Beiträge von Bausparvergrault

    Seit 08.12.2016 gibt es unter dem Az 7C1692/16 ein neues Urteil vom AG in Ludwigsburg gegen Wüstenrot. Dieses dürfte in den nächsten Wochen im Internet abrufbar sein.


    Kurzzusammenfassung: 2 Verträge im Tarif 7 wurden rechtswidrig gekündigt nach §489 zuerst, später als Klage eingereicht wurde noch einmal vorsorglich nach §488 und §490. Der Klage von mir wurde zu 100% stattgegeben und ganz klar festgestellt dass Wüstenrot kein Kündigungsrecht nach §488-490 zusteht. Weiterhin ist Wüstenrot nicht berechtigt den Bonuszins hinzu zu rechnen und dann zu Behaupten, dass kein, bzw. nur noch sehr geringer Darlehensanspruch besteht der sich nicht lohnt vor allem zu den Darlehenszinsen dort im Vertrag die nicht mehr marktgerecht wären.


    Naja als es damals noch gut und gern bis zu 10% Zinsen gab, hat Wüstenrot mich auch nie darauf hingewiesen, dass 4,5% viel zu wenig sind und ich das Konto auflösen sollte. Da war deren Welt auch noch in Ordnung und nun zu deren Ungunsten sollen Verträge nicht mehr gültig sein und vor Nachteilen beim Darlehen wollen die mich nun schützen. *gg*


    Immerhin zahlt die Württembergische die Prozesse gegen sich selbst. Wahrscheinlich erfolgt eine Berufung.

    Man muß erst die OLG Instanz durchlaufen. Danach kann man entweder selber bei Niederlage in Revision gehen oder auch die Bausparkasse, was momentan noch eher unwahrscheinlich ist.


    Die Frist dürfte ab Urteilsverkündigung 1 Monat betragen, aber ohne Gewähr und jeder Anwalt kennt die Fristen genau und wird im Fall der Fäle rechtzeitig eingeben.

    Wo ist da das Problem? Einfach angeben was Du hast und wenn sich in den Folgejahren was anderes ergibt einfach nachversteuern. Wenn sich nichts geändert hat geht dies bis zu 5 Jahren noch. Paragraphen kenne ich nicht, will die nicht lernen und ich bin da kein Griffelspitzer.


    Allerdings wie ich bei Dir entnehme hast Du wohl nur den BHW Auszug vom 31.12.2015 vorliegen.


    Falls Die BW Dir wirklich kündigte und nicht nur androhte solltest Du denfinalen Auszug haben, jedoch dauert es mehrere Monate bis die Kündfigung wirksam wird. Zu welchem Datum erfolgte die Kündigung? 1-2 Wochen danach dürftest Du spätestens den letzten Auszug erhalten!

    @wn25421bbg


    Die Urteile interessieren die Bausparkassen genauso wenig wie die ein Interesse an einem BGH Urteil haben. Noch haben die Kassen viel zu viele Verträge die ein Urteil betreffen könnte und kein Interesse das hohe Risiko ein zu gehen. Bevor es zu so einer Entscheidung kommt haben viele Bausparkassen mit den entsprechenden Kunden bereits Vergleiche mit Stillschweigen darüber geschlossen und eine endgültige Rechtsprechung bisher verhindert. Im Regelfall läuft der Vertrag dann zu 100% zu alten Konditionen bis zur Vollbesparung aus. Ist für die Kassen momentan günstiger als eine Höchstrichterliche Risikoentscheidung.

    Am 29.09.2016 wird es ein weiteres Urteil des AG Ludwigsburg wegen 2 Verträgen geben. Diese Verträge entsprechen haargenau den anderen positiven Urteilen von dort für Sparer. Von daher erwarte ich zu 100% dass es positiv ausgeht mit ähnlichen Begründungen. Betrifft hier natürlich Wüstenrot.


    Bin nur leicht angefressen dass bisher kein Vergleichsangebot kam und ich von Ulm nach LB fahren muss.


    Meine Genugtuung ist zumindest dass bei Erfolg die Aufwandskosten von Wüstenrot zusätzlichbezahlt werden müssen. Vor allem habe ich Freude daran, dass die Kosten im Prinzip von Wüstenrot komplett getragen werden egal wie es ausgeht. Grund: Rechtschutz Württembergische, lediglich andere Kostenstelle.


    Hätte eigentlich bereits längst ein Vergleichsangebot erwartet, da es dort ja schon entsprechende Urteile gab. Nachdem ich nun meine Zeit opfern muss gehe ich aufs Ganze. D.h. nach dem Urteil lasse ich mich nicht nie mehr auf einen Vergleich ein und es geht definitiv zum BGH.



    Bereits Anfang 2015 hieß es, dass es gegen September 2015 ein BGH Urteil zu erwarten ist. Dem war wohl nicht so. Die entsprech ende Bausparkasse hat demjenigen wohl einen Vergleich zur Weiterführung des BVs zu den bisherigen Konditionen angeboten, da kein Interesse an solchem Urteil besteht. Dies wird auch ähnlich weiter laufen bis genügend Verträge bei einer Kasse ausbezahlt sind und diese dann das Risiko eingeht.


    Mich wundert lediglich, dass hier immer geurteilt wird dass ein BV keine Geldanlage ist. Dies ist zwar richtig aber warum wurde dieser dann so verkauft? Warum wurden Handelsvertreter direkt so geschult, dass der 3. Tarik (hochverzinslich) als Anlage verkauft wird und absolut zum Bauen ungeeignet ist? Dies kam direkt von den Bausparkassen und heute soll es wohl nicht mehr so sein?


    Hier spreche ich von eigener Erfahrung. War 5 Jahre füre die LBS Württemberg tätig und weiß was im Schnelldurchgang geschult wurde. So wurden die hochprozentigen bis Anfang der 2000er eindeutig als Kapitalanlage verkauft. Nun wollen die nichts mehr davon wissen und behaupten entgegengesetztes was die damals den Handelsvertretern beibrachten.