Gas: 12 Monate Preisgarantie bei 1 Monat Mindestlaufzeit und 2 Wochen Vertragsverlängerung = Mogelpackung?

  • Hallo Zusammen,


    da unser bisheriger Versorger den Arbeitspreis ab 01.01.2021 um 12 % erhöht aber keine der Preissenkungen in den letzten zwei Jahre an uns weitergeben hatte, haben wir vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch gemacht. Daraufhin haben wir für 2021 zwar einen etwas günstigeren Tarif als bisher angeboten bekommen, aber trotzdem noch deutlich teurer als viele Anbieter im Preisvergleich unter https://www.finanztip.de/gaspr…sanbieter-wechseln/#c6777


    Dabei ist mir aufgefallen, dass z. B. Easy Yippie Gas, eine Tochter der MAINGAU Energie, 12 Monate eingeschränkte Preisgarantie, 1 Monat Mindestvertragslaufzeit und 2 Wochen Vertragsverlängerung bietet.


    Ist die Preisgarantie eigentlich nicht nur Augenwischerei, da der Versorger bei steigenden Preisen ja jederzeit den Vertrag kurzfristig kündigen kann, um höher Preise durchzusetzen? Oder mache ich da einen Gedankenfehler?


    Herzlichen Dank


    Pauline

  • 1.Pauline

    Hat den Titel des Themas von „Gas: 12 Monate Preisgarantie bei 2 Wochen Vertragsverlängerung = Mogelpackung?“ zu „Gas: 12 Monate Preisgarantie bei 1 Monat Mindestlaufzeit und 2 Wochen Vertragsverlängerung = Mogelpackung?“ geändert.
  • Danke für die Antwort, Kater.Ka, aber wenn die Preise, z. B. durch steigende Beschaffungspreise für den Anbieter nicht mehr auskömmlich sind?


    Die Kundengewinnung machen sich die Anbieter selbst unnötig teuer, sie nötigen ja praktisch ihre Kunden in die Kündigung bestehender Verträge, weil Bestandskunden meist nur so die Preissenkungen am Markt bekommen und zahlen ihnen dann nach mind. einem halben Jahr bei einem anderen Anbieter auch noch dazu höhe Neukundenprämien. Verrückte Welt.

  • Ich glaube, das System mit den Neukundenboni funktioniert nur, weil Millionen Haushalte nicht wechseln. Sie sind nachlässig und vergesslich oder glauben, es lohne sich nicht. Ich kenne keine Statistik, wie oft gewechselt wird. Im Freundeskreis wird jedenfalls wenig bis gar nicht davon gesprochen.


    Dass ein Anbieter kündigt, habe ich noch nie gehört. Ich denke, er wird die Preise drastisch erhöhen und hoffen, dass der Kunde bleibt oder die Kündigung durch den Kunden in Kauf nehmen.

  • Danke für die Antwort, Kater.Ka, aber wenn die Preise, z. B. durch steigende Beschaffungspreise für den Anbieter nicht mehr auskömmlich sind?

    Die Versorger kaufen ihre Kapazitäten auch längerfristig ein, so dass sich mMn kein "über Nacht ist alles viel teurer geworden"-Ereignis einstellen wird. Selbstverständlich wird der Anbieter versuchen nach den 12 Monaten eine Preisanpassung durchzusetzen, in den 12 Monaten erwarte ich es nicht, weil das auch für den Anbieter ein überschaubarer Zeitraum ist.


    Erwarten heißt hier, dass ein Restrisiko besteht. Du musst für Dich selbst wissen, wie schlimm eine Kündigung durch den Anbieter wäre. Ich bin ein jährlicher Wechsler mit je zwei Produkten an zwei Verbrauchsstellen, daher würde ich sagen super, noch einen Bonus abkassieren.

  • Besten Dank für die Infos, chris2702 und Kater.Ka, wir hatten bisher auch nur einmal gewechselt, da es dafür keine Notwendigkeit gab. Davor hatten wir nämlich über zehn Jahre lang als "Gaspreisboikoteure" unseren Grundversorger nur nach billigem Ermessen bezahlt.


    Es fehlt uns daher auch etwas die Übung. Das mit den Prämien oder Boni ist ja schön und gut aber grundsätzlich wäre mir ein fairer Anbieter, die nicht nur Kostensteigerungen weitergibt, sondern auch Kostensenkungen und Bestandskunden nicht versucht für dumm zu verkaufen ;-)


    Ich denke, bei einen angenommenen Verbrauch von 30000 kWh, sind 82,54 €/Jahr Grundkosten und 4,08 Cent/kWh für einen Öko-Tarif ganz o.k., oder was meinst ihr? Preise inkl. der neuen CO2-Steuer ab 2021. Das Schönrechnen mit 16% MwSt. machen ja leider alle L


    LG Pauline

  • Ich glaube, den Wunsch nach konstant moderaten Preisen über viele Jahre erfüllt dir aktuell niemand. Du musst also wissen, ob du günstig durch hopping unterwegs sein willst, oder ob du den Grundversorgertarif als akzeptable Obergrenze definierst und versuchst, stets etwas besser als der Grundversorger zu sein.