Beiträge von Haui

    Hallo zusammen,


    Frage aufgrund aktueller Situation im Bekanntenkreis: die Person entscheidet sich nach normaler beruflicher Laufbahn im Alter von 35 Jahren Medizin zu studieren. Das Studium beginnt zum Wintersemester diesen Jahres. Aktuell ist die Person noch angestellt und überschreitet beim Bruttogehalt die BMG nicht.


    Wie kann/muss sich die Person zukünftig versichern? Welche Varianten sind sinnvoll?


    Meine Recherchen haben ergeben, dass mit 30 Jahren bzw. nach 14 Fachsemestern die gesetzliche Pflichtversicherung endet. Gilt hier die Altersgrenze (die ja eingetreten ist) oder die Fachsemester (die noch nicht voll sind).


    Sollte die Person nun in der PKV versichern, dürfte m.E. bei Übergang in eine Anstellung nach Ende des Studium ein Grund gegeben sein, um ohne Probleme wieder in die GKV eintreten zu können.


    Wie seht ihr das?


    VG
    Haui

    Hi Saidi,


    ja, korrekt, Rürup ist maximal unflexibel - aber genau darum geht es ja in diesem Fall. Es soll ein Sparstrumpf sein, an den man vorzeitig nicht rankommt und nicht "plündern" kann, der vor dem Staat geschützt ist und der im Alter den gewünschten Effekt erzielt: Entlastung der hohen Beiträge ;-)


    Ich habe mich für die Allianz BasisRente InvestFlex entschieden. Als Anlage habe ich mir den MSCI World (ETF) ausgesucht - ist günstiger als ein Fonds und da ich noch "U30" bin kann ich negative Entwicklungen gut kompensieren :-)

    Hallo zusammen,


    vielen Dank für die vielen Rückmeldungen und Tipps.


    Ich habe es nun komplett anders gemacht, weil mich zwei Dinge sehr an der privaten Beitragsentlastung stören (kann nicht/nur eingeschränkt zu einer anderen Gesellschaft übertragen werden und verfällt bei Kündigung) und ich den PKV-Beitrag nicht im Voraus zahlen will.


    Ich werde nun für einen geringen Fixbetrag (50€ mtl.) eine Basisrente besparen mit Anlage in den Weltindex (ETF). Somit geringe Kosten und die Möglichkeit, die Beiträge steuerlich geltend zu machen. Etwaige Überschüsse der privaten Finanzen, Beitragsrückerstattungen etc. werden dann als Sonderzahlung in die Basisrente fließen.


    Dadurch erhalte ich im Alter eine "virtuelle" Reduzierung des Beitrag durch die monatliche Rentenzahlung, unabhängig von der PKV-Gesellschaft. Sollte ich dann - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr PKV versichert sein, ist es eine nette kleine "Nebenrente".


    So gesehen meine "eigene" Beitragentlastung im Alter... ;-)
    VG
    Haui

    Stimmt, da habe ich aktuell nur den gesetzlich vorgeschriebenen 10% Anteil, da ginge mehr.
    Ich habe da allerdings ein anderes Agreement mit meinem Chef. Alles, was ich an SV Beitragen spare, tut er mir "on top" in die bAV. Insofern für mich ein "linke Tasche, rechte Tasche" - Szenario ;-)

    Nur mal ne kurze Frage:
    Du nutzt, wenn ich das richtig sehe, den Exklusiv-Plus 0, und anscheinend keine weiteren Bausteine...
    Wenn du Arbeitnehmer bist, wieso nutzt du dann nicht den vollen Arbeitgeber-Anteil, welcher sich nächstes Jahr noch erhöht?


    Du hast eingerechnet, dass du im Jahr circa 4.000€ von deinem Arbeitgeber bekommst, wenn du den Anteil voll ausnutzt?

    Ich bekomme ja die Hälfte von meinem Chef dazu - mit dem Tarif hast Du Recht, wobei ich noch Kurtagegeld und (selbstverständlich) Krankentagegeld habe...


    Ich wüsste jetzt nicht - hilf' mir wenn ich falsch liege - wie ich den AG-Anteil weiter "hoch treibe" ohne selbst jeweils zur Hälfte dazu zahlen zu müssen. Und der Tarif ist ja schon einer der "guten".

    Auf Nachfrage hat mir die Signal Iduna mitgeteilt, dass ich zumindest jährlich zahlen kann. Dafür gewährt sie 1% Skonto. In meinen Augen zu wenig, da kann ich das Geld unterjährig besser anlegen. Daher habe ich den Gedanken zunächst verworfen.


