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monstermania Koryphäe

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  • Hallo nach HH!


    Ich bin erst seit heute am Start und bin über Dich als kompetente Quelle "gestolpert" und mir brennen einige Fragen auf der Seele...

    Und jetzt dachte ich - ich frage mal monstermania ;)


    Im kommenden Jahr werde ich die 50 erreichen und möchte jetzt (erst) für die Altersvorsorge in ETFs investieren.

    Seit diesem Jahr zahle ich auch nicht mehr in die Rentenkasse ein, da ich als selbstständiger Trainer mein Geld verdiene. Soll heißen, meine Rentenlücke wird sich noch ein wenig vergrößern. Wir haben kein Eigentum, aber auch keine Schulden, aber ca. 70k aufm Konto.

    Bevor das jetzt durch die Inflation entwertet wird, wollen wir es langfristig anlegen...


    Sooooo, jetzt zu den Fragen:

    - Wie viel sollten wir deiner Meinung nach in ETFs investieren?

    - In welche? MSCi World plus emerging markets?

    - Wie viel? 50% des Vermögens oder mehr?

    - Auf einmal oder in Stufen (an der Börse ist derzeit ja viel Bewegung)

    - Und dann ein Sparplan hinterher..., right?!


    Wenn es hierzu aber reichlich Content im Forum gibt, dann freue ich mich auch auf die Threads.


    Besten Dank im Voraus für die Zeit udn Mühe!

    Die besten Grüße aus dem Rheinlans,

    Saber

    • Hallo Saber,

      ich habe gesehen, dass Du auch im Forum einen Thread eröffnet hast und habe da meine 1. Antwort hinterlassen.


      Es ist nicht einfach Dir einen Rat zu geben, da Du schon ziemlich spät dran bist (Alter). Die richtige Rendite bei einem Aktieninvest kommt durch den Zinseszinseffekt. Und der braucht vor allem Zeit um wirken zu können. Realistisch betrachtet bleiben Euch noch 15-20 Jahre Zeit um ein Depot anzusparen. Das ist nicht wirklich viel Zeit!

      Dazu kommt dann auch noch, dass Ihr nicht wirklich viel Kapital habt (meine ich jetzt nicht abwertend!!!).


      Daher müßt Ihr genau Eure Gesamtsituation betrachten.

      Wie sieht Eure Planung bezüglich Ruhestand aus (Alter, Rentenansprüche, private Versicherungen zur Altersvorsorge, usw.) ?

      Wie ist Deine Selbstständigkeit abgesichert (z.B. BU)?

      Welche Beträge könnt Ihr im Monat ansparen?


      Ich bin zwar im nahezu gleichen Alter wie Du, aber die Situation ist nicht vergleichbar.

      Ich bin in der glücklichen Lage, dass selbst wenn meine gesamte Aktieninvestition den Bach runter gehen würde, ich voraussichtlich auch als Rentner mein Leben leben könnte.

      Wir möchten uns halt in den ersten Jahren der Rentenzeit noch etwas mehr gönnen können um das Plus an freier Zeit z.B. durch Reisen auszunutzen. Sozusagen die Sahne auf der Torte.


      Gruß

      Dirk

    • Besten Dank, Dirk, dass Du Dir die Zeit auch hier nimmst.


      Ja, recht hast Du natürlich. 75k und sonst weiter nix, ist nicht viel, vor allem nicht für das Alter und als Grundstein für später.

      Aber wir hatten mit einer Investition in der Vergangenheit großes Pech gehabt und über 50k komplett versengt. Hierzu sind zwar seit Jahren europaweit Staatsanwaltschaften dran, aber das Geld werden wir wohl nicht wiedersehen. Daher haben wir uns in den letzten Jahren zurückgehalten und eher versucht in Betongold anzulegen. Hier hatten wir jedoch ein schlechtes Timing gehabt und es wurde einfach nicht bezahlbar.


      Jetzt wollen wir zumindest ein wenig etwas tun und die letzten Jahre noch ein wenig für später investieren und so viel rausholen was noch geht.


