Beiträge von Referat Janders

    Hm, alles keine einfache Materie.


    Schon richtig, dass die Auseinandersetzung mit der Ruhestandsplanung zeitintensiv ist. Ich habe mir für mich eine mittlerweile recht komplexe Excel-Tabelle gestrickt, die ich aber immer noch als Provisorium ansehe.


    Letztlich ist das große Problem ja auch, dass eine Projektion für einen Zeitraum von rund 40 Jahren naturgemäß viele ??? enthält.


    Die Renteninformation in ihrer Schlichtheit und Eleganz hat einen äußerst begrenzten Aussagewert. (Vielleicht arbeitet man ja gar nicht bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze; vielleicht hat sich in den 5 Basisjahren für die Hochrechnung etwas verändert; vielleicht ändert sich etwas in der Zukunft (z. B. Erziehungspause; Scheidung; Auslandsaufenthalt; Selbständigkeit;...); von Rechtsänderungen ganz abgesehen.)


    Wenn man diese Unwägbarkeiten überwunden hat, dann hat man ein prognostiziertes Brutto. Es schließt sich die Frage des Netto an.


    Besteht später über die KVdR die Versicherung? (ca. -11% an Beiträgen) Oder ist man freiwilliges Mitglied der Krankenkasse bzw. privat krankenversichert?


    Danach schließt sich die Frage der Steuern an.


    Derselbe Spaß bei der Betriebsrente (ggf. -18% Beiträge).


    Wenn man dann am Ende ein Ergebnis hat, dann ist immer die Frage, welche Annahmem zu diesem Ergebnis führen und, ob sich diese Annahme auch als haltbar herausstellen. Im Zweifel wird man jedes Jahr ein bis zwei lange Winterabende mit dem Nachjustieren verbringen.

    Hallo docbecman,


    Ihr Freund muss jetzt ganz tapfer sein, denn Ihr Beispiel ist richtig.


    Die Prozente stehen fest und werden in Euro und Cent umgerechnet.


    Bei einer regulären Rentenanpassung (turnusgemäß zum 01.07) wird dieser Betrag nicht angepasst.


    Bei irregulären Rentenanpassungen (Wechsel von Teil- auf Vollrente; Mütterrente; nachträgliche Entgeltpunkte) wird ein neuer Betrag anhand der ursprünglichen Prozente errechnet.


    Ihr Freund sollte Ihnen von der überraschenden Steuerersparnis ein Getränk spendieren.

    Hallo didi54,


    an der Stelle werden nur die Betriebsrenten aufaddiert.


    Die gesetzliche Rente ist an der Stelle nicht gemeint.



    Beispiel:


    Pflichtversicherter Rentner


    Rente aus der gRV: 700€
    Betriebsrente 1: 50€
    Betriebsrente 2: 85€


    Die Betriebsrenten erreichen zusammen nicht 5% der Bezugsgröße,
    somit wären nur aus der gRV-Rente Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen: rund 77€


    Wenn Betriebsrente 1 auch 85€ beträgt, wären aus beiden Betriebsrenten Krankenversicherungsbeiträge zu zahlen: jeweils rund 16€
    Insgesamt (77 + 16 + 16) 109€

    Wollte jetzt auch nicht die Behauptung in den Raum stellen, das in der Kolumne dieses Mal die Goldkörnchen aus dem Display rieseln.


    Konkrete Hilfen erwarte ich auch nicht (zumindest nicht immer), aber zumindest Denkanstöße. Und falls die gerade nicht verfügbar sind, dann sollte zumindest etwas Kurzweil dabei herausspringen.


    In Zweifel haben zumindest die Kommentare das noch immer geschafft.


    Prognosen haben den Reiz, dass sie sich als falsch oder auch als richtig erweisen können. Risiko! ;)

    Es kommt natürlich darauf an, wie die persönliche Lage ist und was man als für sich passende Sparrate empfindet.


    Wer sich von einem befristeten Vertrag zum nächsten hangelt oder wer 4 bis 6 Mäuler zu stopfen hat, der sieht das eventuell anders als der lebenszeitverbeamtete Single.


    Je nach familiärer Vorprägung und Persönlichkeit haben die Leute ja auch ein unterschiedliches Risikoempfinden und dementsprechend auch eine unterschiedliche Sparneigung.


    In ihrer Pauschalität ist diese Empfehlung aus meiner Sicht nicht wirklich hilfreich.


    Denn: Jeder Jeck is anders. :D


    Ein Phrasenschwein haben wir hier aber nicht, oder?

    Hmm.


    Mit 16 in die Lehre, dann mit 19 ausgelernt, dann kann das gut klappen.


    Bei anderen Lebensläufen kann das schnell unrealistisch werden.


    Die Frage ist doch auch, ob es danach linear weitergeht, oder ob es Steigerungen gibt.

    Noch ein Hinweis:


    Die Deutsche Rentenversicherung bietet sogenannte "Altersvorsorge intensiv"-Beratungen an.


    Kostenlos und anbieterneutral (aber in der Tendenz eher riester-lastig)!


    Als Einstieg vielleicht gar nicht verkehrt.


    Einfach einen Termin vereinbaren und schauen, ob ein Impuls für einen dabei ist.

    Zusätzlich halte ich noch Minimalst-Anteile an der Coop (die in Kiel, nicht die in der Pleite), aber nicht aus Rendite-Erwägungen. Es hatte sich damals ergeben, dass ich dort Mitglied wurde.
    Dividende zuletzt 2,25% bei maximal 5000€.


    Bei der Zusammenarbeit mit REWE habe ich ein eher ungutes Gefühl, aber ich warte einmal ab

    Sparen auf dem Kiez


    In den Kneipen St. Paulis erlebt eine totgeglaubt Institution eine kleine Renaissance. Die sogenannten Sparclubs waren in den sechziger Jahren beliebt, gerieten aber vor einiger Zeit in Vergessenheit. Das Konzept sah ein langfristiges Sparkonzept für Kneipengänger vor. Dabei wurde in der Bar eine Reihe Metallkästen aufgestellt, die die Besucher regelmäßig mit Kleingeld und Scheinen befüllten. Am Ende jedes Monats wurde das Geld eingesammelt und gewinnbringend angelegt. Zu Weihnachten erfolgte die Auszahlung, ein Teil der Dividenden wurde in ein gemeinsames Gelage investiert.
    Eben jene Art des gemeinsamen Sparens scheint nun wiederbelebt. Immer mehr Eckkneipen in St. Pauli bieten die Sparschränke an – und zelebrieren dabei eine gesellige, ungezwungene Art der Geldanlage. Was auf den ersten Blick skurril wirken mag, beruht auf einem gängigen Investitionskonzept: Geld wird über einen langen Zeitraum diszipliniert angelegt, Marktschwankungen sind kaum von Bedeutung. Das Vorgehen scheint bedacht, und ist vielleicht gerade deswegen wieder in Mode.