    In Verbindung mit dem oben skizzierten Modell wird es dann aber doch wieder interessant.

    Nachtrag: ich habe gerade gelesen dass ein halbes Jahr Vorauszahlung ausreicht, um die vollen 1.900€ dennoch ausschöpfen zu können. In dem Fall wäre es ja eine Überlegung Wert, 1.5 Jahre anstatt 2.5 Jahre im Voraus zu zahlen. So braucht man kein Jahr "Puffer" dazwischen.


    Also im Detail:


    • Dezember 2018: Vorauszahlung für 1.5 Jahre
    • 2019: 1.900€ Vorsorgeaufwand abzgl. Beitragsrückerstattung (BRE)
    • 2020: 1.900€ Vorsorgeaufwand abzgl. BRE + 1/2 Jahr PKV-Beiträge + 1.5 Jahre Vorauszahlung
    • 2012: siehe 2019 ff.....

    Oder? :D

    Hallo liebe Community,


    ich habe mich in der letzten Zeit viel mit PKV beschäftigt und hätte gerne eure Meinung zu folgendem Gedankengang. Habe ich hier richtig gedacht oder ist das totaler Quatsch?


    Ausgangssituation: Arbeitnehmer, 28J., verheiratet, freiwillig GKV, ab 01.12. PKV (Beitrag PKV 560€, PPV 24€, Basis PKV 410€, Basis PPV 24€)


    Folgende Annahme:


    • Im Dezember 2018 zahle ich den PKV-Beitrag für das gesamte Jahr 2019 im Voraus. Meine Versicherung gewährt mir 1% Rabatt und ich kann die in 2018 gezahlten Beiträge komplett im Steuerjahr 2018 zusätzlich in Abzug bringen (Basis PKV/PPV-Beiträge 5.208€); direkte Ersparnis: 70€ Rabatt + ca. 900€ Steuererstattung (lt. WISO Planspiel).
    • Im Steuerjahr 2019 keine Belastung des Vorsorgeaufwands durch die bereits erfolgte PKV-Jahreszahlung. Dadurch kann ich weitere Versicherungen bis 1.900€ direkt in Abzug bringen. Ca. 1.000€ davon entfallen bspw. direkt auf eine BU-Versicherung, Risikolebensvers. und Haftpflicht machen jetzt nicht viel aus, aber immerhin. Rechnen wir mal mit insg. 1.300€, die direkt in Abzug gebracht werden. Dadurch mindert sich mein steuerpflichtiges Einkommen ebenfalls um genannte 1.300€, was im Steuerjahr 2019 erneut zu einer Erstattung führt.
    • Im Jahr 2020 zahle ich meine PKV-Beiträge ganz regulär wieder monatlich, um im Dezember 2020 erneut die PKV-Beiträge für 2021 im Voraus zu zahlen und starte die "Schleife" somit erneut...

    Beitragsrückerstattungen sind hier jetzt nicht berücksichtigt. Dass diese das ganze etwas schmälern ist mir bewusst. Dass das ganze interessanter wird wenn man mehr als 1 Jahr im voraus zahlt ist mir auch klar, aber leider sind die meisten finanziellen Mittel nicht liquide bzw. sofort verfügbar (das meiste liegt in ETF's...)


    Habe ich da einen Denkfehler drin oder ist das System so grundsätzlich in Ordnung? Was meint ihr?


    Freue mich auf eure Meinungen!


    Viele Grüße
    Haui

    Hallo Rodan,


    reden wir hier in der Vertragsgestaltung von einem Forward-Darlehen? Zumindest hört es sich so an.
    Der entscheidende Nachteil eines Forward-Darlehens ist es ja, dass es abgenommen werden muss, nicht kann. Dies gilt i.d.R. unabhängig von der Zinsentwicklung, wobei einige Banken sicherlich mit sich reden lassen wenn der Zins zu ihren Gunsten gestiegen ist. Ansonsten sind die Vereinbarungen erst einmal verbindlich. Dem Nachteil der Abnahmeverpflichtung steht der Vorteil der Zinsbindung gegenüber. Ich kenne das allerdings nur aus Anschlussfinanzierungs-Szenarien...


