Beiträge von bremerfunk

    Vielen Dank für die bisher eingebrachten Beiträge zu diesem Thema. Zusammenfassen haben sich viele gegen den Erwerb einer Immobilie ausgesprochen, doch die eigentliche Frage hinsichtlich der dreifachen Förderung in dem genannten Szenario blieb weitestgehend unbeantwortet. In der Zwischenzeit konnten wir die von uns gestellten Fragen auflösen und möchten die Erkenntnisse in Bezug auf unser Szenario hier kurz beleuchten.


    • Für die Riester-Förderung dürfen die Sparbeträge für die Inanspruchnahme von Wohnungsbau-Prämie und der Arbeitnehmersparzulage nach unserem derzeitigen Kenntnisstand nicht hinzugezogen werden. Das heißt, zu den genannten 1.494 € müsste das Ehepaar noch zusätzlich für die vollen Riester-Zulagen erforderliche Summe aufbringen.
    • Die Kindererziehungszeiten haben einen Einfluss auf die Höhe der Eigenbeiträge. Befindet sich ein Ehepartner in der sogenannten Kindererziehungszeit ist er/sie unmittelbar förderberechtigt. Er/sie erhält die Kinderzulage gut geschrieben und darf diese zur Berechnung des Eigenbeitrages (sprich 4% vom Vorjahresbrutto - Grundzulage - Kinderzulage) verwenden. Bei geringem oder keinem Einkommen resultiert sich ein sehr geringer oder negativer Eigenbeitrag, daher greif hier der sogenannten Sockelbetrag von 60€. Der andere Ehepartner darf demzufolge nur seine Grundzulage zur Ermittlung des Eigenbeitrages hinzuziehen.
      Anders verhält es sich, wenn der eine Ehepartner zu den mittelbar förderberechtigtem Personenkreis angehört (wie z.B. Hausfrauen/-männer, die nicht in Kindererziehungs-/Elternzeit sind, freiwillig in der gesetzlichen Rentenversicherung Versicherte, Bezieher einer Altersrente, Studenten, geringfügig Beschäftigte, die auf Antrag von der ab 2013 geltenden Versicherungspflicht befreit worden sind). In solchen Fällen darf der andere (unmittelbar förderberechtigte) Ehepartner neben der eigenen Grundzulage die seines Partners sowie der Kinder für die Ermittlung des Eigenbeitrages verwenden.

    Unter Beachtung dieser und andere Aspekte (wie das Wohnförderkonto oder der geringe Anteil der geförderten Summe an der Gesamtfinanzierung für eine Immobilie) haben wir uns bewusst gegen das Wohn-Riester entschieden. Stattdessen ziehen wir derzeit in Erwägung, einen regulären Bausparvertrag (bei Alte Leipziger) und Sparplan für Aktienfonds (bei DWS) abzuschließen.

    Bei 850 € Kaltmiete (Tendenz steigend, Stichwort: Mieterhöhung) können wir uns beim besten Willen nicht vorstellen, dass das Mieten auf Dauer für uns die bessere Wahl darstellen sollte. Das wir mit mehr Eigenkapital besser wegkommen ist uns klar, doch bei der zuvor genannten Miete bleibt nicht all zuviel über.

    Die 7 Jahre ergeben sich zum einen aus den Voraussetzungen für die Arbeitnehmersparzulage und Wohnungsbau-Prämie. Zum Anderen würde meine Frau spätestens dann wieder ins Berufsleben einsteigen, wodurch die Finanzierung für eine Immobilie überhaupt ermöglicht werden kann. Wir sind Ende 20 bzw. Anfang 30 und beabsichtigen ein Haus im Wert von bis zu 240.000 € zu erwerben.

