.


    Noch sicherer ist es, wenn man Onlinebanking auf dem Tablet oder dem PC macht und die TAN in der App auf dem Handy empfängt. Hier sind praktisch keine Angriffsszenarien vorstellbar.

    Ich könnte jetzt ein wenig bösartig und nicht ganz falsch sagen, der Deutsche an sich hat eben eine angeborene Obrigkeitshörigkeit und tendiert dher eben auch eher zu den halbstaatlichen Sparkassen.


    Ich denke, dass dieser Grund tatsächlich eine gewisse Rolle spielt, aber sicherlich nicht die alleinige oder größte. Sparkassen sind omnipräsent. Und jede hat andere Gebühren und Kontenmodelle - durchaus auch mal wettbewerbsfähige.