    Um es kurz zu machen: m.E. ist die vereinbarte Summe vertragsgem. abzunehmen. Wenn der vor 2 Jahren vereinbarte Soll-Zinssatz gleich ist oder oberhalb des momentan üblichen Zinses liegt, wird die Bank wahrscheinlich ihren Vorteil nicht aufgeben und auf Abnahme bestehen - inkl. Rückzahlungsvereinbarung, Vorfäligkeitsentschädigung usw...
    Wenn der vor 2 Jahren vereinbarte Zinssatz unterhalb des momentan üblichen Zinses liegt, dann könnte die Bank sich evtl. auf Gespräche einlassen weil sie ja dann ein Interesse daran hat, den Vertrag mit höheren Soll-Zinsen neu zu gestalten. Inwiefern sich das dann für Dich lohnt, ist fraglich.


    Andere Meinungen / Sichtweisen?


    VG
    Haui

    @Martin K: nicht wirklich - Begündung ist schlicht und einfach die Unrentabilität der laufenden Verträge und somit die Erhebung der Verwaltungsgebühr, um lfd. Kosten zu decken... :-D

    @Saidi ja, sehe ich auch so und ich werde den Vertrag auch fortführen, sollte der Einspruch nicht erfolgreich sein.


    Dennoch muss der Einspruch erst mal sein ;-)

    Der Schlichtungsvorschlag in meinem Ombudmannverfahren gegen die Volksbank Gronau-Ahaus ist da:


    Die Begründung stellt auf den erfolgten Widerspruch gegen die Vertragsänderung ab, nach dem die Bank an die ursprüngliche Vereinbarung weiter gebunden ist. Ein Kündigungsrecht habe sie auch nicht.
    Hoffentlich ist die Angelegenheit damit erledigt.

    Ich habe letzte Woche erneut Post bekommen - 10€ Gebühr ab 2019. Ich dachte eigentlich, der Fall wäre erledigt..


    Nunja, Einspruch ist raus m.d.B. um Stellungnahme. Falls die Bank nicht zurückrudert (wovon ich ausgehe) geht es wieder zum Ombudsmann....


    Wer hat ähnliche Post bekommen?

    Bisher nur gute Erfahrungen, wobei es zu einem "schlimmen" Leistungsfall bisher nicht gekommen ist.
    Ausschlaggebend für die DKV war für mich die Tarifkombination KDBE + KDT, die für meinen Jahrgang ca. 175€ im Jahr kostet. Mit versichert sind 2x jährlich Prophylaxe, die mit jeweils 100€ abgerechnet werden kann (goDentis-Zahnärzte vorausgesetzt). Diese Leistung wurde immer digital eingereicht und binnen weniger Tage erstattet.


    Wer 2x jährlich zur Prophylaxe geht, der hat also die Versicherungsprämie schon wieder raus...


    Aus dieser Sicht kann ich die Empfehlung also unterstreichen.


    Ich habe die Versicherung nun zum Ende des Jahres gekündigt, da ich in die PKV wechsle mit ähnlichen Zahnleistungen.

    Du hast alles richtig gemacht. Die Zulage wird in 2019 verzögert für die Beiträge in 2018 gezahlt. Somit ist deine Rechnung so korrekt :)

    Hallo Leute,


    ich habe heute meine Kapitalabfindung als Ersatz für meine Ansprüche gegen die Pensionskasse (BaV) erhalten. Da war noch nicht viel eingezahlt worden, die mtl. Rente gering, aber der Abfindungsbetrag relativ hoch - aber das ist auch eigentlich nicht die Frage.


    Vielmehr frage ich mich, wie die Abzüge zustande kommen. Dass ich diese Kapitalabfindung versteuern muss ist mir vorher bewusst gewesen - nun bin ich aber etwas erstaunt, dass es so wenig ist. Also mal was Positives - ich würde es nur gerne nachvollziehen.


    Ich dachte, es gilt die Versteuerung nach meinem pers. Lohnsteuersatz: das wären so grob um die 20%. Darauf dann noch der Soli.


    Aber welch' Überraschung: es wurden nur 13% Lohnsteuer/Soli vom Abfindungsbetrag abgezogen. Also 7% mehr in der Tasche als erwartet.
    Aber wie wird das denn berechnet und auf welcher Grundlage? Bin bei Google nicht fündig geworden. Fünftelregelung scheidet m.E. aus, da ich keine sonstigen Benzüge von diesem Arbeitgeber erhalten habe, sondern nur die Abfindung...


    Und ebenfalls spannend: muss ich davon Geld zur Seite legen, weil bei der Steuererklärung nächstes Jahr hiervon irgendetwas den Nachzahlungs-/Erstattungsbetrag verändert?


    Schönen Abend!
    Haui

    Unterstreichungen, Durchstreichungen und Hochstellungen fehlen noch. Genauso wie

    • Aufzählungen...

    und so weiter. Bin gespannt wie ein Flitzebogen! :sleeping: