Beiträge von Nordnordlicht

    Nach über 30 Jahren in der IT gehöre ich immer noch nicht der "digital first - Bedenken second"-Fraktion an ;-) Nach dem Drama der attackierten Exchange Mailserver diese Woche hat sich für mich eine alte IT-Weisheit wieder einmal bestätigt: keep it simple and stupid.


    Wer's mag, soll das gerne tun, es gibt ja viele Leute heute, die ohne Bedenken privateste Dinge in die Cloud schieben. Ich persönlich bin da raus...


    Dennoch: vielen Dank für das Video!

    ich habe heute bei Close Brothers noch einmal Festgeld für ein Jahr geparkt. Auch wenn Finanztip die wg. Brexit nicht mehr empfiehlt, gehe ich das Risiko (Einlagensicherung bis 100.000 € bzw. 85.000 GBP) ein.

    Das Jahr ist vorbei und ich habe pünktlich die Rückzahlung (via Zinspilot) samt Zinsen verbuchen können. Close Brothers bekommt daher auch nach dem Brexit von mir einen :thumbup:

    Moin,

    mein Rat an Dich wäre, Dich an einen im Gewerbemietrecht versierten Anwalt zu wenden. Dein Mieter kann / hat / wird ja auch ggf. staatliche Coronahilfen in Anspruch nehmen oder hat sie schon erhalten. Oder Kurzarbeitergeld für seine Mitarbeiter? Oder beides? Wie ist das ganze hinsichtlich eines Mietnachlasses zu bewerten und ist er Dir gegenüber überhaupt auskunftspflichtig? Möchte er Mietnachlass für bereits in der Vergangenheit gezahlte oder ggf. für noch in Zukunft zu zahlende Mieten haben? Zahlt er die Miete vielleicht jetzt schon nur noch unter Vorbehalt?

    Ggf. ist also eine rechtlich einwandfreie Anpassung des Gewerbemietvertrages erforderlich. Da würde ich einen Fachmann fragen, denn Du weisst ja genauso wenig, was die Zukunft bringt...

    @ Bankford:

    nach 20 Jahren Erfahrung mit einer bAV kann ich sagen: aus heutiger Sicht würde ich das nicht mehr machen. Ich wohne allerdings auch nicht in Berlin (sondern auf dem Land) und arbeite auch nur in einem mittelständischen Handelsunternehmen, das genau 16,67 € auf meine monatlich gesparten 100,00 € draufpackt, nachdem ich 9 Jahre lang die 100 € komplett allein gezahlt habe (also kein Grosskonzern, der mal eben nochmal 100 € oben drauflegt). Mein Monatsgehalt entspricht auch eher dem deutschen Durchschnittsgehalt. Ich frage mich auch manchmal, ob es immer richtig ist, alles nur immer durch die rosarote Hauptstadtbrille zu sehen ;-)


    Falls Du es noch nicht getan hast: schau mal in diesen Thread: BAV lohnend ?


    Und dann mach einen ETF-Sparplan oder pack' Dir jeden Monat einen Hunni unter die Matratze... :thumbsup:

    Mingus

    nur um einem Missverständnis vorzubeugen: aus meiner Sicht ist die Mitgliedschaft in einer Genossenschaft nicht primär dazu da, eine monetäre Rendite zu erwirtschaften. Es geht mir vielmehr in erster Linie darum, die Ziele der Genossenschaft zu fördern (im Falle EWS: die Energiewende mit erneuerbaren Trägern voranzutreiben) und Solidarität und Selbstverwaltung zu stärken. Ohne ein Gegengewicht zu RWE, E.On, EnBW und wie sie alle heissen (die sich gerade alle einen grünen Anstrich verpassen) sähe es doch traurig aus in Deutschland.


    Wenn sich ein Genossenschaftsanteil auch noch verzinst, ist das nicht mehr als ein netter Nebeneffekt, aber für mich nicht zwingend die Voraussetzung, dort Mitglied zu werden...

    Moin zusammen,

    bin vor gut 3 Jahren zu den Stromrebellen von EWS gewechselt. Lt. letzter Abrechnung zahle ich dort seit 01.07.2020 (die 29,20 Cent galten vom 1.1. bis 30.06.2020)

    • 28,4638 Cent/kWh
    • 9,70 € Grundpreis / Monat

    Genossenschaftsmitglied bei EWS bin ich noch nicht, ich denke aber darüber nach - bevor das für den Urlaub eingeplante Geld auf dem Konto schimmelt kann ich das dort sicher sinnvoller anlegen ;-)

    OK, verstehe glaube ich, was Du meinst. Ich denke, dass die G-MAFIA (Google, Microsoft, Apple, Facebook, IBM, Amazon) auf lange Sicht lieber selber das Geschäft machen wollen und dass diese Kooperationen einzig und allein dem Zweck dienen, das Knowhow bei den klassischen Banken für ihre eigenen Interessen abzusaugen.

    Aus meiner ganz persönlichen Sicht - das mag am Alter liegen - lege ich mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Machtverteilung - sprich genossenschaftlich organisierten Modellen mit sozialen und solidarischen Grundlagen. Die IT-Konzepte sollten eher Mittel zum Zweck sein. Von Cloud-Konzepten halte ich wenig bis nichts. Es gibt nämlich keine Cloud: was es gibt, sind Computer fremder Leute an unbekannten Orten. Du siehst: über 30 Jahre IT haben bei mir ihre Spuren hinterlassen. Aber ich stehe dazu ;-)

    Moin,

    Bankfilialen sind ein enormer Kostenfaktor. Die - auch und gerade von Investmentbankern (die Deutsche Bank war da übrigens ganz vorne mit dabei) - herbeigeführte Finanzkrise 2008 hat ja in erheblichem Masse dazu beigetragen, dass die Situation so ist, wie sie heute ist: es gibt kaum noch Zinsen, die Filialbank muss Kosten reduzieren und sich neue Einnahmequellen (z. B. Konto- und Servicegebühren) erschliessen.