    Hallo Community,


    wir möchten in etwa 7 Jahren in eigene vier Wände einziehen und sind daher am überlegen, wie wir bis dahin möglichst viel Kapital aufbauen können. Nach langer Recherche sind wir auf Wohn-Riester und Riester-Banksparpläne gestoßen. Da wir nicht allzu hohes Einkommen haben und durch unseren Sohn Anspruch auf die Kinderzulage haben, finden wir die genannten Produkte äußerst Interessant. Für die endgültige Festlegung bzw. Entscheidung fehlen uns allerdings noch ein paar Details, die uns leider bisher der keiner beider Berater so richtig beantworten konnte. Daher hoffen wir hier evtl. entsprechenden Antworten zu finden.


    Um den Ursprung unserer Fragen zu verstehen, haben wir für uns ein Szenario mit folgenden Rahmenbedingungen aufgestellt:


    Die Ehefrau, in Kindererziehungszeit und ohne Einkommen, ist mittelbar Berechtigt und würde somit den jährlichen Sockelbetrag von 60 € in den eigenen Wohn-Riester-Bausparvertrag einzahlen. Da die meisten Bausparverträge eine Mindestbausparsumme und -sparbetrag in % vorsehen, würde sie die Kinderzulage von jährlich 300 € erhalten, um die Voraussetzungen für die Zuteilung innerhalb der 7 Jahre zu erreichen. Mit der Grundzulage von 154 € würde sie jährlich 514 € ansparen (mit jedem weiteren Kind würde der jährliche Sparbetrag um weitere 300 € steigen). So weit so gut!


    Der Ehemann, Arbeitnehmer und Alleinverdiener während des genannten Zeitraumes, würde gerne jährlich 1.024 € (Höchstförderbetrag für die Wohnungsbau-Prämie) und 470 € (Höchstförderbetrag für die Arbeitnehmersparzulage) über vermögenswirksame Leistungen in seinen Wohn-Riester-Bausparvertrag einbringen (also jährlich 1.494 €). Hier stellen sich für uns bereits zwei Fragen:


    1. Dürfen für die Ermittlung der eigenen Sparleistung die zuvor genannten Sparbeträge (sprich 1.494 €) hinzugezogen werden?
    2. Wenn ja, würde der Ehemann mit der Grundzulage von 154 € und somit 1.648 € pro Jahr die erforderliche (mind. 4 % vom Jahresbrutto) Sparleistung für die volle Riester-Förderung erfüllen? Lauf Angaben dieser Seite sollte es der Fall sein, sofern er - im Bezug auf unser Szenario - nicht mehr als 48.700 € brutto pro Jahr verdient. Allerdings ist da auch von einer Ausnahme die Rede (Stichwort: Kindererziehungszeiten). Wir können aus Kontext leider nicht eindeutig entnehmen, ob die Ausnahme sich nur auf die Gutschrift oder auch auf die Anrechnung bezieht. Vielleicht kann einer von Euch den Sachverhalt besser deuten?


    Denn sollten die von uns gestellten Fragen positiv ausfallen, würde es in unserem Szenario bedeuten, dass die Ehefrau nach einer Sparzeit von sieben Jahren einen Sparbetrag (ohne Verzinsung und Abzug der Kosten) von rund 3.598 € und der Ehemann rund 11.536 € hätte. Dem Ehemann würden bei Zuteilung noch 630,78 € durch die Wohnungsbau-Prämie sowie 301 € durch die Arbeitnehmersparzulage gut geschrieben. Das ergibt insgesamt knapp 12.500 € (12.467,78 €). Unter Berücksichtigung der Zinsen und Kosten dürfte eine (Mindest-)Bausparsumme von 10.000 € für die Ehefrau und 30.000 € für den Ehemann möglich sein, oder?!


    Aus unserer Sicht kritisch könnte sich die Ansparquote (unter 40%) sowie der Eigenbetrag von 60€ für das Zustandekommen ein Bausparvertrages bei der Ehefrau erweisen. Daher wäre die Überlegung statt eines Wohn-Riester-Vertrages einen kostenlosen Riester-Banksparplan der Volksbank Gronau abzuschließen. Diese kann noch bis Ende des Jahres abgeschlossen werden und ist keinerlei Kosten verbunden.


    Nun würden wir gerne Eure Meinung und Einschätzung zu unserem Szenario einholen.


    Viele Grüße