      Meine Selbstständigkeit als Agile Coach (Trainer/Scrum Master/Organisationsberater) habe ich erst dieses Jahr begonnen und es läuft ganz gut an. Sollte dies in diesem Jahr jedoch nicht durchstarten, geht es wieder in die Anstellung.

      Unterm Strich ist meine Erwartungshaltung ein Gehalt/Einnahmen i.H.v. min. 70k p.a. (netto).


      Hier stellt sich natürlich auch die Frage, inwieweit wir neben ETF auch in andere Assetklassen investieren sollten. Was ist aus Deiner Sicher hier der beste Ansatz?


      Vielleicht nochmals zu Deinen Fragen:


      1. Wie sieht Eure Planung bezüglich Ruhestand aus (Alter, Rentenansprüche, private Versicherungen zur Altersvorsorge, usw.) ?

      Hier gibt es nur die dürftige Rente. Weiteres haben wir nicht mehr.


      2. Wie ist Deine Selbstständigkeit abgesichert (z.B. BU)?

      Yeap, eine BU liegt vor. Dies hatte ich nicht als Absicherung verstanden ;)


      3. Welche Beträge könnt Ihr im Monat ansparen?

      Aktuell 600 - 800 €


      Jetzt hast Du vielleicht einen besseren Gesamtblick auf unsere finanzielle Situation. Hast Du auf dieser Grundlage noch ein paar gute Tipps?!


      Besten Dank, Dirk, für Deine Mühe und Zeit!

      Beste Grüße aus Düsseldorf,

      Saber

    • Hmm,

      schwierig.


      Ich würde zunächst mal genau ausrechen, was Ihr an Rente mit 67 zur erwarten habt.

      Und dann genau ausrechnen was Ihr im Monat an Rente benötigt.


      Dann muss man sehen, wie man das Delta bis zu eurem geplanten Rentenbeginn schließen kann.

      Bei einem Einmalinvest von 50.000€ und einer monatlichen Sparrate von 800€ könnte in 15 Jahren bei einer durchschnittlichen Rendite von 7% p.a. rund 380.000€ herumkommen.

      Bei einer Entnahme von 4% p.a. wären das 15.200€ pro Jahr (Brutto).

      Klingt erstmal gar nicht so schlecht. Aber wer weiß, was das Geld in 15 Jahren noch Wert ist.

      Und was ist, wenn in den nächsten 15 Jahren die Börse eben nicht 7% p.a. bringt, sondern nur 5% oder gar nur 4%?


      Wer noch 30 oder 40 Jahre Zeit hat, kann auch mal 10 oder 15 schlechte Jahre an der Börse aussitzen. Könntet Ihr das auch?


      Mir wäre das Alles eine zu heiße Nummer. Da darf aber auch nichts schiefgehen.


      PS: Mir erscheint 800€/Monat viel zu wenig für die Altersvorsorge.


      Als Angestellter zahle ich allein knapp 400€/Monat nur in die gesetzliche Rentenversicherung ein. Dazu kommt dann noch der AG-Anteil in gleicher Höhe. Macht zusammen 800€/Monat ausschließlich als Beitrag für die gesetzliche Rentenversicherung.

      Zusätzlich zahle ich noch die Beiträge in meine private Kapitallebensversicherung und meinen ETF-Sparplan. Insgesamt lege ich so rund 1600€/Monat für die 'Altersvorsorge' bestehend aus gesetzlicher und privater Vorsorge zurück.

      Als Selbstständiger musst Du da M.E. mindestens die gleiche Summe jeden Monat zurück legen, damit es später im Alter reicht. Und da ist Deine Frau ja noch gar nicht enthalten.

    • Mmh, okay...

      Gute Hinweise. Danke.


      Ich fasse mal kurz zusammen:

      1. Mit fast 50 Jahren nur 70.000 € und sonst nix ist nicht viel.

      2. Min. 30-40k € (besser mehr) in ETFs investieren und dann auch besparen mit ca. 600 - 800 € pro Monat (besser sogar mehr) ist auch keine richtige Option. Eher 50k€ und min. 1.500 montaliche Sparrate.