    Die Softwareindustrie arbeitet an KI-Systemen, die schon heute bei Banken und Versicherungen im Hintergrund von den (noch vorhandenen) Sachbearbeitern 'lernt', Standardprozesse standardisiert zu bearbeiten. Diese Sachbearbeiter werden in absehbarer Zeit nicht mehr benötigt werden.

    Gerade die Deutsche Bank hat eine extrem veraltete, fragmentierte und antiquierte IT-Infrastruktur, da sind enorme Investitionen fällig. Ausserdem hat sie sich die Postbank an's Bein gebunden, die sie nicht los wird.

    Ich erinnere mich noch sehr genau an eine Zeit, da die Deutsche Bank mit dem schnöden Girokontengeschäft und Kleinsparern nichts mehr zu tun haben wollte und die daher in eine Tochtergesellschaft ausgegliedert wurden. Investmentbanking war der neueste heisse Scheiss aus Omeriko, die Londoner Investmentgang hat die Provisionsgelder säckeweise nach Hause getragen, bis die Party dann 2008 / 2009 von jetzt auf gleich vorbei war. Da fiel dann jemandem in Frankfurt wieder ein, dass man ja noch Girokonten und Kleinsparer in einer Tochtergesellschaft hat.

    Was ich sagen will: die Banken tragen aus meiner Sicht den grössten Anteil an ihrer Misere.


    Was bitte genau verstehst Du unter einer "fitten" Bank? Sorry, aber die Deutsche Bank (und auch die Commerzbank) wäre die letzte, die mir dazu einfiele... ;-)

    Vielen Dank für die umsichtige Moderation, viel Erfolg bei den neuen Aufgaben und bleib gesund. Wenn Dir der Wind hier oben um die Nase bläst, sollte letzteres ja gut gelingen! ;-)

    Hallo Ikke19,

    kurz zu mir: ich habe 4 Jahre Erfahrung mit einer Renault ZOE mit 21kW Mietbatterie, habe mir im Oktober über das Internetportal carwow eine neue ZOE mit 51kW Mietbatterie gekauft. Ausschlaggebend für den Neukauf waren 3 Faktoren:


    - 6.000,00 € von Vatter Staat

    - abgesenkte Mehrwertsteuer von 19 auf 16 %

    - Installation einer 11kW Wallbox in Zusammenarbeit mit meinem Vermieter, da die neue ZOE sich nicht mehr vernünftig an einer 230V-Steckdose laden lässt (die 21kW-ZOE habe ich immer nur an 230V-Anschluss geladen)


    Ich lebe auf dem Land und fahre nur Kurzstrecken, pro Arbeitstag zwischen 15 und max. 60 km. Vor dem Kauf habe ich mich 2016 über eFahrzeuge bei 'heise Auto' informiert und mich damals für die ZOE entschieden. Da mich die deutschen Hersteller (BMW/VW) nicht überzeugt haben (vor allem was die Software angeht), habe ich mich wieder für die ZOE entschieden.


    Wenn ich Dir etwas raten sollte, dann, dass Du Dir Gedanken über Dein Fahrprofil machen solltest: wie hoch ist die tägliche Kilometerleistung? Musst Du lange Autobahnstrecken zurücklegen? Wie sieht es mit der Ladeinfrastruktur in Deinem Umfeld aus? etc. Ein Forum wie goingelectric (in dem ich mich auch bisweilen tummle) ist gut, um sich mit dem Thema zu beschäftigen bzw. zu sehen, welche Autos in der Praxis welche 'Macken' haben.


    Nun zu Deinen Fragen:

    > Also Vollelektrisch oder doch wieder Benzin?

    Abhängig vom Fahrprofil würde ich sagen. Ein Hybrid könnte auch Sinn machen, um in der Stadt hinter dem Ortseingangsschild elektrisch zu fahren und Autobahn / Landstrasse mit Verbrenner. Das kommt ganz auf Dein Umfeld an.


    > Bei einem elektrischen Antrieb stellt sich in einer Mietwohnung auch die Frage wer die Ladestation anbringt und finanziert.

    meine Wallbox habe ich selber finanziert, vom Land Schleswig-Holstein gab es 300 € Förderung. Gekostet hat mich das ganze ca. 1.900,00 €. Mein Vermieter hat mir keine Steine in den eg gelegt, im Gegenteil, er hat das aktiv unterstützt.


    > Oder warten auf Wasserstoff?

    Klasse Technologie, gerade die Windenergie hier im Noreden wird grünen Wasserstoff pushen; aus meiner Sicht ist Wasserstoff allerdings nichts, was in absehbarer Zeit flächendeckend verfügbar sein wird. Es wird Jahre dauern - aber vielleicht lässt Deine Zeit das ja zu, das abzuwarten. ;-)


    Schliesslich würde ich e-Autofahrern immer raten, sich zu Hause eine Wallbox zu installieren. An den öffentlichen Ladesäulen herrscht Wildwest und Wegelagerei. Es wird höchste Zeit, dass der vzbv mal seine Stimme erhebt, meine ich.


    Viel Erfolg bei der Entscheidungsfindung!