      3. Die Selbstständigkeit muss abgesichert sein. (3 Monatseinnahmen/Gehälter zur Seite legen = in unserem Fall würde ich mit 20k € rechnen)

      4. Anlage in Immobilie bei jetzt steigenden Zinsen und so wenig Eigenkapital nicht realistisch darstellbar (Entweder ETF oder Immobilie)


      Darausfolgt:

      1. Rentenlücke nochmals ausrechnen, um einschätzen zu können, wie viel Geld wir investieren und besparen müssen, um im Hohen Alter klar zukommen.

      2. Die ETFs MSCI ACWI oder FSTE All World sind wohl die richtige Wahl.

      3. Ende des Jahres entscheiden, ob die Selbstständigkeit sich wirklich rechnet oder lieber doch in die Anstellung zurück zu gehen.


      Macht es eigentlich Sinn in die Rentenkasse einzuzahlen?!

      Immerhin habe ich ja bereits 30 Jahre eingezahlt?

    • Eine wahrscheinlich naive Frage:
      Wie kommst Du auf die Entnahme von 4% p.a. und wie hoch sind die Steuern (aktuell) hierbei?

      Sicherlich alles zu finden im Netz, aber wo Du mich gerade vor der Flinte hast ;)

  • Hallo MC,


    habe mir das Video angesehen. Wenn ich das richtig verstanden habe,

    ist die Empfehlung eine ETF Nettopolice oder ein ETF Sparplan.

    Hast du da einen Tipp wie man sowas abschließt?

    • Hallo Going,

      die allgemeine Diskussion sollte öffentlich geführt werden, damit auch andere Menschen einen Nutzen daraus ziehen können!

      @Kater.Ka hat ja bereits mit 2 Links geantwortet. Wenn Du also konkrete Fragen hast, dann stelle Sie gerne im Forum.


      M.E. macht eine Rentenversicherung für einen 18 jährigen einfach noch keinen Sinn! Kann ja sein, dass der junge Mann/Frau in einigen Jahren einen Arbeitgeber hat, der eine betriebliche Altersvorsorge (BAV) für seine Mitarbeiter anbietet und möglichweise sogar zu 100% übernimmt!

      Daher zunächst mal Vermögensaufbau (per ETF-Sparplan) und dann mit 30-35 noch mal schauen, wo man finanziell so steht!


      Gruß

      Dirk

  • Antwort von McProfit wegen Short-Seller

    Der Shortseller muss sich Aktien die er verkaufen will, aber nicht hat, vorher LEIHEN.

    Wie leiht man Aktien? Das ist sehr weitverbreitet. Dazu muss man nur den richtigen Begriff kennen.

    Hierzulande sagt man dazu. "STILLHALTER".

    Was sind Stillhalter für Menschen?

    Das sind normalerweise Langfristanleger. Die Aktien halten und Liegenlassen und Dividende kassieren.

    Da sie die Aktien ohnehin halten wollen, könne sie die Aktien zwischendurch verleihen.

    Für einen Zeitraum von 3 oder 6 Monaten gibt es dann eine Leihgebühr, wie eine Mieteinnahme.

    Das ist für den Aktionär eine zusätzliche Einnahme, weil er ja seine Aktien ohnehin nicht verkauft hätte.

    Nach Ende der Leihzeit bekommt der Aktionär die Aktie vom Shortseller zurück. Der Aktionär der seine Aktien ausleiht nennt man hierzulange STILLHALTER.

    Weil er ja in der Zeit wo er seine Aktien verliehen hat,sozusagen STILL HALTEN muss.

    Er kann sie nicht verkaufen. Das will er aber ohnehin nicht.

    Dadurch ist die Stillhalterprämie eine Zusatzeinnahme und bei Langfristanlegern beliebt.

    Man kann aber nicht mehr Aktien LEIHEN als es gibt.

    Auf keinen Fall MEHR als die Firma insgesamt Aktien hat.

    So zumindest kenne ich die Regeln. Gruss aus Stuttgart McProfit

    PS Ganz wichtig. Sollte während der Ausleihung der Aktien Dividende anfallen, dann bekommt die

    Dividende NICHT der Leiher, sondern der Shortseller. Das heißt Der Stillhalter hat weiterhin Dividende

    und ZUSÄTZLICH die Leihgebühr, die nennt man Stillhalter-Prämie.